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YoungCaritas: Kleine Handwerker, großer Eifer

Von Bei einer Aktion von YoungCaritas drehte sich alles um das Thema „Zusammenhalt“. Dazu starteten Kinder zu einer Foto-Safari durch die Untermainstadt. Außerdem wurden Sitzmöbel aus Paletten zusammengezimmert.
Das kommunikative Spiel  bietet Hannah Beck (von links), Sara Gouhar und Nadia Harrouni Gelegenheit für gesellschaftspolitische Diskussionen. Bilder > Das kommunikative Spiel bietet Hannah Beck (von links), Sara Gouhar und Nadia Harrouni Gelegenheit für gesellschaftspolitische Diskussionen.
Kelsterbach. 

Da wurde gehämmert, gebohrt, geschraubt und gemalt, und unweigerlich stellten sich auf dem Platz vor der katholischen St. Markuskirche Erinnerungen an das Kinderlied „Wer will fleißige Handwerker sehen, der muss zu uns Kindern gehen“ ein. Dort nämlich hatten sich etwa 25 Kinder und Jugendliche eingefunden, die sich an der Aktion „Lass mal zusammenHALT machen“ der YoungCaritas beteiligten.

Teil dieses Programms, mit dem die Caritas durch Deutschland tourt, war das gemeinsame Bauen und Gestalten von Sitzbänken, die aus Paletten zusammengezimmert wurden. Mit Feuereifer waren die jungen Handwerker, Kinder der Karl-Treutel-Schule und des katholischen Kindergartens St. Elisabeth sowie junge Flüchtlinge, dabei, zunächst mit Schmirgelpapier das Holz glattzuschleifen. Unter fachkundiger Anleitung von Helfern der Caritas wurden die nunmehr splitterfreien Paletten mittels Winkeleisen zu robusten Sitzmöbeln zusammenzufügen. Letzter Akt war dann das Bemalen der Sitzbänke in den Farben Rot und Weiß. Diese seien gewählt worden, so Jessica Ranitzsch von der Caritas Kelsterbach, weil sie zum einen die Farben der Untermainstadt und zum anderen jene der Caritas seien.

Kleine Ausstellung

Zu der Aktion hatten Caritas und städtische Jugendförderung eingeladen, um Kinder und Jugendliche zu motivieren, sich mit der Thematik „Zusammenhalt“ auseinanderzusetzen. Dazu hatte sich bereits eine kleine Gruppe von etwa zehn Kindern an der Mensa der Integrierten Ganztagsschule getroffen, um von dort aus Motive in der Stadt zu suchen, die etwas mit dem Thema „Zusammenhalt“ zu tun haben, und diese fotografisch festzuhalten.

Herausgekommen ist dabei eine kleine Fotoausstellung, die gleichfalls auf dem Vorplatz der St. Markuskirche zu bewundern war. Zu sehen sind auf den Bildern Spielplätze, öffentliche Gebäude wie das Haus Weingarten, auch ein Einsatzfahrzeug der Caritas, Parkanlagen, Kunstinstallationen aber auch eine Halskette aus Gummibären. Dazu hörten die Besucher der Ausstellung Erläuterungen der jungen Fotografen. Auf die Frage, warum sie einen flotten Porsche abgelichtet hatten, erklärten die drei Jungen des Foto-Teams, dass sie sich für tolle Autos interessieren. Auch dieses gemeinsame Interesse wurde als Art des Zusammenhalts gewertet.

Vierter Standort gesucht

Eine Besonderheit erwartete die Besucher auf der Rückseite des Tourfahrzeugs von YoungCaritas, das Busspiel, bei dem die Teilnehmer mit Magnetsteinen über ein Spielfeld wandern konnten und sich an besonderen Punkten zu allgemeinen gesellschaftlichen Themen äußern konnten. Da war etwa die Frage: „Mit wem möchten Sie nicht in einem Fahrstuhl stecken bleiben?“ Hannah Beck vom YoungCaritas-Team stellte dann erfreut fest, dass es den beiden Teilnehmerinnen des Spiels, Sara Gouhar und Nadia Harrouni, schwer fiel, da ad hoc einen Namen zu nennen. Am häufigsten werde übrigens US-Präsident Donald Trump genannt, so Hannah Beck. Andere Fragen befassten sich etwa mit der Situation von Senioren oder Behinderten in der Gesellschaft, und jede löste umgehend kleinere Diskussionen aus.

Die Tour von YoungCaritas startete in Mannheim, nächste Station nach Kelsterbach ist Gelsenkirchen. Dann folgen weitere im Ruhrgebiet. Schlusspunkt ist der Caritas-Kongress für gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin im März 2019, bei dem auch die Ergebnisse der Tour gezeigt werden. Die vier Sitzmöbel aus Paletten übrigens verschwinden nicht einfach in der Versenkung. Sie werden bei der Caritas, am Jugendzentrum und am Bürgertreff Mainhöhe einen Platz finden. Für die vierte Bank wird noch ein Standort gesucht.

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