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Filmpremiere: Beeindruckt von Anne-Frank-Film

Die Stolperstein-Initiative Königstein empfiehlt den neuen Film „Meine Tochter Anne Frank“ allen, die an der NS-Zeit und an den Schicksalen jüdischer Bürger interessiert sind. Er wird am Aschermittwoch in der ARD gezeigt.
Anne Frank Bilder > Anne Frank
Königstein. 

Das Dokudrama über das Leben von Anne Frank wird erstmals am Aschermittwoch, 18. Februar, zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr im ARD ausgestrahlt. Mitglieder der Königsteiner Stolperstein-Initiative, die am 9. Februar zur Preview in den Sendesaal des Hessischen Rundfunks eingeladen waren, äußerten sich nach dieser Vorpremiere beeindruckt von dem Werk des Regisseurs Raymond Ley. Der Film wird in der Nacht auf Donnerstag, 19. Februar, um 0.20 Uhr in der ARD wiederholt. Ein Special zum Dokudrama findet sich auf der Homepage des HR, www.hr-online.de.

Der Film widmet sich den eindringlichen Schilderungen des Tagebuchs der Anne Frank, die gemeinsam mit ihrer aus Frankfurt stammenden Familie und anderen Juden über zwei Jahre in einem Versteck in Amsterdam ausharrte. Von diesen acht Versteckten überlebte nur Vater Otto Frank, der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs für die Veröffentlichung des Tagebuchs seiner Tochter sorgte. Nach dem Verrat ihres Verstecks im August 1944 kamen die acht Menschen in das Durchgangslager Westerbork. Von dort aus wurden sie in verschiedene Konzentrationslager deportiert. Anne Frank starb Anfang März 1945 im KZ Bergen-Belsen.

Ebenfalls inhaftiert im Lager Westerbork war der Königsteiner Arzt Dr. Arthur Oscar Bial, der im Sanatorium Dr. Kohnstamm im Ölmühlweg gearbeitet hatte und für den am 13. März ein Stolperstein verlegt wird. Er war einer von 40 000 Juden, die nach den Novemberpogromen ein Visum für die Niederlande beantragt hatten, von denen die holländische Regierung aber nur 7000 ins Land ließ. Diese Flüchtlinge sollten nicht integriert werden, sie mussten in Lagern leben und hatten keine Bewegungsfreiheit. Die jüdische Gemeinschaft musste sich um ihre Versorgung kümmern. Im März 1940 wurde Bial im neu eingerichteten Zentralen Jüdischen Flüchtlingslager Westerbork aufgenommen und übernahm dort die Leitung der Poliklinik.

Bilderstrecke Szenen aus dem Film "Meine Tochter Anne Frank"
Filmstills aus der hr-Produktion "Meine Tochter Anne Frank", die in einer Preview am 9. Februar den FNP-Lesern  präsentiert wurde. 
Anne Frank (Mala Emde) und Otto Frank (Götz Schubert)Der Film wird am Mittwoch, den 18. Februar um 20:15 Uhr in der ARD ausgestrahlt.
Von links: Hermann van Pels (André Hennicke), Margot Frank (Rosalie Ernst), Peter van Pels (Lion Wascyzk), Anne Frank (Mala Emde), Fritz Pfeffer (Harald Schrott), Otto Frank (Götz Schubert), Auguste van Pels (Hannah Schröder) und Edith Frank (Bettina Scheuritzel).Edith Frank (Bettina Scheuritzel), Hermann van Pels (André Hennicke), Fritz Pfeffer (Harald Schrott) und Auguste van Pels (Hannah Schröder).

Nach dem Einmarsch der Wehrmacht in die Niederlande zwei Monate später im Mai 1940 wurden im Lager Westerbork alle jüdischen Deutschen und Österreicher inhaftiert, die in die Niederlande geflohen waren. Im Juli 1942 begannen die Transporte von Juden, Sinti, Roma und Widerstandskämpfern aus den gesamten Niederlanden nach Westerbork. Bis 1944 wurden von dort etwa 102 000 Menschen in die Konzentrationslager Auschwitz, Sobibor, Bergen-Belsen und Theresienstadt deportiert, unter ihnen auch Anne Frank, ihre Schwester und ihre Eltern.

Bial wurde gemeinsam mit 900 verbliebenen jüdischen Häftlingen am 12. April 1945 von kanadischen Soldaten aus dem Lager befreit. Bereits zehn Tage später trat Bial eine Stelle in einem britischen Militärkrankenhaus an. Dort arbeitete der 68-Jährige als Stationsarzt für Innere Medizin und TBC. In seinem Pass für angestellte Zivilisten der britischen Streitkräfte ließ er sich als „staatenlos“ eintragen. Ende 1945 kehrte er in die Niederlande zurück und lebte in Amsterdam. Dort starb er am 21. März 1954 im Alter von 76 Jahren.

(red)
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