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Info-Kampagne: Wohin mit dem Papier in Bad Homburg?

Von Mit Schreiben an alle Haushalte und bedruckten Müllwagen will die Stadt ihre Bürger auf die neuen Versorgungswege von Altpapier hinweisen. Betriebshof-Direktor Ralf Bleser gibt derweil ein ehrgeiziges Ziel aus.
Mit Schildern weist die Stadt darauf hin, dass das Ablegen von Papier an den Wertstoffstationen nicht mehr erlaubt ist. Foto: Jochen Reichwein Mit Schildern weist die Stadt darauf hin, dass das Ablegen von Papier an den Wertstoffstationen nicht mehr erlaubt ist.
Bad Homburg. 

Die Zeitungen haben ausführlich berichtet, in Facebook wurde in epischer Länge diskutiert (so fern man das, was in den sozialen Medien passiert, Diskussionen nennen möchte) und an allen Wertstoffstationen, an denen die Papiercontainer bereits abgeräumt wurden, stehen jetzt Hinweisschilder, die auf die neue Form der Entsorgung von Altpapier hinweisen.

Inhalt dieser Infos war, dass die Stadt sukzessive bis Mitte November damit fortfährt, die alten Papiercontainer aus dem Stadtbild zu eliminieren. Die Homburger können ihr Altpapier künftig nur noch in ihrer – so weit vorhanden – blauen Tonne sammeln oder ordentlich gebündelt oder in privaten Behältnissen an die Straße legen (auch neben die Papiertonne). Um möglichst allen Bedürfnissen gerecht zu werden, hat die Stadt jetzt auch die kleine 120-Liter-Tonne eingeführt. Zudem ist es nach wie möglich, Papier an einem der beiden Recyclinghöfe (Georg-Schaeffler-Straße oder Am Sauereck in Ober-Eschbach) abzugeben. Um den Wegfall der Container aufzufangen, wird der Abholrhythmus von vier auf zwei Wochen verkürzt.

Wenn Orschel den Homburgern den Bagger leiht

Bad Homburg ist beliebt – das ist keine neue Botschaft. Neu ist jedoch, dass sich auch der Homburger Betriebshof großer Beliebtheit erfreut.

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Doch nach der Kritik aus der Politik an der Kommunikation während der Altpapier-Krise, setzen Stadt und Betriebshof jetzt noch eine Info-Kampagne obendrauf: In der kommenden Woche werden sämtliche Homburger Haushalte angeschrieben. So wird nochmals über die Veränderungen informiert, zudem erhalten die Homburger einen Flyer mit allen relevanten Informationen. Außerdem werden neue Seiten des Abfallkalenders für die Monate Oktober, November und Dezember beigefügt, da sich durch den künftigen 14-Tage-Rhythmus die Abholzeiten verändern.

Bedruckte Müllwagen

Und sollte jetzt immer noch jemand nicht mitbekommen haben, dass sich bei der Papiersammlung etwas geändert hat, werden auch noch die zehn Müllwagen des Betriebshofs beidseitig mit riesigen Anzeigen bedruckt, die ebenfalls mit Infos versehen sind. Dann, so glaubt Bürgermeister Karl Heinz Krug (SPD), sollten die Homburger endgültig Bescheid wissen. „Dann wird auch unsere Toleranz für Bürger sinken, die ihr Altpapier immer noch an den Wertstoffstationen ablegen“, so Krug.

Doch sowohl der Bürgermeister als auch der Direktor des Betriebshofs, Ralf Bleser, sind zuversichtlich, dass die Botschaft beim Bürger angekommen ist. Zumindest sprächen die Zahlen eine gute Sprache. Seit August zählte man beim Betriebshof 175 Bestellungen für die 120-Liter-Tonne, 185 für die 240-Liter-Tonne und 66 für die 1100-Liter-Container. Betrug die Abdeckung der Homburger Haushalte mit der blauen Tonne vor Beginn der Bestellungen rund 70 Prozent, hofft Bleser diesen Wert auf 85 Prozent zu steigern. Dazu soll auch beitragen, dass die großen Wohnungsbaugesellschaften angeschrieben werden. Krug süffisant: „Dort war das Interesse an der blauen Tonne bislang nicht so ausgeprägt.“

Thema löst sich auf

Potenzial erkennt Bleser auch in der Tatsache, dass nicht wenige Homburger die vor sieben Jahren eingeführte blaue Tonne entweder gar nicht kannten oder ihnen nicht bewusst war, dass dieses Angebot für den Bürger kostenfrei ist. Sind alle Informationen raus, werde sich das Thema innerhalb weniger Wochen aufgelöst haben, davon ist Krug überzeugt. Er ist stolz auf die Mannen des Betriebshofs, die innerhalb kürzester Zeit eine umfassende Umorganisation gestemmt hätten. Bleser wiederum lobt die Flexibilität des Entsorgers FES. Der hatte zwar durch seine Weigerung, die alten Papiercontainer weiterhin zu leeren, das Chaos mit ausgelöst. Doch als es darum ging, die neue Regelung umzusetzen, habe das Frankfurter Unternehmen schnell und unbürokratisch reagiert.

Mühsames Glas

Bei den Glascontainern geht es derweil nur mühsam voran. Diese sollen ja durch sogenannte Unterflurcontainer ersetzt werden. Allerdings muss der Betriebshof jeden Standort einzeln überprüfen, ob dort nicht unterirdisch verlegte Leitungen verlaufen und das Gespräch mit den Betreibern suchen. Ein Ergebnis soll bis Ende des Jahres vorliegen.

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