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Tag des Ehrenamts: „Engagement macht stark“

Beim Tag des Ehrenamts im Landratsamt stand vor allem die Hilfe für Flüchtlinge im Fokus. Diese geht über die bloße Unterbringung der Betroffenen hinaus.
Viele Aktive kamen zum Tag des Ehrenamts, zu dem der Kreis zum Dank für umfassendes Engagement  eingeladen hatte. Links Thomas Will.	Foto: Erlenbach Viele Aktive kamen zum Tag des Ehrenamts, zu dem der Kreis zum Dank für umfassendes Engagement eingeladen hatte. Links Thomas Will. Foto: Erlenbach
Kreis Groß-Gerau. 

In der Adventszeit lädt der Kreis Groß-Gerau regelmäßig zum Tag des Ehrenamts ein. Landrat Thomas Will (SPD) verdeutlichte im vollen Georg-Büchner-Saal des Landratsamts den Zweck der Veranstaltung, die von der Musikgruppe „Handkäs mit Orange“, einem kabarettistischen Vortrag von Franz Josef Euteneuer sowie Informationen zum Thema „Beratung und Betreuung von Flüchtlingen“ abgerundet wurde.

Will sprach seine Anerkennung jedem Gast aus, der ständig zeige, dass er auch für andere Menschen da ist und sich für das, was um ihn herum passiert, zuständig fühlt. Der Tag des Ehrenamts diene als Anerkennung für viele Stunden freiwillig geleisteter Arbeit, die für die Gemeinschaft aufgebracht wurden, aber auch als Würdigung für gelebte Solidarität und Nachbarschaftshilfe.

In die Begrüßung schloss der Landrat Marco Bresciani vom Caritasverband und Cornelia Bertram vom Diakonischen Werk ein. Sie koordinieren die ehrenamtliche Betreuung von Flüchtlingen im Kreis. Viele Helfer übten mit Flüchtlingen deutsche Grammatik, Vokabeln und die Aussprache. Die Helfer seien den Menschen aber auch bei Behördengängen behilflich und beschafften Fahrräder für Besorgungen, um ein gutes Klima der Willkommenskultur zu schaffen.

 

Auf abenteuerlichen Wegen

 

Eine menschenwürdige Unterbringung von bisher mehr als 700 Flüchtlingen aus Pakistan, Äthiopien, Syrien und Somalia, die teilweise auf abenteuerlichen und lebensgefährlichen Wegen nach Deutschland gekommen seien, müsse das Ziel sein, betonte Will. Im kommenden Jahr werde sich die Zahl der Flüchtlinge erhöhen, die der Kreis nach einem festgelegten Schlüssel aufnehmen müsse. Das koste Anstrengung, denn Wohnraum sei sehr knapp. Weil es nicht anders gehe, würden Hotels angemietet, in denen Flüchtlinge erst einmal ein Dach über dem Kopf hätten.

Darüber hinaus müssten viele Dinge des täglichen Lebens geregelt werden. Nicht alles sei automatisch gut, wenn die Flüchtlinge erst einmal eine Bleibe hätten. Das Leben in Provisorien und auf engstem Raum sorge für Konflikte. „Willkommen“ heiße auch, Neuankömmlinge mit dem Leben in Deutschland vertraut zu machen. Der Kreis gebe den Betroffenen Sicherheit, ehrenamtliche Helfer gäben eine Heimat. „Wer sich ehrenamtlich engagiert, macht uns stark und solidarisch“, sagte der Landrat.

 

Lebens- und liebenswert

 

Hessenweit setzen sich zwei Millionen Frauen und Männer freiwillig für die Gemeinschaft ein. Mehr als 88 000 Bürger seien im Kreis Mitglieder in 165 Sportvereinen. Dass der Kreis lebens- und liebenswert bleibe, sei wichtig. Es werde künftig noch mehr ehrenamtliches Engagement benötigt. Will stellte auch das neue Heft „Fit fürs Ehrenamt“ vor. Es ist bereits die 14. Ausgabe. Ehrenamtliche können sich bei Kursen der Kreisvolkshochschule kostenfrei weiterbilden – ob zu den Themen Buchführung, Vereinsrecht, Rhetorik oder Öffentlichkeitsarbeit.

(fnp)
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