E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Limburg an der Lahn 16°C

Bahnhof Friedrichsdorf: Zwei Aufzüge zu den Bahnsteigen

Von Für fünf Millionen Euro soll der Friedrichsdorfer Bahnhof barrierefrei ausgebaut werden. 33 bis 35 Monate soll das dauern. Ob der Umbau 2019 fertig wird ist fraglich.
Der Friedrichsdorfer Bahnhof soll schon seit langem barrierefrei werden. Jetzt konkretisieren sich diese Pläne.	Foto: Reichwein Foto: Jochen Reichwein Der Friedrichsdorfer Bahnhof soll schon seit langem barrierefrei werden. Jetzt konkretisieren sich diese Pläne. Foto: Reichwein
Friedrichsdorf. 

Es geht voran mit der Modernisierung des Friedrichsdorfer Bahnhofs. Langsam zwar, aber immerhin ist jetzt wieder Bewegung in die Sache gekommen. Die Stadt will einen entsprechenden Vertrag mit dem Rhein-Main Verkehrsverbund (RMV) und der DB Station & Service AG abschließen.

Geplant sind zwei Aufzüge, von denen einer vom Fußgängertunnel zum „Hausbahnsteig“ (direkt vor dem Bahnhofsgebäude) und der zweite zum Mittelbahnsteig führen soll. An der Ostseite des Bahnhofs, wo sich die Park & Ride-Anlage befindet, soll dann eine Rampe von der Unterführung nach oben führen und umgekehrt. Zudem wird geprüft, ob der Fußgängertunnel auf der Ostseite gekürzt werden kann. Die vorhandenen Treppen müssen an die Aufzugs- und Rampenplanung angepasst werden. Der Bahnsteig mit den Gleisen 4/5 muss möglicherweise verbreitert werden, Bodenbeläge und weitere Ausstattung werden erneuert.

Vorhabenträger ist die DB Station & Service AG. Insgesamt soll die Sache fünf Millionen Euro kosten, davon 270 000 Euro müsste die Stadt Friedrichsdorf bezahlen. 2011 waren die Kosten noch auf 4 Millionen Euro geschätzt worden. Wegen der geplanten Barrierefreiheit ist es derzeit noch möglich, für den Umbau Landesmittel zu bekommen.

Allerdings ist das Förderprogramm mit Mitteln aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) nur noch bis 2019 geregelt. Bis dahin werde der Bahnhofsumbau aber voraussichtlich nicht fertig, schreibt die Stadt. Derzeit verhandeln Bund und Länder über eine Nachfolgelösung. Insgesamt soll der Umbau 33 bis 35 Monate dauern.

 

Förderung durchs Land

 

Schon im Jahr 2000 hatte es Pläne für den Umbau des Bahnhofs gegeben, die aber gescheitert waren. 2008 startete die Stadt einen neuen Versuch mit einem interdisziplinären Workshop. Schwerpunkt war damals noch die barrierefreie Erschließung der Bahnsteige aus Richtung des Alten Viadukts. Der Friedrichsdorfer Bahnhof wurde dann in die „Rahmenvereinbarung zur Modernisierung von Bahnhöfen in Hessen“ aufgenommen, was die Förderung des Projekts mit Landesmitteln ermöglicht.

Ende 2012 gaben Stadt und RMV eine Machbarkeitsstudie mit Bauwerksuntersuchung in Auftrag. Die Ergebnisse hat die Stadt am 4. März 2013 mit Vertretern von DB Station&Service, DB Netz, HLB, Hessen Mobil, VHT und RMV sowie der IVM und des TÜV Rheinland besprochen. Ein Entwurf der Planungsvereinbarung zwischen DB Station&Service, RMV und Stadt lag Ende November 2013 endlich vor.

Am 13. März 2014 verkündete dann der RMV, zuerst müssten die Auswirkungen der Elektrifizierung der Taunusbahn bis Usingen und die Weiterführung der Linie RB 16 von Friedberg über Friedrichsdorf bis Bad Homburg geklärt werden. Das war Ende 2014 erledigt, und so konnte die Stadt zu Beginn des Jahres das Thema bei RMV und DB Station&Service wieder auf den Tisch bringen.

Am Donnerstag steht der Vertragsentwurf im Haupt- und Finanzausschuss auf der Tagesordnung. Am Donnerstag, 28. Mai, wird das Stadtparlament um Zustimmung gebeten.

Zur Startseite Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen