Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Limburg an der Lahn 5°C

Zirkusprojekt an der Weißfrauenschule: Schüler werden zu Artisten

Schule einmal anders hieß es eine Woche lang an der Weißfrauenschule: Statt Mathe und Deutsch gab es Artistik und Zauberei.
Daniel (10) war einer der jungen Nachwuchs-Artisten der Weißfrauenschule. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Daniel (10) war einer der jungen Nachwuchs-Artisten der Weißfrauenschule.
Bahnhofsviertel. 

Die Turnhalle der Weißfrauenschule an der Gutleutstraße sieht an diesem Vormittag anders als gewöhnlich aus. Eine Zirkusmanege ist aufgebaut. Sie ist Schauplatz für zwei Vorstellungen, die von mehr als 200 Kindern aufgeführt werden.

Sie bilden den Abschluss eines Projekts, das die Schule zusammen mit Pädagogen des mobilen Zirkus „Toussini“ durchgeführt hat. Schulleiterin Jutta Pillong ist vom Projekt begeistert. „Der Zirkus hat sehr positiv auf die Kinder gewirkt.“ Durch die Auflösung der Klassenverbände während der Proben, sei auch die Zusammenarbeit der Grundschüler gefördert worden. „Auch die Beteiligung der Eltern hat zum Erfolg beigetragen“, lobt Pillong weiter. Auch in der Foto AG entworfenen Kalender, wurden zugunsten des Zirkus’ verkauft. Unterstützung lieferte dabei die Leberecht-Stiftung dieser Zeitung, welche die Druckkosten übernahm.

Neben der Kostenfrage gab es sowohl für Schüler als auch Pädagogen Herausforderungen zu bewältigen. „Wir hatten nur zwei Tage Zeit zum Proben“, sagt etwa Toussini-Chef Claude Toussaint. „In so kurzer Zeit eine gute Vorführung auf die Beine zu stellen, ist natürlich schwierig.“ Trotz dieser Hürden hat sich der Aufwand gelohnt. Die Schüler sind voller Elan bei der Sache. Dabei werden sie lautstark von Eltern und Lehrern im Publikum unterstützt. Das Repertoire der Artisten ist abwechslungsreich. Zunächst lockern die Clowns die Stimmung auf, indem sie den Zirkuschef ärgern und ihn zum Schluss aus der Manege tragen. Danach haben die Magier ihren großen Auftritt. Aus dem Nichts lassen sie plötzlich Zauberstäbe auftauchen. Aus scheinbar leeren Papiertüten ziehen sie verschiedene Gegenstände und hinterlassen damit verblüffte Gesichter bei den Zuschauern. Jede Zirkusnummer wird von Claude Toussaint auf dem Schlagzeug oder dem Akkordeon begleitet. Den krönenden Abschluss bilden die Akrobaten mit einer Menschenpyramide, die im Publikum für Begeisterung sorgt. Die Zirkuspädagogen sind mit der Leistung der Kinder zufrieden. „Das habt ihr super gemacht“, lobt Toussaint.

Nach der Vorstellung werden die Kinder mit lautem Applaus verabschiedet. Das macht Daniel (10) besonders stolz. „Dass uns so viele Leute zugesehen haben, ist ein schönes Gefühl“, sagt er. Auch wenn Daniel zunächst aufgeregt war, überwiegt bei ihm die Begeisterung: „Bei so einem Projekt würde ich jeder Zeit wieder mitmachen.“ Lehrerin Sabine Michalla freut sich über die positive Rückmeldung. „Das zeigt uns, dass das Projekt gelungen ist“, sagt sie. Im Unterricht hat sie mit ihren Schülern alle verschiedenen Zirkusnummern ausprobiert. Dabei stand ein besonderer Aspekt im Vordergrund. „Die Kinder sollten lernen, dass es auch auf Stärken außerhalb des Unterrichts ankommt. Das haben sie definitiv geschafft.“

(gol)
Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse