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Thomas Reiter: Astronaut fliegt auf Geschichtsbuch

Von Viel Lob aus der Fachwelt und großer Zuspruch von den Bürgern der Hugenottenstadt: Historikerin Heidi Fogel scheint mit ihrem „Neu-Isenburger Geschichtsbuch“ alles richtig gemacht zu haben. Da das Angebot die Nachfrage der Leser nicht mehr deckte, hat der Verlag jetzt reagiert. Und ein berühmter Sohn der Stadt bekennt sich schon als Fan.
Astronaut Thomas Reiter signiert „seine Seite“ des Geschichtsbuches. Autorin Heidi Fogel (von links), Sponsor Erwin Nöske, Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner und Bürgermeister Herbert Hunkel freuen sich. Foto: Leo F. Postl Astronaut Thomas Reiter signiert „seine Seite“ des Geschichtsbuches. Autorin Heidi Fogel (von links), Sponsor Erwin Nöske, Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner und Bürgermeister Herbert Hunkel freuen sich.
Neu-Isenburg. 

Es ist eine kleine, aber feine Erfolgsgeschichte – und sie geht jetzt in die nächste Runde: Mit ihrem „Neu-Isenburger Geschichtsbuch“ veröffentlichte die Historikerin Heidi Fogel nach drei Jahren intensiver Recherche im Auftrag des Vereins für Geschichte, Heimatpflege und Kultur Neu-Isenburg (GHK) im vergangenen Jahr ihr Großprojekt „Von der Hugenottensiedlung zur modernen Stadt“.

„Ein wertvolles Werk“

Seither, so Verleger Andreas Thiele von der Firma mt Druck, die für die Herstellung des Buchs verantwortlich zeichnet, ging das „Buch weg wie warme Semmeln“, war mit seiner Auflage von 1000 Exemplaren nach nur einem Jahr bereits vergriffen. Da erscheint es nur konsequent, dass der Verlag jetzt die zweite Auflage, leicht überarbeitetund mit 800 Exemplaren veröffentlicht.

„Wir hatten alle nicht daran gedacht, dass sich die erste Auflage so gut verkaufen würde“, zeigt sich Heidi Fogel immer noch überrascht von dem Erfolg. Ebenso erfreut habe sie die guten Rezensionen in der Fachwelt – „zumal die Kunst, Laien historisches Wissen zu vermitteln, nicht unbedingt hoch angesehen ist in meiner Zunft.“

Als Überraschungsgast war auch Astronaut Thomas Reiter auf der Magistratspressekonferenz eingeladen, um über seine Projekte zu plaudern. Dabei bekannte sich der Neu-Isenburger Star-Astronaut und Ehrenbürger auch als Fan des Buches von Heidi Fogel: „Auch wenn ich es noch nicht ganz lesen konnte: Ich finde, es ist ein wertvolles Werk. Es gibt mir ein tolles, warmes Gefühl, über den Ort zu lesen, an dem ich groß geworden bin.“, meinte der sympathische Weltraumforscher, nach dem im nächsten Jahr eine Straße im Neu-Isenburger Gewerbegebiet benannt werden soll. Bürgermeister und GHK-Vorsitzender Herbert Hunkel legte ihm schon mal einen konkreten Schmöker-Tipp ans Herz: „Schlagen Sie mal Seite 293 auf: Da stehen Sie drin!“

Im Übrigen war auch Hunkel selbst voll des Lobes über das 311 Seiten starke Werk, das nach seiner Wahrnehmung bei den Neu-Isenburgern einen Nerv getroffen habe: „Was mich begeistert hat, ist, dass es ein wissenschaftliches Werk ist, das sich sehr gut lesen lässt.“ Viele eingefleischte Neu-Isenburger hätten ihn schon darauf angesprochen. Das zeige ihm: „Isenburger lieben ihre Geschichte und pflegen eine besondere Erinnerungskultur.“ Die wiederum wirke in die Gegenwart, wo sie die Grundlage der Willkommenskultur unserer Stadt liefere.

Harte Zeiten – starke Typen

Das „Neu-Isenburger Geschichtsbuch“ beginnt mit der Gründung der Siedlung durch französische Glaubensflüchtlinge, die 1699 von Graf Johann Philipp von Isenburg-Offenbach im Wald südlich von Frankfurt Land und Privilegien erhielten.

In ihrem Buch beschreibt die Autorin ferner die unruhigen Zeiten, als der Ort am Luderbach großherzoglich-hessisch wurde, die Entwicklung des Dorfes zur Stadt und die Industrialisierung der heute 37 500 Einwohner zählenden Kommune. Die Leser erfahren zudem mehr über Persönlichkeiten wie Bertha Pappenheim, die den Jüdischen Frauenbund und ein Heim in der Stadt gegründet hat.

Außerdem widmen sich Kapitel den Stadtteilen Zeppelinheim und Gravenbruch sowie dem Thema „Neu-Isenburg unter dem Hakenkreuz“. Der Zeit des Wirtschaftswunders ist ebenfalls ein Teil gewidmet.

Das Neu-Isenburger Geschichtsbuch ist zum Preis von 34,50 Euro vom 11. Dezember an in allen Buchhandlungen erhältlich.

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