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Revitalisierung des VAU: Auf zum Endspurt in der Mainzer Landstraße

Von Hotels im Bankenviertel sind nichts Neues, Wohnungen jedoch noch die Ausnahme. Ein Düsseldorfer Projektentwickler wagt jetzt diesen Schritt.
Das VAU in der Mainzer/Ecke Weserstraße wird revitalisiert. Das VAU in der Mainzer/Ecke Weserstraße wird revitalisiert.
Bahnhofsviertel. 

Kurze Wege zur Arbeit, das spart Zeit. Doch leider gibt es vom Zuschnitt diesen Typs viel zu wenige. Der Düsseldorfer Projektentwickler Gerch Development GmbH will das nun im Bankenviertel ändern. Die Gesellschaft hat das unter dem Namen VAU bekannten Gebäude in der Mainzer Landstraße 23 gekauft und will in einem Teil des Gebäudes Apartments einrichten

Geplant ist, im südlichen Teil des Gebäudes, auf einer Fläche von etwa 11 000 Quadratmeter kleine Wohnungen einzurichten. Die zentrale Lage unmittelbar neben dem neuen Hauptsitz der Deutschen Bank und die namhaften Unternehmen in der direkten Standortumgebung generieren eine starke Nachfrage an Apartments, heißt es in einer Pressemitteilung. Zielgruppe sollen Geschäftsleute und Unternehmen sein, die entsprechende Kontingente für Mitarbeiter und Geschäftspartner suchen.

Gebäude wird entkernt

Das Gebäude in der Mainzer Landstraße/Ecke Weserstraße bietet rund 30 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Es wurde nach Plänen des Frankfurter Büros Nägele Hofmann Tiedemann gebaut. Fertiggestellt wurde das Objekt, in dem die Hypo Vereinsbank ihren Sitz in Frankfurt hatte, im Jahr 1992. Das Gebäude wird nun vollständig entkernt und revitalisiert.

Neben der Apartment-Nutzung ist eine gewerbliche Nutzung auf 19 000 Quadratmetern Fläche vorgesehen. Momentan verhandeln die Projektentwickler mit namhaften Betreibern für eine Hotelnutzung, sie führen aber auch Gespräche mit Bürointeressenten. Im Erdgeschoss ist zudem Gastronomie geplant. „Die Nachfrage an den Flächen ist groß und wir sind sehr glücklich, eine Immobilie in dieser prominenten Lage von Frankfurt erworben zu haben“, sagt Mathias Düsterdick, Geschäftsführer der Gerch-Gruppe.

Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich Anfang 2017. Bezugsfertig soll der Komplex zwei Jahre später sein. Das Gesamtinvestitionsvolumen, also inklusive Kaufpreis für das Gebäude, beträgt rund 210 Millionen Euro.

Wohnen, arbeiten und einkaufen unter einem Dach zu bieten ist nicht neu in Frankfurt. Nicht weit entfernt vom VAU auf dem ehemaligen Metzler-Areal an der Großen Gallusstraße/Ecke Neue Mainzer Straße errichtet derzeit Tishman Speyer einen 185 Meter hohen Turm mit 45 Stockwerken, der 60 000 Quadratmeter Platz für Büros und 100 bis 120 Wohnungen im gehobenen Segment bietet. 2018 soll der Turm bezugsfertig sein.

Das VAU ist das jüngste einer ganzen Reihe von Neubauprojekten, die das Gesicht der Mainzer Landstraße auf dem Abschnitt zwischen Platz der Republik und Taunusanlage gewandelt haben und noch wandeln. Die Arbeiten am „Vista“ neigen sich dem Ende zu. Vor allem das zweistöckige gläserne Foyer mit seiner auf Stelzen stehenden Überbauung ist der Hingucker. Der Entwurf für das Gebäude stammt von KSP Jürgen Engel Architekten aus Frankfurt. Für ungewöhnliche Elemente, etwa eine Aussichtsplattform mit Fernrohr, zeichnet der italienische Architekt Divide Rizzo verantwortlich. Bezugsfertig soll der acht Stockwerke hohe Komplex mit rund 7600 Quadratmetern Nutzfläche im dritten Quartal dieses Jahres sein.

Platz für 2000 Mitarbeiter

Anfang 2017 soll der „Deutsche-Bank-Campus“ bezogen sein, den Projektentwickler Tishman Speyer für 230 Millionen Euro derzeit in der Mainzer Landstraße/Ecke Weserstraße baut. 2000 Mitarbeiter – Investmentbanker aus der Großen Gallusstraße und Mitarbeiter des „Asset Management Center“ in der Mainzer Landstraße 178–190 – finden am neuen Standort ihre künftigen Arbeitsplätze. Der von KSP Engel Architekten geplante Campus-Komplex ist 83 Meter lang und 45 Meter hoch. Das Gebäude verfügt über acht Vollgeschosse plus Staffelgeschoss. Damit orientiert er sich an der umliegenden Bebauung.

Höher ragt mit 155 Metern da der Marienturm in die Höhe. Dieser entsteht gemeinsam mit dem zehn Stockwerke hohen Marienforum auf der Marieninsel. Ursprünglich war die Hochtief-Gruppe Bauherrin. Sie hat das Gelände 2015 an den Immobilien-Fond PWREF II verkauft, die Pecan Development GmbH wurde mit der Projektabwicklung beauftragt. Bezugsfertig soll der Turm mit Büroflächen auf 38 Etagen Anfang 2019 sein, schon ein Jahr früher sollen die Arbeitsplätze im Marienforum fertig sein.

Abgeschlossen sind hingegen schon das Holiday Inn Hotel, der Hauptsitz des Verbandes der Chemischen Industrie ist nach erfolgter Revitalisierung wieder bezogen, und das Bürogebäude „Forty Seven & Co.“, in dem unter anderem die GLS Bank residiert, ist auch fertig.

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