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Ausbau des Wirtschaftsweges?: Auf den Spuren neuer Rad- und Wanderwege

Von Mit einem neuen Jahr stehen politisch auch neue Themen an. Die Grünen holten sich bei einem Rundgang durch die Gemarkung Anregungen über mögliche Baugebiete, neue Fahrradwege – und sprachen natürlich auch über den Ausbau der Taunusbahn.
Neben der Bahntrasse wanderten die Grünen auf dem Wirtschaftsweg. Ob der zum Wander- und Fahrradweg ausgebaut werden könnte, überlegten sie. Neben der Bahntrasse wanderten die Grünen auf dem Wirtschaftsweg. Ob der zum Wander- und Fahrradweg ausgebaut werden könnte, überlegten sie.
Grävenwiesbach. 

Wenn die Grünen die Umgebung erkunden, dann hat das immer einen Grund. Diesmal schritten sie einen imaginären Fahrradweg ab und landeten ganz bewusst in dem Gebiet, wo vielleicht bald schon schicke Häuser stehen und jede Menge Menschen leben werden. Bei den Mitgliedern des Bündnisses 90/Die Grünen ist es am Jahresende üblich, gemeinsam zu wandern. Ganz so, wie es die meisten Vereine auch machen.

Allerdings ist eine von den Grünen abgeschrittene Route ganz bewusst mit politischem Hintergrund ausgesucht. Denn wenn man mit entscheiden soll, wo demnächst wieder ein großes Baugebiet ausgewiesen und entstehen soll, dann muss man auch genau wissen, wo das ist. Wird dabei Raubbau an der Natur betrieben? Wird wertvolles Ackerland vernichtet?

In diesem Fall ging es um das geplante Baugebiet am Hundstädter Sonnenberg. Um dahin zu gelangen, trafen sich die Grünen am Bahnhof der Kerngemeinde und starteten dort ihre Tour in Richtung Naunstadt. Kurz davor ließen sie den Ort an der Seite liegen und begaben sich entlang der Bahntrasse in Richtung Hundstadt. Es war nicht unbedingt das beste Wanderwetter. Der Wind blies ihnen um und in die Nase. Der Regen hatte die Wege völlig aufgeweicht. Und bald schon trugen sie nicht nur nasse Socken, sondern auch jede Menge Matsch an den Schuhen mit sich herum.

Ellen Enslin zu Gast

Dennoch wurde unterwegs immer wieder gefachsimpelt. Christian Tramnitz nahm die Gelegenheit wahr, um Ellen Enslin die Grävenwiesbacher Probleme vorzuführen. Denn die Kreistagsabgeordnete und Landratskandidatin war aus Usingen zu den Grävenwiesbacher Parteifreunden gefahren, um gemeinsam mit ihnen den Weg abzugehen und sich selbst ein Bild der Grävenwiesbacher Begebenheiten zu machen.

Gemeindevorstandsmitglied Axel Dierker hatte nämlich eine Idee. „Es müsste mehr Fahrradwege in unserer Gemeinde geben“, erklärte er. So könnten die einzelnen Ortsteile zu Fuß oder mit dem Rad erreicht werden. Momentan müssten die Radler meist über die Landstraße fahren; um zu den Grävenwiesbacher Ortsteilen zu gelangen. Einen separaten Fahrradweg zu bauen hielt Michael Thiele für zu aufwendig. Seine Alternative waren die Wirtschaftswege, die immer direkt neben der Bahntrasse verlaufen. Genau auf diesem Weg wanderten die Grünen. „Den halte ich für sehr geeignet, hier einen Rad- und Wanderweg anzulegen“, sagte Thiele. Sie überlegten, wo noch Fahrradwege fehlen. Zwischen Heinzenberg und Laubach müsse es noch ein Zwischenstück vom Weiltalweg geben, der auch Mönstadt mit einbeziehe. Auch der Bahnhof Grävenwiesbach sollte mit dem Rad von Hundstadt aus angefahren werden können, meinten die Grünen. „Aber nicht auf der Landstraße“, betonte Axel Dierker. Als es dann steil den Berg hinaufging, war das Ziel erreicht: Der Sonnenberg. Das neue Baugebiet als Erweiterung des bestehenden Baulandes, das zwar erst in der politischen Vorbesprechung, aber dennoch bereits in aller Munde ist, breitete sich vor ihnen aus.

Flächen sparen

„Eigentlich schade für das schöne Land hier“, meinten sie. Ellen Enslin erinnerte daran, dass neue Baugebiete flächensparend angelegt werden sollten. Für Christian Tramnitz lag die Sorge eher darin, dass es dort wieder nur Einfamilienhäuser geben könnte.

„Wir brauchen auch Häuser, in denen Generationen gemeinsam Platz finden“, sagte er und erinnerte an einen diesbezüglichen Beschluss der Gemeindevertretung. Darin hatten sich die Gemeindevertreter bereit erklärt, die Möglichkeiten für Mehrgenerationenhäuser bei neuen Baugebieten zu schaffen. Bisher ist allerdings alles nur Zukunftsmusik. Fest steht nur, dass die Politik als Erstes einen Beschluss zum maroden Bürgerhaus fällen muss. Denn mit diesem Bauprojekt würden mögliche Investitionen, je nach Sanierungsumfang, auf Jahre gebunden. Machbar, so hatte es Bürgermeister Roland Seel bereits betont, sei nur immer ein Thema – Bürgerhaus, Baugebiet oder Gewerbeflächen. Mehr gebe der Haushalt eben nicht her.

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