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SG Wehrheim / Pfaffenwiesbach: Eisstöcke sausen über neue Bahn

Von Es muss bei den Fußballern der Spielgemeinschaft Wehrheim / Pfaffenwiesbach jemanden geben, der einen besonderen Draht nach oben hat. Oder warum schneite es derart kräftig genau zu der Zeit, als das Eisstockschießen begann? Möglich gemacht hatte das Turnier der Spielgemeinschaft Wehrheim / Pfaffenwiesbach.
Spieler-Trainer Sascha Schenck hat die Eisstockbahn neu präpariert und auf Schnee fahren die Stöcke besonders gut. Spieler-Trainer Sascha Schenck hat die Eisstockbahn neu präpariert und auf Schnee fahren die Stöcke besonders gut.
Wehrheim. 

Wer Winter pur erleben wollte, der musste nicht weit reisen. Die Sportanlage „Oberloh“ reichte als Ziel aus. Dort lockte die traditionelle Hüttengaudi des Sportvereins mit Partyhits. Und das bereits zum 15. Mal, wie Ingo Engeland, der stellvertretende Vorsitzende der TSG Wehrheim, berichtete.

Auf Fest verzichten

Die Hüttengaudi habe eine ganz spezielle Geschichte, fügte er hinzu. Denn die TSG wollte irgendwann auf das beliebte Fest verzichten. Das aber fanden die Fußballer der Spielgemeinschaft Wehrheim / Pfaffenwiesbach gar nicht gut. Also übernahmen sie die Organisation und ließen die Hüttengaudi weiterleben. Und mit ihr auch das dazugehörende Eisstockschießen.

Diese Attraktion verdanken die Fußballer dem Spieler-Trainer Sascha Schenck. Der hatte die Idee dazu und baute auch gleich eine entsprechende Bahn. In diesem Jahr optimierte er sie. Mit ordentlich Schmierseife präpariert, klappte es immer bestens, die Stöcke von der Abspielstelle aus möglichst nahe an die „Daube“ zu schießen.

21 Teams

Wenn es dann aber so schneit wie am Freitag, dann klappt der richtige Schwung wie von alleine. Da war nicht nur Sascha Schenck völlig glücklich. Und weil er gerade dabei war, baute er auch noch kurzerhand eine Tribüne neben die Bahn. Professioneller geht es kaum.

Das meinten auch die 21 Teams, die um den Sieg kämpften. Immer drei Spieler bildeten ein Team und gaben sich dafür Fantasienamen. Sie kamen sogar aus Frankfurt und aus Gießen angereist, um in Wehrheim dabei zu sein. In dem Theater-Schauspieler Christian Meier fanden die Verantwortlichen dann auch noch den richtigen Mann am Mikrofon. Mit viel Witz moderierte er gekonnt das gesamte Spiel.

Überhaupt könne der Verein mit Superlativen aufwarten, meinte Ingo Engeland. Es gebe eine erfolgreiche Leichtathletikabteilung. Die Tischtennisgruppe sei aufgestiegen. Die Fußballer führten die Tabelle an und seien ohne verlorenes Spiel aus der Hinrunde in die Winterpause gegangen, lobte Engeland. Neun Abteilungen hat der Verein insgesamt. An diesem Abend aber ging es nicht so sehr um den Sieg. Es ging einzig um das Eine: um ganz viel Spaß. Und den hatten die Gäste und auch die Eisstockschießer.

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