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Sprinkleranlagen fürs Mainufer: So will die Frankfurter Umweltdezernentin auf die anhaltende Trockenheit reagieren

Seit April hat es in Frankfurt nicht mehr anhaltenden Niederschlag gegeben. Dies führt zu Problemen auch in den Grünanlagen. Die Umweltdezernentin will für die nächsten Jahre bessere Vorkehrungen erarbeiten.
Ein Jogger läuft am Mainufer vorbei an einer völlig ausgetrockneten Wiese. Nur die Blätter der Bäume zeigen noch ihr Grün. Künftig könnten Sprinkleranlagen den Rasen mit Wasser versorgen. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) Ein Jogger läuft am Mainufer vorbei an einer völlig ausgetrockneten Wiese. Nur die Blätter der Bäume zeigen noch ihr Grün. Künftig könnten Sprinkleranlagen den Rasen mit Wasser versorgen.
Frankfurt. 

Die anhaltende Hitzeperiode macht den Frankfurter Grünanlagen, Parks und Wäldern zu schaffen. Das bestätigte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) gestern in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Sport. „Der April und der Mai waren die wärmsten in Deutschland seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881“, sagte die Stadträtin. Sie stützt sich dabei auf die jüngsten Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes vom 6. August. „Auch in Frankfurt ist die Dürre in der ganzen Stadt erheblich“, erklärte Heilig. Und das, obwohl weite Teile in West- und Mitteldeutschland noch einigermaßen glimpflich davongekommen seien. Vor allem für Gartenanbau- und Landwirtschaftsbetriebe sei die Hitze eine große Katastrophe. „Wer weiß, wo das noch hinführt. Wir haben ja gerade einmal Anfang August“, sagte sie.

Flusswasser nutzen

Um dem Austrocknen der Rasenflächen am Mainufer vorzubeugen, sollen diese sukzessive mit Sprinkleranlagen ausgerüstet werden. „Sie werden mit Wasser aus dem Main befüllt, um Trinkwasser zu schonen“, sagte Heilig. Auch die größeren Grünanlagen im Stadtgebiet, wie der Grüneburg-, der Rebstock- und der Günthersburgpark seien von der Dürre befallen.

Die Feuerwehr und der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) seien aktuell vor allem damit beschäftigt, junge Bäume zu bewässern. „Aber alle 200 000 Bäume in Frankfurt können wir nicht gießen und das ist auch nicht notwendig“, so Heilig.

Die anhaltende Hitze hat vor allem eine große Kronen- und Astdürre der Bäume zufolge. „Linden leiden darunter besonders“, sagte Heilig. Auch ein früher Laub- und Fruchtfall ist eine Folge, sowie Schädlingsbefall und eine Braunfärbung der Blätter. „Doch die Langzeitschäden werden wir erst in drei bis fünf Jahren feststellen können“, sagte die Umweltdezernentin. Vor allem auf Rasenflächen seien die Folgen erheblich. „Durch die Hitze verbrennt die Grasnarbe, und das führt zu einer längeren Regenerationszeit.“

Sturm wirft Bäume um

Auch der Sturm gestern Nachmittag hat Schäden in Frankfurt verursacht. Insbesondere in Sachsenhausen sind zahlreiche Platanen umgestürzt. „Man sollte in den nächsten Tagen besonders vorsichtig sein, wenn man in Grünanlagen und in Parks, aber auch im Stadtwald unterwegs ist“, erklärte Heilig. Im Umweltamt gelte erhöhte Alarmstufe, die Aufräumarbeiten würden einige Tage dauern. „Da bitten wir die Bevölkerung um Geduld.“

Dieses Jahr wird Prognosen zufolge keine Ausnahme sein. „Es wird in Zukunft vermehrt solche extremen Sommer geben“, sagte Heilig. „Genauso wie Starkregenereignisse und starke Stürme.“ Darauf müsse sich die Stadt vorbereiten. Heilig spricht von einer „Mammutaufgabe“, die „dezernatsübergreifend“ bearbeitet werden müsse.

Um langfristig genügend Grünflächen in der Stadt zu schaffen, hat das Umweltdezernat den sogenannten „Klimabonus“ erarbeitet. Dabei werden Kosten für Begrünung von Hausfassaden und Dächern und für die Bepflanzung von Innenhöfen mit bis zu 50 Prozent von der Stadt bezuschusst. „Außerdem müssen wir bei dem Bau von neuen Wohnquartieren darauf achten, dass genügend Grünflächen geschaffen werden“, sagte Heilig.

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