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DLB-Gelände: Rohbau für Multifunktionsgebäude in der Hugenottenallee steht

Von Handwerker, IT-Unternehmen, Werbeagenturen, aber auch Verkaufsflächen, Produktionsräume, Büros und Lager – sie alle sollen bald genügend Platz und eine gute Adresse in der Hugenottenallee 169 finden. Bauherren und Stadt präsentierten gestern schon mal den modernen Rohbau und zeigten sich zufrieden mit der bisherigen Entwicklung.
Bürgermeister Herbert Hunkel (2. von rechts) freut sich mit den Investoren und Verantwortlichen  über den Rohbau in der Hugenottenallee. Bürgermeister Herbert Hunkel (2. von rechts) freut sich mit den Investoren und Verantwortlichen über den Rohbau in der Hugenottenallee.
Neu-Isenburg. 

Es geht voran in Sachen Multifunktionsgebäude in der Hugenottenallee 169: Zusammen mit den Verantwortlichen des Bauherren, des Neu-Isenburger Familienunternehmens Westphal Immobilien, hatte die Stadt mit Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos), Erstem Stadtrat Stefan Schmidt (CDU) und der Leiterin der Wirtschaftsförderung, Andrea Quilling, bei sonnigem Herbstwetter gestern zum Ortstermin im Rohbau eingeladen. Vor allem Start-Up-Unternehmen schätzen die Vorzüge des Modulsystems des zweistöckigen Gebäudes: Büro-, Lager- und Produktionsflächen verschiedener Größen können nach Wunsch und Bedürfnissen der Mieter kombiniert werden.

Gut für die Stadtentwicklung

Gesamtprojektleiter Peter A. Jenny schwärmte denn auch mit liebenswürdigem Schweizer Akzent von den insgesamt neun Mieteinheiten auf einer Gesamtfläche von rund 3000 Quadratmetern – nach ökologischen Gesichtspunkten gebaut und mit vielen Annehmlichkeiten versehen wie Duschen für jene, die mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt bezifferte er auf 5,5 Millionen Euro. Die Ausgaben insgesamt schätzte er auf 25 Millionen Euro. Im Frühsommer 2019 soll das Multifunktionsgebäude einzugsfertig sein.

„Im Sinne der Stadtentwicklung können wir uns eigentlich nichts Schöneres wünschen“, freute sich Hunkel und bedankte sich für die harmonische Umsetzung bei Gesellschafterin Sabine Westphal Abrezol. Am Anfang, berichtete er, stand der Wunsch, eine Fläche von 15 000 Quadratmetern im besten Gewerbegebiet der Stadt, die weitgehend zur Lagerung von Sand und Steinen verwendet wurde, besser zu nutzen. Ein paar Steine galt es tatsächlich aus dem Weg zu räumen, darunter den Umzug des Betriebshofes 2009 an den Standort der Stadtgärtnerei. Im Jahr 2014 hatten die städtischen Gremien dem Verkauf des ehemaligen Geländes des Dienstleistungsbetriebs (DLB) in der Hugenottenallee zugestimmt.

Im Dezember 2015 konnten das Unternehmen Westphal Immobilien und die Stadt den Kaufvertrag für das Grundstück notariell beurkunden. Die rund 15 000 Quadratmeter sollen zur Erweiterung des angrenzenden Westphal Gewerbeparks dienen, auf dem sich mittlerweile mehr als 60 mittelständische Unternehmen angesiedelt haben. „Wir freuen uns sehr, über diese Entwicklung auf dem ehemaligen DLB-Gelände und sehen darin eine gute Ergänzung zur geplanten Bebauung des Stadtquartiers Süd. Gleichzeitig bedanken wir uns bei Westphal Immobilien für die Entscheidung, in Neu-Isenburg erneut zu investieren“, so Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt.

„Wichtige Synergien“

Die meisten Isenburger kannten den Betriebshof in der Hugenottenallee 169 als Wertstoffhof, der für die Entsorgung von Müll und Wertstoffen zur Verfügung stand. Neben den Entsorgungsmöglichkeiten beherbergte der Betriebshof auch ein Verwaltungsgebäude sowie Garagen und Werkstätten. Bis zum Jahr 2009 koordinierte der Dienstleistungsbetrieb der Stadt Neu-Isenburg von hier die Felder Abfallwirtschaft, Straßenreinigung, Abwasser, Winterdienst, Verkehrssicherung und verschiedene Werkstätten. Im Jahr 2009 wurde der DLB mit allen seinen Abteilungen in die Offenbacher Straße 174 verlegt, wo zuvor schon seit langem die Stadtgärtnerei angesiedelt war.

„Damit haben wir wichtige Synergien geschaffen, Wege verkürzt, Verwaltungsaufwand verringert und die Verkehrsbelastung durch die Fahrzeuge des DLB sowie den Wertstoffhof an den Stadtrand verlegt. Gleichzeitig ist ein wertvolles Gewerbegrundstück in zentraler Lage im Gewerbegebiet Süd, dem größten Neu-Isenburger Gewerbegebiet, frei geworden und ermöglicht eine gut strukturierte Weiterentwicklung des Gebietes“, erklärte Herbert Hunkel.

Was dem Stadtoberhaupt besonders am Herzen lag: Mit den Investoren habe die Stadt einen Familienbetrieb gewinnen können, der fest in Neu-Isenburg verwurzelt sei und ein offenes Ohr und Herz auch für soziale Belange habe. Das zeige sich auch darin, dass die Dino-Bahn, die regelmäßig Spenden für die Kinderkrebshilfe einfährt, weiterhin eine kostenfreie Heimat auf dem Gelände findet. „Solange es die Bahn gibt, wird sie hier Asyl finden“, machte Hunkel deutlich.

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