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Flüchtlinge verlassen Notunterkunft: Mit dem Bus nach Limburg

Von So schnell, wie sie eingerichtet war, so schnell war sie auch wieder geräumt – die Notunterkunft für Flüchtlinge in der Turnhalle der Frölingstraße. Leerräumen ist die eine Sache, die Halle wieder für den Sportbetrieb klarzumachen, eine andere.
Die Flüchtlinge aus der Notunterkunft in der Frölingstraße wurden in Bussen nach Limburg gebracht. Die Flüchtlinge aus der Notunterkunft in der Frölingstraße wurden in Bussen nach Limburg gebracht.
Hochtaunus. 

Der erste Bus, mit dem 40 der insgesamt 181 bislang in der Turnhalle in der Frölingstraße untergebrachten Flüchtlinge nach Limburg in eine Außenstelle der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung gebracht wurden, fuhr gestern um Punkt 10.30 Uhr vormittags los. Bis zum Nachmittag waren alle Flüchtlinge aus der Bad Homburger Notunterkunft nach Limburg gebracht worden, ihr Gepäck ebenfalls, und zwar auf einem Lastwagen, den die Feuerwehr eigens zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt hatte.

Nach Angaben von Kreissprecherin Andrea Nagell verlief der Umzug unproblematisch – „die Flüchtlinge in Bad Homburg haben sogar geklatscht“ – auch, ist Nagell überzeugt, weil man die Flüchtlinge in den Umzug miteinbezogen habe: „Wir sind am Samstagmorgen mit Dolmetschern in die Notunterkunft gekommen, um ihnen die Lage genau zu erklären.“

Sportbetrieb im Frühjahr

Auch aus Oberursel, aus der Halle am Bleibiskopf, sind gestern schon einige Flüchtlinge umquartiert worden, genauer gesagt, 112 der insgesamt 484 dort bislang untergebrachten Menschen. Am heutigen Dienstag werden weitere 140 aus Oberursel in andere Unterkünfte gebracht nach Offenbach an den Kaiserlei-Kreisel. Weitere 190 der bisherigen Oberurseler Flüchtlinge sollen im ehemaligen Neckermann-Gebäude unterkommen.

Arbeit gibt es für den Kreis und seine Helfer danach aber immer noch mehr als genug. Zunächst einmal müssen die Hallen vollständig leergeräumt werden. Zu diesem Zweck bleiben die Soldaten der Bundeswehr noch bis kommenden Freitag in Bad Homburg. Sie werden dabei helfen, das Mobiliar – Feldbetten und Co. – auszuräumen „und auch sonst beim Rückbau zu helfen“, wie Kreissprecherin Andrea Nagell erklärte.

Erst wenn die Hallen in Bad Homburg und der Nachbarstadt Oberursel vollständig geleert sind, werden die Mitarbeiter des Hochbauamtes des Hochtaunuskreises durchgehen können, um zu schauen, was zu veranlassen ist, um sie wieder für den Sportbetrieb öffnen zu können.

Wie lange diese Begutachtung dauern und was genau an Instandsetzungsarbeiten zu leisten sein wird, dazu konnte Nagell sich gestern nicht äußern. Klar sei allerdings dies: „Es ist nicht so, dass die Hallen zum 31. Januar geräumt sind und gleich zum 1. Februar wieder von den Schulen und Sportvereinen genutzt werden können. Ein bisschen länger wird es schon dauern.“ Deswegen habe der Hochtaunuskreis in seiner jüngsten Pressemeldung denn auch vorsichtig von einer „voraussichtlichen Wiederbenutzung für den Sportbetrieb im Frühjahr“ gesprochen.

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