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Traffiq: Zusätzlicher Nachtverkehr wird besser angenommen als erwartet

Vor allem bei jungen Leuten sind die Nacht-U-Bahnen gefragt: 46 Prozent der Fahrgäste sind noch keine 25 Jahre alt. Foto: Christoph Schmidt (dpa) Vor allem bei jungen Leuten sind die Nacht-U-Bahnen gefragt: 46 Prozent der Fahrgäste sind noch keine 25 Jahre alt.

Mit diesem Erfolg hatte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) nicht gerechnet: Schon wenige Wochen nach dem Start des Nachtverkehrs auf zwei U-Bahn-Linien werden die zusätzlichen Fahrten von rund 3300 Fahrgästen pro Wochenende genutzt. „Damit sind wir außerordentlich zufrieden“, sagte Winfried Schmitz, der bei der städtischen Nahverkehrsgesellschaft Traffiq die Verkehrsforschung leitet, bei der Präsentation der Zahlen. „Normalerweise dauert es viel länger, bis ein neues Angebot angenommen wird.“

Seit Mitte Dezember gibt es auf den U-Bahn-Linien U 4 (Bockenheimer Warte – Seckbacher Landstraße) und U 8 (Südbahnhof – Heddernheim) in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag keine Pause mehr. Zwischen 1 Uhr und 4 Uhr verkehren die Züge im 30-Minuten-Takt. Besonders gefragt sind die neuen Verbindungen in der Nacht zum Sonntag (rund 1900 Fahrgäste). In der Nacht zum Freitag wurden im Schnitt 1400 Fahrgäste gezählt. Die U 4 wird etwas stärker genutzt als die U 8. Die meisten Fahrgäste fahren vom Feiern nach Hause. Fünf Prozent aber nutzen das Angebot für die Heimfahrt vom Arbeitsplatz.

Bisher hat die schwarz-rot-grüne Koalition den Nachtbetrieb auf der U-Bahn nur für ein Jahr genehmigt. Oesterling jedoch plant bereits den nächsten Schritt. Er möchte den Nachtbetrieb zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember auf die U-Bahn-Linien U 5 und U 7 sowie die Straßenbahnlinien 11, 12 (mit Endstation Gravensteiner Platz) und 16 ausweiten. Damit würde die Stadt auf das verstärkte Nachtangebot im Regionalverkehr reagieren, mit der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) nach der letzten Sperrung des S-Bahn-Tunnels im Sommer starten will. Allerdings muss das Stadtparlament erst noch zustimmen. „Ich hoffe, dass die positiven Zahlen auch diejenigen überzeugen, die dem Nachtverkehr eher reserviert gegenüberstehen“, sagte Oesterling. Vom Erfolg des Nachtverkehrs ist er überzeugt. „Angebot schafft Nachfrage.“

Dem Vernehmen nach bremst die CDU derzeit noch die Ausweitung des Angebots. Es geht um einen Betrag von weniger als 200 000 Euro im Jahr. Nach Angaben von Traffiq kostete der bisherige Nachtverkehr mit Bussen am Wochenende 585 000 Euro im Jahr. Nach einer Ausweitung auf vier U-Bahnen und drei Tramlinien, durch die auch einige Nachtbusse entfallen könnten, wären es 762 000 Euro pro Jahr. Zusätzliche Fahrgeldeinnahmen sind dabei nicht einkalkuliert. mu

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