E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Limburg an der Lahn 21°C

Schultheatertage Oberursel: Eine Erfahrung fürs Leben

Schule besteht nicht nur aus Unterricht im engeren Sinn. Sie soll Kinder und Jugendliche stark machen für den Lebensweg. Zum Beispiel dadurch, dass sie öffentlich auftreten – wie bei den Schultheatertagen, zu deren Programm unter anderem ein Räuber, ein Model und etwas Magisches gehören.
Oberursel. 
Mit dieser Montage wirbt die Integrierte Gesamtschule Stierstadt für ihren Beitrag zu den Schultheatertagen. Die Sechstklässler zeigen Robin Hood als Musical. Hier ist Fynn Saam (12) zu sehen.	Foto und Layout: Ralf Brocke Bild-Zoom
Mit dieser Montage wirbt die Integrierte Gesamtschule Stierstadt für ihren Beitrag zu den Schultheatertagen. Die Sechstklässler zeigen Robin Hood als Musical. Hier ist Fynn Saam (12) zu sehen. Foto und Layout: Ralf Brocke

. . . und plötzlich wird ein ganzer Jahrgang zu Bühnenstars: Etwa 180 Kinder, die die sechste Klasse der Integrierten Gesamtschule Stierstadt (IGS) besuchen, fiebern dem Sommer entgegen. Am 11. Juni (10 Uhr) und am 12. Juni (19 Uhr) zeigen sie auf der Bühne in der Stadthalle als Schauspieler, Sänger, Musiker und Tänzer das Musical „Robin Hood, wie, wer oder was“. „Jeder bringt sich mit dem ein, was er am besten kann“, sagt Schulleiter Walter Breinl und beschreibt damit eine Intention der Schultheatertage, deren Auflage 2015 gestern vorgestellt wurde.

Die IGS ist eine von sieben Schulen, die an den vom Kultur- und Sportförderverein (KSfO) koordinierten Schultheatertagen teilnehmen. Insgesamt sind Hunderte von Kindern dabei.

Die Musikschule macht mit dem Jugendbüro und der „kunstbühne portstrasse“ den Auftakt der Reihe. Am 7. und 8. sowie am 13. und 14. März ist auf der Bühne in der Hohemarkstraße 18 das Musical „Leonardo und das magische Amulett“ zu sehen. Beginn ist samstags um 19.30 Uhr, sonntags um 18 Uhr. Die Premiere ist ausverkauft, für die anderen Abende gibt es Karten (10 Euro, ermäßigt 7) in den Buchhandlungen Bollinger und Libra sowie in der Musikschule.

Das Publikum bekommt eine Zeitreise vom Mittelalter in die Neuzeit zu sehen, wie Achim Hasselberg, Leiter des Jugendbüros, ankündigte. Die Jugendlichen aus dem „café portstrasse“ bringen sich ein, beispielsweise bei der Gestaltung des Bühnenbilds. Zu den Akteuren gehören laut Musikschulchef Holger Pusinelli Jugendliche, die teilweise noch nie auf einer Bühne gestanden haben.

 

„Erfolgsstory“

 

Der öffentliche Auftritt kann den Nachwuchs stark machen. „Es ist ein wahnsinniges Erlebnis, das einen fürs Leben prägt“, sagte Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD), der die Schultheatertage als „Erfolgsstory für unsere Stadt“ bezeichnete.

Wie Brum sieht auch Volker Räuber, Schulleiter des Gymnasiums Oberursel (GO), eine Bedeutung über die Darbietung hinaus. „Die Produktion wirkt nach innen wie nach außen“, sagte er. Seine Schüler führen am 6. und 14. November (jeweils 19.30 Uhr) sowie am 8. und 15. November (jeweils 18 Uhr) in der Aula des GO das Musical „Welcome to the Sixties“ auf. Zu sehen sein wird eine interaktive – das Publikum wird einbezogen – Fernsehshow, in der ein übergewichtiges Mädchen als Tänzerin überzeugen will. Dazu gibt es Musik aus den Sechzigern, inspiriert vom Musical Hairspray. Die projektverantwortlichen Lehrer, Dr. Diana Tappen-Scheuermann und Marc Ziethen beziehen die Schüler bei der Ausarbeitung des Stückes mit ein.

An der Erich-Kästner-Schule schreibt Lehrerin Brigitte Wilhelmy das Stück. Zwölf Zehntklässer haben sich fürs Thema Sekten entschieden. „Nummer 18/05“ heißt das Schauspiel, das am 25. Juni (19.30 Uhr) in der Schule gezeigt wird.

Am Donnerstag vor den Sommerferien (23. Juli, 19.30 Uhr), zeigen die Mädchen und Jungen der Grundschule Mitte, was sie draufhaben. Ihr Programm, das sie in der Stadthalle darbieten, ist revueartig aufgebaut und trägt den Arbeitstitel „Eine Reise um die Welt“. Von der zweiten bis zur vierten Klasse sind laut Silke Fritzel-Platen, der Vertreterin von Schulleiter Clemens Steden, alle dabei.

Voraussichtlich kurz vor den Ferien – der Termin steht noch nicht fest – treten Feldbergschüler beim Orscheler Sommer im Rushmoorpark auf und zeigen das Stück „Blaupause“. „Die Schüler wollten etwas Gesellschaftskritisches machen“, erklärte Lehrerin Anke Stubig. Es geht um ein Model, das als Schauspielerin im Film auftritt und von verschiedenen Menschen umgeben ist. Letztlich bleibt die Frage: Wie wichtig ist das Äußere?

Die Frankfurt International School (FIS) weist zunächst auf zwei Termine hin: Für 10. März (19 Uhr) ist in der Aula der Schule ein Abend mit Tanz, Musik und Theater vorgesehen. An gleicher Stelle ist am 15. und 16. Juni (jeweils 19 Uhr) das Musical „Once on this Island JR“ zu sehen.

Die Produktionen sind für die Schulen zeit- und kostenintensiv. Allein die IGS rechnet mit knapp 26 000 Euro. So sind die Schulen außer auf die Unterstützung durch den KSfO, der laut Geschäftsführer Udo Keidel-George insgesamt 10 000 Euro gibt, auf Sponsoren und teils den Verkauf der Eintrittskarten angewiesen. Karten für die Darbietungen der IGS und des Gymnasiums gibt es etwa vier Wochen vorher, unter anderem im Ticket-Center in der Kumeliusstraße und in den Schulen. Die Erich-Kästner-Schule verweist auf die Abendkasse. Die Aufführungen der FIS, der Feldbergschule und der Grundschule Mitte sind kostenfrei zu besuchen.

(she)
Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen