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"Patientenrache" greift Behandlungsfehler auf: Krimi-Autor Olaf Jahnke: Ein neuer Fall im Krankenhaus-Milieu

Olaf Jahnke liefert mit „Patientenrache“ einen neuen Kriminalfall im Krankenhaus-Milieu. Heute stellt er das Buch bei einer Lesung vor.
Die Elbestraße spielt bei Olaf Jahnke ein Rolle. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Die Elbestraße spielt bei Olaf Jahnke ein Rolle.
Bahnhofsviertel/Innenstadt. 

Wir treffen den Frankfurter Krimi-Autor Olaf Jahnke im Bahnhofsviertel, mitten im Ort des Verbrechens. Eine Szene in seinem neuen Buch „Patientenrache“ spielt in der Elbestraße im Bahnhofsviertel. Ein Gemüsehändler ist Zeuge eines Verbrechens, als ein Gutachter dort verprügelt wird und später an den Folgen seiner schweren Verletzungen stirbt. Ein neuer Fall für Roland Bernau.

Nach seinem erfolgreichen Erstlingswerk „Tod eines Revisors“ vor eineinhalb Jahren meldet sich der Frankfurter Kameramann und Autor mit einem neuen Kriminalfall aus dem Rhein-Main-Gebiet zurück. Darin jagt Privatermittler Bernau Verbrecher aus dem Krankenhaus-Ärzte-Milieu. Und wieder liefern die vielen Erfahrungen, die der 52-jährige Krimi-Autor durch seine jahrelange Arbeit als Journalist gesammelt hat, den Stoff für einen spannenden Thriller.

„Die Meldungen über Fälle in den Kliniken haben sich gehäuft. Viele Kliniken geben fast nie Behandlungsfehler zu und verweisen stattdessen einfach an ihre Versicherungen“, erzählt Jahnke. Hintergründe und Handlungsorte seien meist real, nur ein paar Namen ändere er. Erst kürzlich habe sich eine Frankfurter Klinik bei ihm gemeldet. Die Pressestelle wusste bereits von dem Buch. „Die Klinik wollte wissen, ob sie darin vorkommt“, sagt Jahnke.

Ich-Erzähler nimmt mit

Für seine Hauptfigur Roland Bernau ließ sich Jahnke von seinen Lieblingsautoren Ross MacDonald, Raymond Chandler und Dashiell Hammett inspirieren. Bernau nimmt seine Leser als Ich-Erzähler mit auf Verbrecherjagd. „Ich habe mein Buch so geschrieben, wie ich es gerne lesen würde. Der Leser und der Ermittler sind immer auf dem gleichen Informationsstand.“ Im Gegensatz zu vielen berühmten Privatdetektiven ist Bernau nicht abgehalftert. Der ehemalige LKA- und BKA-Fahnder lebt wie sein Erfinder in Kelkheim im Taunus, wo er eine kleine Detektei betreibt. Er ist halbwegs solide, ehrgeizig und für seine robusten Methoden berüchtigt. „Er ist nicht mein Alter Ego. Optisch habe ich mir nur meinen Körper ausgeliehen“, erzählt Jahnke. Der Privatermittler hat eine Freundin namens Julia, die für die „Frankfurter Umschau“ als Journalistin schreibt. Während sein Krimi-Debüt „Tod eines Revisors“ damit endet, dass Julia im Koma liegt, beginnt „Patientenrache“ mit einer Szene im Krankenhaus, wo sie Bernau besucht. „Einige Leser haben mich gefragt, wie es Julia geht. Eine Leserin schrieb mir sogar: ,Mein Vater hat sich in Julia verliebt. Sie passt genau in sein Beuteschema. Bitte lassen Sie sie nicht sterben!“, freut sich Jahnke über die sehr große und vor allem positive Resonanz.

Heute erfahren die Krimifans, wie es mit Roland Bernau weitergeht. Jahnke liest um 17.30 Uhr im Hugendubel (Steinweg 12) erstmals aus seinem 300 Seiten umfassenden Werk vor.

Keine Eile geboten

Für sein drittes Buch will sich Jahnke noch Zeit lassen. „Es hatte schon einen Plot, den ich wieder verworfen habe. Die Ideen müssen reifen und wachsen“, so der Autor. Ob er sich vorstellen könne, seinen Protagonisten in seiner Heimat Niedersachen ermitteln zu lassen, verneint er. „Ich habe eine Anfrage aus der Lüneburger Heide bekommen. Sie bräuchten auch mal einen Ermittler. Doch die Verlage sagen, dort oben gibt es keine Leser“, sagt der Autor.

Er könne sich aber auch vorstellen, dass er in Buch vier oder fünf eine Biografie über eine Familie aus der Zeit zwischen 1918 und 1945 schreiben werde.

(cz)
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