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Karneval in Neu-Isenburg: Schau, die Neuen im Narrenbau: Prinzenpaar Uwe I. und Andrea I.

Von Die Geheimhaltung um das neue Prinzenpaar in Neu-Isenburg war gelungen. Bis die beiden Tollitäten den Saal der Hugenottenhalle betraten, war das Rätselraten groß.
Majestätisch grüßt das neue Prinzenpaar Prinz Uwe I. und Andrea I., eingerahmt von Mathias Wolf (links), Claus Eichler (hinten), Dennis Milkaus (rechts) sowie Annette Knitter (rechts). Majestätisch grüßt das neue Prinzenpaar Prinz Uwe I. und Andrea I., eingerahmt von Mathias Wolf (links), Claus Eichler (hinten), Dennis Milkaus (rechts) sowie Annette Knitter (rechts).
Neu-Isenburg. 

Wer wird wohl das neue Neu-Isenburger Prinzenpaar sein, fragten sich viele der Besucher der Eröffnungsfeier zur diesjährigen Karnevalssaison am Samstagabend in der Hugenottenhalle. Einige hatten sogar Bedenken, dass es keines geben würde. „Dann sollen halt die alten noch ein Jahr dranhängen, so etwas Ähnliches gab es ja schon einmal“, sagte ein Narr, und spielte damit auf das Beispiel von Prinz Fritz I. und Prinzessin Brigitte I. an, die in der Session 2011/2013 und 2014/2015 die Isenburger Narren zum Sturm auf das Rathaus führten. „Wieso nicht ein drittes Mal?“, scherzte ein anderer.

Horst Knippel trug eine gereimte Einladung für das Prinzenpaar vor. Bild-Zoom
Horst Knippel trug eine gereimte Einladung für das Prinzenpaar vor.

Für Spannung war jedenfalls gesorgt, denn es war nicht das kleinste Gerücht nach draußen gedrungen, wer das neue Prinzenpaar sein würde. Und die, die es wissen musste, Annette Knitter, zeigte sich wie immer völlig unwissend. Elf Böller aus der Beschallungsanlage kündigte, dann den offiziellen Beginn der närrischen Inthronisierungsfeier an – es war 19.11 Uhr.

Bestens aufgelegte Schar

So begrüßte die Vorsitzende des Arbeitskreises karnevaltreibender Vereine in Neu-Isenburg (AKVN) die schon bestens aufgelegte Narrenschar, insbesondere jedoch das bereits am Aschermittwoch entmachtete Prinzenpaar, Prinz Tim I. und Prinzessin Angi I. „Gell, ihr würdet es auch noch mal machen?“, so die verwirrende Frage von Annette Knitter – und beide nickten. Willkommen geheißen wurden auch Watz und Oberlump aus der Isenburger Narrentradition, sowie Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner, Bürgermeister Herbert Hunkel und erster Stadtrat Stefan Schmitt.

Martina Liedtko mit Urkunde und ihrem Stern von Isenburg. Bild-Zoom
Martina Liedtko mit Urkunde und ihrem Stern von Isenburg.

Bevor ein neues Prinzenpaar inthronisiert werden kann, muss das alte erst einmal entthronisiert werden. Also musste Prinz Tim I. seine Insignien abgeben, nur Prinzessin Angi I. durfte ihr Krönchen als Erinnerung an ihre schöne Zeit an der Spitze der Isenburger Narren behalten. „Es war eine wirklich tolle, wenngleich anstrengende Zeit, aber wie würden es glatt wieder tun“, so die beiden Tollitäten. Viele schöne Erlebnisse werden als bleibende Erinnerung für beide noch lange nachwirken.

Die Minigarde der Schwarzen 11, trainiert von Stefanie Wittkowski und Lilli Litzenberg, eröffnete den Gardereigen. Larissa Werner vom KV „Die Watze“ erfreute die Gäste mit ihrem Solotanz, und Torsten von Juterzenka trat als erster in die Bütt. Aber wo blieb das neue Prinzenpaar? Die Cappuccinos mit Norbert Engl, Wolfgang Paul und Stefan Ritzel brachten mit ihren „Närrischen Isenborjer Hymnen“ wieder beste Stimmung in die Reihen der Gäste. Witzi und Flitzi, Lilli Litzenberger und Dalina Walter wirbelten über die Bühne und wurden mit großem Applaus bedacht.

„Ich will jetzt endlich wissen, wer das neue Prinzenpaar ist“, sagte eine Närrin, welche die Spannung nicht mehr aushalten konnte. Annette Knitter gab noch ein paar Tipps: „Also, wenn man die Körpergröße der beiden addiert und das Mittel daraus nimmt, dann . . .. Und wenn man das auch mit deren Schuhgröße macht. . .“ Ein Ruf aus der Besucherschar: „Jetzt sag doch einfach, wer es ist.“

Zepter und Krönchen

Dann war es so weit. Die Gardedamen standen bereit und führten, unter den Klängen des Narhallamarsches, das neue Prinzenpaar in den Saal. Es waren Uwe Fräger und seine Frau Andrea. Da staunten viele nicht schlecht.

Nachdem der Applaus für die neuen Tollitäten verklungen war, gab es das Zepter und die Prinzenmütze für Uwe I., rockenden Adler von der Partyzunft, sowie das Krönchen für Prinzessin Andrea I., vom schöpferischen Gedanken, Freifrau von der Trainerban. „Ihr könnt Euch alle auf eine ganz tolle Narrenzeit mit uns freuen“, versprach das Prinzenpaar. Der 41-jährige Bürokaufmann und die 39-jährige Speditionskauffrau werden nun bis zum Aschermittwoch die Regenten der Isenburger Narren sein.

Nach der Inthronisation mit dem Eid auf die Isenburger Fastnacht, tanzte zu Ehren des neuen Prinzenpaares die Garde der Watze, trainiert von Jelena Glückler und Prinzessin Andrea I. Iris Hess erfreute die Narrenschar mit ihrem Vortrag in der Bütt, es folgten die Firegirls der Watze mit ihrem Schautanz.

Doch die Inthronisierungsfeier bietet auch den passenden Rahmen, um besonders engagierte Narren auszuzeichnen – diesmal war es eine Närrin. Martina Liedtko, die sich über viele Jahre mit besonderem Herzblut, ob als Moderatorin, mit Büttenreden oder auch bei der Organisation von Veranstaltungen, für den Neu-Isenburger Karneval engagiert hat, wurde mit der höchsten Auszeichnung des AKVN, dem Stern von Isenburg, geehrt. Tosender Beifall der Narren im Saal bestätigte die Verdienste von Martina Liedtko.

Nach der Vorstellung der Lumpenmontagsplakette, einer Krone mit den Symbolen von Watz und Oberlump, sowie den Namen des Prinzenpaars, erfolgte die Gratulation der Gäste für Prinz Uwe I. und Prinzessin Andrea I.

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