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Linneplatz: Wochenmarkt soll den Stadtteil beleben

Von Ein Wochenmarkt auf dem Linneplatz im alten Ortskern wäre eine ideale Ergänzung zum Angebot der Geschäfte in Fechenheim, ist der Ortsbeirat 11 überzeugt – und wünscht sich einen solchen. Doch der Gewerbeverein ist skeptisch: Drei Versuche seien in den vergangenen Jahren schon an der Planung gescheitert.
Der Linneplatz sei gut geeignet für einen Wochenmarkt, ist der Ortsbeirat überzeugt. Foto: Leonhard Hamerski Der Linneplatz sei gut geeignet für einen Wochenmarkt, ist der Ortsbeirat überzeugt.
Fechenheim. 

Wochenmärkte boomen seit Jahren, davon ist Sandra Neubauer überzeugt. „An vielen Stellen in Frankfurt entstanden neue Märkte, und sie werden immer beliebter“, sagt die Grünen-Abgeordnete im Ortsbeirat 11. Auch in Fechenheim werde der Wunsch von Bürgern immer öfter laut, einen Wochenmarkt als Ergänzung zu den wenigen vorhandenen Einkaufsmöglichkeiten einzurichten. Die „Linne“, der Platz am Burglehen, auf dem jedes Jahr auch das Fischerfest und der Weihnachtsmarkt stattfinden, sei dafür gut geeignet. Und so folgte der Ortsbeirat ihrem Antrag, der Magistrat möge die Einrichtung eines Wochenmarktes beschließen.

Doch nicht alle sind überzeugt, dass das Vorhaben klappt: CDU-Ortsbeirat Sebastian Schugar, der seit vielen Jahren auch im Vorstand des Gewerbevereins ist, bezweifelt, dass sich ein Wochenmarkt im Stadtteil rentiert. „Wir haben das vom Gewerbeverein aus in den vergangen dreieinhalb Jahren drei Mal probiert – immer ohne Erfolg.“

Gut für den Stadtteil

Und doch sollte man es erneut versuchen, um den Stadtteil weiter zu beleben, findet der Ortsbeirat – und selbst Schugar stimmte für den Antrag. Auch er ist überzeugt, dass ein Wochenmarkt dem Stadtteil „gut täte, das ist gar keine Frage“. Die Situation für Wochenmärkte habe sich in Frankfurt verbessert, sagt Neubauer. Mehr und mehr Menschen kauften dort ein, weil sie frische Produkte schätzten. „Ich weiß, dass es die Idee vor ein paar Jahren gab. Geblieben ist davon leider nur der Hähnchenstand am Kleedreieck.“

Aber vielleicht gebe es ja andere als die klassischen Konzepte, die funktionieren könnten, ergänzt Grünen-Fraktionssprecher Thomas Dorn. „Etwa einen Abend-Markt wie im Nordend. Der läuft dort sehr gut.“ Und er müsse auch nicht unbedingt auf der Linne stattfinden, falls ein anderer Ort besser geeignet sei. Immerhin: Am Linneplatz gebe es Strom und Wasser, das sei nicht überall so. Daher solle sich die Wirtschaftsförderung mit „interessierten Akteuren vor Ort“ wie dem Gewerbeverein, Gewerbetreibenden, Anwohnern oder dem Projekt Aktive Kernbereiche und dem Quartiersmanagement die Einrichtung eines Wochenmarkts prüfen, heißt es im Vorstoß des Ortsbeirats.

„Es geht nicht“

Der Gewerbeverein habe gemeinsam mit der Stadt und zwei privaten Marktveranstaltern versucht, einen Wochenmarkt für Fechenheim zu konzipieren, erzählt Schugar. „Doch alle kamen zu dem Ergebnis: Es geht nicht.“ Der Gewerbeverein habe gar angeboten, Strom- und Wasserkosten sowie die Kosten für die Platzmiete zu übernehmen – ohne Erfolg. „Heraus kam, dass ein Markt nur am Freitag funktionieren würde. Doch freitags gibt es zu viel Konkurrenz, etwa in Offenbach.“ Sogar der von Neubauer angesprochene Hähnchen-Grillstand, der einmal pro Woche auf dem Parkplatz am Kleedreieck steht, sei wegen zu wenig Kundschaft eine Zeitlang nicht gekommen.

Selbst mit lokalen Anbietern habe es nicht geklappt, einen Wochenmarkt auf die Beine zu stellen. Die Zahl der potenziellen Kunden reiche „vorne und hinten nicht“, betont Schugar. Und das, obwohl die Einwohnerzahl wachse.

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