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Barrierefrei und mit Beinfreiheit: Auf neuen Achsen übern Berg

Von 17 fabrikneue Niederflurbusse sind seit Dezember rund um den Feldberg unterwegs. Sie sind für Steigungen und ländliche Strecken ausgerichtet. Dank Elektronik kann die Zentrale immer sehen, wo der Bus gerade ist.
Busfahrer Michael Böttcher hat alles im Blick – aber nicht nur die Straße. Aus vier Blickwinkeln wird aufgezeichnet, was im Businnern passiert (Bildschirm überm Lenkrad). Die Videoüberwachung hilft auch der Polizei, falls im Bus Straftaten geschehen. Außerdem einen Bord-Computer mit GPS (siehe Foto unten). Foto: Jens Priedemuth Tel. 0173-3110088 Busfahrer Michael Böttcher hat alles im Blick – aber nicht nur die Straße. Aus vier Blickwinkeln wird aufgezeichnet, was im Businnern passiert (Bildschirm überm Lenkrad). Die Videoüberwachung hilft auch der Polizei, falls im Bus Straftaten geschehen. Außerdem einen Bord-Computer mit GPS (siehe Foto unten).
Hochtaunus. 

Seit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 sind im Hochtaunuskreis 17 nagelneue Überlandbusse im Auftrag des Verkehrsverbandes Hochtaunus (VHT) unterwegs. Er hatte die Fahrten neu ausgeschrieben und an die HLB Hessenbus GmbH vergeben. „Wir sind sehr zufrieden, dass die Gesellschaft zu uns zurückkehrt“, sagte Landrat Ulrich Krebs (CDU), als die Busse gestern vorgestellt wurden. Und augenzwinkernd: „Auch wenn die Busse mit MTK-Kennzeichen fahren.“

Die Busse der Firma Setra haben 40 Sitzplätze. Viele Plätze erlauben angenehme  Beinfreiheit, es gibt Platz für Gepäck. Hinten im Fahrzeug sitzen Fahrgäste höher, haben so einen guten Überblick. In der Busmitte ist Raum für Rollstühle und Kinderwagen, die die Fahrgäste auch barrierefrei anfahren können. Der Bus ist an den Haltestellen absenkbar und hat eine Rampe. Gelbe Haltestangen sind auch für Sehbehinderte gut sichtbar. Bild-Zoom Foto: Jens Priedemuth Tel. 0173-3110088
Die Busse der Firma Setra haben 40 Sitzplätze. Viele Plätze erlauben angenehme Beinfreiheit, es gibt Platz für Gepäck. Hinten im Fahrzeug sitzen Fahrgäste höher, haben so einen guten Überblick. In der Busmitte ist Raum für Rollstühle und Kinderwagen, die die Fahrgäste auch barrierefrei anfahren können. Der Bus ist an den Haltestellen absenkbar und hat eine Rampe. Gelbe Haltestangen sind auch für Sehbehinderte gut sichtbar.

Jeder Bus hat die HLB Hessenbus knapp 120 000 Euro gekostet. Der VHT hatte weitreichende Vorgaben zur Fahrzeugausstattung gemacht – die Busse sollten alltagstauglich für das Mittelgebirge sein. Dies sei der Fall, erklärte der Busbetreiber (siehe Bilderläuterungen rechts). VHT und sein Partner HLB bedienen rund um den Feldberg (außer in den Städten Bad Homburg, Oberursel und Friedrichsdorf) 20 Linien. Sie haben 49 Busse im Einsatz; außer den 17 neuen sind das 32 ältere Mercedes Citaro, die laut VHT-Geschäftsführer Frank Denfeld maximal 14 Jahre alt sind. So alte Busse wie teilweise in den 1980er Jahren fahren bei uns nicht mehr – dem Wettbewerb sei Dank. Die älteren Busse ergänzen den Fuhrpark insbesondere in den Stoßzeiten von 6 bis 8 sowie von 12 bis 14 Uhr – vor und nach Schulbeginn.

Zum Thema: Tarifgehalt plus Extras

Die HLB Hessenbus GmbH hat ihre Zentrale in Hofheim. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember bedient die Gesellschaft die Busstrecken im Hochtaunus; interimsmäßig parkten die Fahrzeuge auf einem Gelände in Oberursel.

clearing

17 Exemplare der fabrikneuen Niederflurbusse sind zwischen Vorder- und Hintertaunus im Einsatz. Die Fahrzeuge sind klimatisiert und haben die Abgas-Euronorm VI – laut HLB verbrauchen sie weniger Benzin als die vorherigen Busse. Mit ihren 300 PS können sie Steigungen wie Saalburg oder Feldberg gut erklimmen, ohne wertvolle Zeit zu verlieren. Eine gute Federung und eine höhere Bodentiefe sind auch für unebene Strecken geeignet. Bild-Zoom Foto: Jens Priedemuth Tel. 0173-3110088
17 Exemplare der fabrikneuen Niederflurbusse sind zwischen Vorder- und Hintertaunus im Einsatz. Die Fahrzeuge sind klimatisiert und haben die Abgas-Euronorm VI – laut HLB verbrauchen sie weniger Benzin als die vorherigen Busse. Mit ihren 300 PS können sie Steigungen wie Saalburg oder Feldberg gut erklimmen, ohne wertvolle Zeit zu verlieren. Eine gute Federung und eine höhere Bodentiefe sind auch für unebene Strecken geeignet.

Die neuen Busse wiederum sind im meist zweistündigen Takt quer durch den Taunus unterwegs, abgestimmt auf die Ankunftszeiten der S- und Taunusbahn. „Die Fahrgäste wünschen verlässliche Fahrpläne“, erklärt Denfeld. Auch die Anrufsammeltaxis (AST) gibt es noch, sie seien aber erheblich reduziert worden, fahren fast nur noch abends und am Wochenende.

Die neuen Busse sind mit einem „rechnergestützten Betriebsleitungssystem“ (RBL) ausgestattet. Über diesen kleinen Bord-Computer hält der Fahrer Kontakt zur Leitstelle. Die Zentrale kann zum Beispiel sehen, wo der Bus gerade ist, ob er eine Schleife fährt oder wann sich welche Tür öffnet. Auch die Dienstpläne sind hierüber einsehbar. Eine elektronische Fahrgastzählung soll zudem  bewirken, dass die Busse künftig besser ausgelastet werden. Bild-Zoom Foto: Jens Priedemuth Tel. 0173-3110088
Die neuen Busse sind mit einem „rechnergestützten Betriebsleitungssystem“ (RBL) ausgestattet. Über diesen kleinen Bord-Computer hält der Fahrer Kontakt zur Leitstelle. Die Zentrale kann zum Beispiel sehen, wo der Bus gerade ist, ob er eine Schleife fährt oder wann sich welche Tür öffnet. Auch die Dienstpläne sind hierüber einsehbar. Eine elektronische Fahrgastzählung soll zudem bewirken, dass die Busse künftig besser ausgelastet werden.

Die Türen der neuen Busse schließen laut HLB dichter – das heißt, bei längeren Fahrten zieht es nicht so und es ist leiser. Auf einem Monitor können alle Insassen sehen, welche Station als Nächstes kommt. Gewinnbringende Erkenntnisse erhofft sich Denfeld durch die elektronische Vernetzung (siehe Text rechts).

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