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Kolumne: Wussten Sie schon?

Von . . . warum es in der Wetterau Gebiete mit einer Vegetation gibt, die sonst nur an der Meeresküste, beispielsweise an der Nordsee, vorkommt?

In der Talaue des Flusses Wetter bei Münzenberg gedeihen Sanddreizack, Salzaster, Salzbinse oder Strandwegerich, die man im Binnenland äußerst selten findet. Es sind salzresistente Pflanzen, die sich normalerweise im Übergangsbereich vom Land zum Meer ansiedeln und in unregelmäßigen Abständen vom Meerwasser überflutet werden. Diesen Bereich mit seiner charakteristischen Vegetation nennt man Salzwiesen.

Da in der nördlichen Wetterau Nord- und Ostsee weit weg sind, müssen andere Faktoren die Existenz dieser ökologischen Rarität hervorgebracht haben. Es ist salzhaltiges Tiefenwasser aus den Salzlagerstätten des Fuldaer Raums und Thüringens, das in der Wetterau über Gesteinsspalten an die Oberfläche tritt und sich auf Wiesen und Weiden ausbreitet.

Insgesamt gibt es in Hessen nur etwa 25 Hektar dieser Binnensalzwiesen, wovon einige lediglich wenige Quadratmeter groß sind. Das größte dieser einzigartigen Feuchtgebiete sind die Salzwiesen von Münzenberg mit einer Fläche von sieben Hektar.

Auch bei Bad Nauheim, das für seine Saline und Solegewinnung bekannt ist, treffen wir auf solche Salzstandorte: Die Salzwiesen von Wisselsheim, dem kleinsten Stadtteil von Bad Nauheim, umfassen drei Hektar.

Salztolerante Pflanzen gibt es auch an der Nidder auf etwa einem Hektar Fläche des Naturschutzgebiets „Salzwiesen und Weinberg von Selters“, einem Ortsteil von Ortenberg, in der nordöstlichen Wetterau. Die Herkunft des Ortsnamens deutet man im Sinne von „Salzheim“ oder „Salzquelle“, und wir dürfen annehmen, dass bereits die Kelten vom nahen Glauberg das Salz zu nutzen wussten.

(hpdie)
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