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Wo es bei der Nahversorgung hapert: Planer stellen Einzelhandels-Analyse vor

Von Das Einzelhandel- und Zentrenkonzept für die einzelnen Ortsbezirke werden derzeit in den Stadtteilparlamenten präsentiert. Jetzt waren Eschersheim, Ginnheim und Dornbusch an der Reihe.
Anfang des Jahres konnte in der Maybachstraße noch eingekauft werden, mittlerweile wird hier gebaut. Foto: Leonhard Hamerski Anfang des Jahres konnte in der Maybachstraße noch eingekauft werden, mittlerweile wird hier gebaut.
Dornbusch. 

Die Nahversorgung in Eschersheim, Ginnheim und am Dornbusch ist „im Prinzip gut“. Das war die Kernaussage mit der Stefan Kruse vom „Büro für Stadtplanung und Einzelhandel Junker+Kruse“ in der Sitzung des Ortsbeirates 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) die Situation in den drei Stadtteilen bei der Sitzung am Donnerstagabend zusammenfasste. Wie auch in den 15 anderen Ortsbeiraten präsentierte er dort den aktuellen Sachstand des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes, dass die Stadt vor vier Jahren bei dem Dortmunder Büro in Auftrag gegeben hat. Mit dem Ziel, die Nahversorgung in den Stadtteilen zu sichern.

Die Sorgenkinder

Knapp 50 000 Menschen leben im Ortsbezirk 9, auf den ersten Blick gibt es ausreichend Geschäfte. Schaut man jedoch genauer hin, so gebe es auch die „typischen Sorgenkinder“. Eines davon ist der Südosten des Dornbuschs. Rund 3000 Menschen leben dort, der nächste Nahversorger ist mehr als 800 Meter entfernt und damit fußläufig für viele Bewohner nicht erreichbar. „Das ist nicht optimal, aber nur schwer lösbar. Denn ein Lebensmittelgeschäft kann erst dann betriebswirtschaftlich arbeiten, wenn das Einzugsgebiet 6000 Menschen betrifft“, erklärte Stefan Kruse. Ähnlich schlecht gestalte sich die Situation derzeit in Eschersheim. Mit der Schließung des Netto-Marktes in der Nähe vom Weißen Stein und des Rewe-Marktes in der Maybachstraße fehle hier auch ein Nahversorger. Allerdings ist dieser Zustand zeitlich begrenzt. „Wenn der neue Rewe an gleicher Stelle in spätestens zwei Jahren eröffnet, sieht es wieder gut aus“, ist der Experte sicher.

Ginnheim ist versorgt

Während es in Eschersheim und am Dornbusch an Nahversorgern mangelt, gibt es aus Ginnheim positive Nachrichten. Bei zwei Rewe-Märkten, einem Lidl, und einem Aldi sprach Kruse nicht nur von einer „räumlich guten Deckung“. Es gebe hier sogar noch Entwicklungspotenzial, ein weiterer Markt wäre durchaus möglich.

Ob und wo künftig Märkte eröffnen, das liege allerdings nicht in der Hand des Planungsbüros. Das betonte Kruse mehrfach. „Wir erstellen das Konzept, die Umsetzung liegt bei der Stadt“, so der Experte.

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