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Streit um Kiesabbau am Waldsee: Grüne wollen die Rodung von weiterem Bannwald verhindern

Von Das Regierungspräsidium hat der Firma Sehring die Genehmigung erteilt, für den Kiesabbau am Langener Waldsee weitere 8,1 Hektar Bannwald zu roden. Das ruft die Grünen im Kreistag auf den Plan.
Die Firma Sehring darf zum Kiesabbau am Langener Waldsee weiteren Bannwald roden. Die Grünen kritisieren, dass wirtschaftliche Interessen über die ökologische Wertigkeit gestellt würden. Die Firma Sehring darf zum Kiesabbau am Langener Waldsee weiteren Bannwald roden. Die Grünen kritisieren, dass wirtschaftliche Interessen über die ökologische Wertigkeit gestellt würden.
Kreis Offenbach/Langen. 

Die Grünen im Kreis Offenbach wagten gestern im Kreistag einen Vorstoß, um den Bannwald am Rande des Langener Waldsees zu retten. In ihrem – später in der Abstimmung gescheiterten – Antrag riefen sie die Vertreter des Kreises in der Regionalversammlung dazu auf, gegen den Vergleich im Normenkontrollverfahren zu stimmen.

In der vergangenen Woche hatte das Regierungspräsidium in Darmstadt der Firma Sehring die Genehmigung erteilt, weitere 8,1 Hektar des Waldes zur Auskiesung zu roden. Zudem plant die Koalition aus CDU und SPD in der Regionalversammlung das Gesamtareal im Regionalplan wieder zu einer „Vorrangfläche für den Abbau von Kiessand“ zu machen sowie gleichzeitig für den Waldsee ein neues Konzept für Freizeit und Erholung erarbeiten zu lassen. In der vorherigen Legislaturperiode hatte die rot-grüne Koalition die Fläche noch zu einem Vorranggebiet für Forst, Regionalpark und Grundwasserschutz ausgeschrieben.

„In diesem neuen Kompromiss soll es nur um die Freizeitmöglichkeiten und die wirtschaftlichen Interessen gehen. Um die ökologische Wertigkeit dieses Areals geht es in keinem Moment“, kritisierte Raimund Butz, Fraktionssprecher der Grünen. Unterstützung bekam die Ökopartei lediglich von der parteilosen Natascha Bingenheimer. „Wer sich die Situation an Ort und Stelle ansieht, wie dort eine riesige Wunde in den Wald gerissen ist, der wird mir zustimmen: Was am Langener Waldsee passiert, ist ein umweltpolitischer Skandal“. Es gehe in der Diskussion immer nur um die wirtschaftspolitischen Interessen – zulasten der Natur.

Hubert Gerhards (CDU) erklärte, dass die Firma Sehring auf die Ausweisung des Geländes angewiesen sei und das Unternehmen alle Auflagen stets zu 100 Prozent erfüllt habe. Der Vergleich sei jetzt die Chance, die seit Jahren andauernden, komplexen rechtlichen Auseinandersetzungen zum Abschluss zu bringen. „Angesichts der regen Bautätigkeiten in der Region ist eine Rohstoffversorgung erforderlich, um weite Anfahrtswege zu vermeiden“, betonte Gerhards, dass dies auch eine ökologische Entscheidung sei.

Kai Gerfelder (SPD) erinnerte daran, dass die Entscheidung über die Zukunft des Bannwalds nicht im Kreis Offenbach liege. Dieser Entschluss liege mit gutem Grund bei der Regionalversammlung.

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