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Vorstellung im März: Regionaltangente West: Geänderte Pläne sollen bald vorliegen

Von Die CDU im Ortsbeirat 6 will heute noch einmal Druck machen, dass die schon für Januar versprochene Vorstellung der überarbeiteten Pläne für die Regionaltangente West tatsächlich im März erfolgt.
Auf dem Bahndamm zwischen dem Sossenheimer Weg und dem Höchster Bahnhof rollt der Verkehr derzeit nur eingleisig. Für die Regionaltangente West (RTW) müsste ein zweites Gleis verlegt werden, aber dem könnte der Bahndamm nicht gewachsen sein. Für März wird eine Lösung erwartet, die sich auf den ganzen RTW-Abschnitt Mitte auswirkt. Foto: Maik Reuß Auf dem Bahndamm zwischen dem Sossenheimer Weg und dem Höchster Bahnhof rollt der Verkehr derzeit nur eingleisig. Für die Regionaltangente West (RTW) müsste ein zweites Gleis verlegt werden, aber dem könnte der Bahndamm nicht gewachsen sein. Für März wird eine Lösung erwartet, die sich auf den ganzen RTW-Abschnitt Mitte auswirkt.

Um sicherzustellen, dass die veränderten Pläne für die Regionaltangente West (RTW) demnächst öffentlich vorgestellt werden, bringt die CDU-Ortsbeirätin Susanne Serke zur heutigen Sitzung des Ortsbeirats 6 (Frankfurter Westen) eine Tischvorlage ein, die die Festsetzung eines entsprechenden Termins fordert. Am Wochenende hatte der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Römer, Hubert Schmitt, bekannt gegeben, dass Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) die Pläne „Mitte März“ vorstellen wird (wir berichteten).

Diese ursprünglich von Oesterling schon für Januar versprochene Vorstellung zusammen mit der Planungsgesellsschaft der RTW war zuletzt von Bürgern aus Sossenheim und dem Höchster Lindenviertel angemahnt worden, die von der Trassenführung direkt betroffen sind (wir berichteten) – zum einen, weil neue Gleise über ihre Grundstücke gebaut werden sollen wie am Rande der Henri-Dunant-Siedlung, zum anderen, weil sie gegen den zweispurigen Ausbau des bestehenden S-Bahn-Abschnitts zwischen Sulzbach und dem Höchster Bahnhof sind. Dieser Abschnitt hatte zuletzt auch eine Überarbeitung der Planungen nötig gemacht, weil festgestellt worden war, dass der bestehende Bahndamm für die vorgesehenen Erweiterungen nicht geeignet ist.

Von der Leunastraße wird man nicht mehr direkt nach links abbiegen können; der Verkehr zur Bolongarostraße wird verschleift. Bild-Zoom
Von der Leunastraße wird man nicht mehr direkt nach links abbiegen können; der Verkehr zur Bolongarostraße wird verschleift.

Neue Rechtsgrundlage

Im November hatte Oesterling im Verkehrsausschuss eine veränderte Trassenführung in Aussicht gestellt, mit der die Anwohner entlastet werden könnten: Die Strecke soll in dem betreffenden Abschnitt nicht wie eine S-Bahn, sondern wie eine Straßenbahn gebaut werden. Möglich werde das durch eine veränderte Rechtsgrundlage, die laut Oesterling andere Kurvenradien und weitere Vereinfachungen möglich mache und weniger Eingriffe in Privatgrundstücke erzwinge.

Seitdem wurde an den Plänen gearbeitet. Oesterling rechnete aber schon im November mit einer „kleinen Kosteneinsparung“, da zwei Wechselstellen zwischen den Stromsystemen von S-Bahn und Straßenbahn entfielen. Auf jeden Fall müsste dann auch Bad Soden – wie von Oesterling bereits vor einem Jahr vorgeschlagen – an die RTW angebunden werden, da die heute auf der Strecke eingesetzten Regionalzüge auf Gleisen, die rechtlich eine Straßenbahn sind, nicht mehr fahren dürften. Außerdem, das hatte Schmitt nun noch einmal betont, könne mit der Überarbeitung der Pläne auch erreicht werden, eine Verbindung zur Verlängerung der Straßenbahn von der Endhaltestelle Zuckschwerdtstraße über den Höchster Bahnhof und womöglich noch weiter bis zur Jahrhunderthalle zu schaffen.

Die Trasse soll über die Leunabrücke geführt werden. Bild-Zoom
Die Trasse soll über die Leunabrücke geführt werden.

Mit Nachdruck gefordert

Susanne Serke, Ortsbeirätin für Sossenheim und zugleich Ortsvorsteherin, möchte heute in der Sitzung trotzdem an ihrer Tischvorlage festhalten, also erreichen, dass ihre nach Ablauf der Antragsfrist eingereichte Forderung, die Pläne zügig vorzustellen, von den anderen Fraktionen gebilligt wird. „Die Bürgerinnen und Bürger wurden nun schon einmal enttäuscht, insbesondere, weil sie einfach keine Information zu der Verschiebung bekommen haben. Und ich möchte gerne sichergehen, dass dies nicht wieder passiert“, sagt sie.

Vor einigen Tagen bereits hatte der Magistrat in einer Stellungnahme den Bestrebungen des Ortsbeirats 6 eine Absage erteilt, bei der Streckenführung der RTW über die Leunastraße auch weiterhin einen Straßenverkehr-Linksabbieger in die Emmerich-Josef-Straße zu ermöglichen, wie er von vielen Bürgern gefordert wird. Das sei wegen der geplanten Station für die Beschäftigten des Industrieparks Höchst nicht möglich. Auch der Verkehr von der Leuna- in die Brüningstraße und weiter über die Bolongarostraße nach Osten wird wohl künftig eine Schleife fahren und nicht mehr vor der Leunabrücke nach links abbiegen können.

Die Regionaltangente West soll von Bad Homburg und dem Gewerbegebiet Praunheim in Richtung Höchst und dann weiter zum Flughafen und nach Neu-Isenburg sowie nach Dreieich-Buchschlag geführt werden. Geplant wird seit gut zwei Jahrzehnten. Vorgesehen ist, dass die Strecke bei Sossenheim die Autobahn 66 überquert und bei der Henri-Dunant-Siedlung auf die von Bad Soden kommende Bahnstrecke trifft. Auf dieser soll sie bis zum Höchster Bahnhof geführt werden. Dazu soll die Strecke um ein zweites Gleis ausgebaut werden.

Dabei sind allerdings unerwartete Probleme aufgetaucht, die den Abschnitt zwischen dem geplanten Haltepunkt am Sossenheimer Weg und Höchst betreffen, wo die Strecke auf dem Bahndamm verläuft. Ursprünglich war geplant, Stützwände zu errichten und dem Damm zu verbreitern, um Platz für das zweite Gleis zu schaffen. Nach Informationen dieser Zeitung ist dies aber aus technischen Gründen nicht möglich, weil der Bahndamm zu stark von Wurzeln der umliegenden Bäume und Sträucher durchsetzt ist. Darüber hat die RTW-Planungsgesellschaft im November ihren Aufsichtsrat informiert. Seitdem wurde mit Hochdruck nach einer Lösung gesucht.

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