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Stadtteil wird zum ersten Mal weihnachtlich beleuchtet: Am Dornbusch strahlen die Sterne

Von Am Dornbusch gehen Weihnachtssterne auf – seit gestern ist der Stadtteil weihnachtlich beleuchtet. Drei große LED-Sterne werfen ein warmes Licht. Mehrere Jahre hat der Geschäftsring sich dafür eingesetzt.
Vor ihrem Geschäft präsentiert Anita Schwarz einen der drei leuchtenden Sterne, die seit gestern für weihnachtliche Stimmung am Dornbusch sorgen. Bilder > Vor ihrem Geschäft präsentiert Anita Schwarz einen der drei leuchtenden Sterne, die seit gestern für weihnachtliche Stimmung am Dornbusch sorgen.
Dornbusch. 

Groß ist der warm leuchtende Stern. So groß, dass Anita Schwarz mit beiden Händen kräftig zupacken muss, damit das gute Stück nicht auf den Gehweg fällt und zerschellt. Das wäre mehr als traurig, schließlich setzt sich die Vorsitzende des Geschäftsrings Dornbusch seit mehr als fünf Jahren dafür ein, dass der Stadtteil weihnachtlich beleuchtet wird.

In diesem Jahr ist es endlich soweit: Drei große LED-Sterne hängen seit gestern an den Straßenlaternen vor dem Haus Dornbusch. Zusammen mit dem fünf Meter hohen Weihnachtsbaum, den der Geschäftsring bereits seit fünf Jahren dort aufstellt, zaubern sie ab 16 Uhr bis zum nächsten Morgen weihnachtliches Licht.

„Drei Sterne sind nicht viel. Aber sie sind ein Anfang. Wir hoffen einfach, dass in den nächsten Jahren noch mehr hinzukommen“, sagt Schwarz. 3 000 Euro hat der Geschäftsring in die Weihnachtsbeleuchtung investiert. Inklusive der Anbringung der nötigen Steckdosen sowie der Montage. Hinzu kommen nun noch die Stromkosten. Die Sterne haben Anita Schwarz und ihr Mann Ernst Schwarz, die gemeinsam das Geschäft „Pelze am Dornbusch“ in der Eschersersheimer Landstraße 226 betreiben, extra für den Dornbusch anfertigen lassen. Nach ihren Wünschen.

Dass die Sterne nun tatsächlich hängen, ist für das Ehepaar nicht nur eine große Freude, sondern vor allem auch eine große Erleichterung. Sechs, vielleicht sogar schon sieben Jahre haben sie dafür gekämpft, erzählt Ernst Schwarz. Doch immer wieder gab es Schwierigkeiten. „Wir haben in diesem Abschnitt der Eschersheimer Landstraße nur wenige Straßenlaternen als Befestigungsmöglichkeit. Deswegen wollten wir vor der Ladenzeile im unteren Teil der Straße Lichterketten in die Bäume hängen. Doch das wurde uns vom Grünflächenamt verwehrt“, berichten sie.

Keine Lichterketten

„Wenn man Lichterketten in Bäume hängt, besteht immer die Gefahr von Astbruch. Das wollen wir vermeiden“, sagt Stephan Heldmann, Leiter des Grünflächenamtes. Zudem würde häufig vergessen, die Lichterketten nach Weihnachten abzunehmen. Diese wachsen in die Bäume ein und schädigen sie. Die Gefahr von Überwärmung und Überhitzung bestehe durch die neue LED-Technik mittlerweile nicht mehr. Auch dieses Argument wurde dem Ehepaar Schwarz damals als Grund für die nicht erteilte Genehmigung genannt. Das suchte nach weiteren Alternativen, wie die gewünschte Beleuchtung an den Laternenpfeilern an der U-Bahn-Haltestelle „Dornbusch“ zu montieren. Doch der Bahnsteig und damit auch die Laternen gehören der Frankfurter Verkehrsgesellschaft VGF. „Auch die erteilte uns eine Absage“, so Ernst Schwarz.

Verbotene Wünsche

Die nächste Idee, eine leuchtende Weihnachtsbotschaft mit dem Text „Der Geschäftsring wünscht frohe Weihnachten“ an der kahlen Hauswand an der Eschersheimer Landstraße 230 zu installieren, stieß auch nicht auf fruchtbaren Boden. „Der Geschäftsring durfte nicht genant werden. Das sei Werbung und nicht erlaubt“, erinnert sich Anita Schwarz.

Weil sich das Ehepaar Schwarz aber trotz der vielen Rückschläge nicht entmutigen ließ, leuchtet der Dornbusch in diesem Jahr endlich weihnachtlich. „Das belohnt uns für die vielen Mühen. Wir wollen doch einfach nur, dass es bei uns schön ist“, hofft Anita Schwarz, dass im kommenden Jahr noch mehr Straßenabschnitte beleuchtet werden können. „Vielleicht gibt es ja Möglichkeiten zum Anbringen der Beleuchtung, die wir nicht bedacht haben.“

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