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Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg: Sie leben die Willkommenskultur

Von Der Verein „Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg“ engagiert sich für die Menschen, die in der Hugenottenstadt Zuflucht suchen. Dafür gab es jetzt den mit 1500 Euro dotierten Integrationspreis.
Klaus Peter-Decker hielt die Festrede zur Verleihung des Preises. Bilder > Foto: Leo F. Postl Klaus Peter-Decker hielt die Festrede zur Verleihung des Preises.
Neu-Isenburg. 

Die Verleihung des Integrationspreises der Stadt Neu-Isenburg ist für sich selbst gesehen, schon ein besonderes Ereignis. Doch diesen Preis am Tag der offiziellen Stadtgründung zu verleihen, gibt dieser besonderen Auszeichnung einen noch höheren Stellenwert. Auf Anregung des Ausländerbeirates, doch besondere Bemühungen um die Integration von ausländischen Mitbürgern eine Auszeichnung zur besseren öffentlichen Wahrnehmung zukommen zu lassen, schuf die Stadt den Integrationspreis. Dieser mit 1500 Euro dotierte Preis wurde 2010 erstmals der Nachbarschaftshilfe Gravenbruch verliehen.

Auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung wird der Integrationspreis alle vier Jahre vergeben, nach 2010 jetzt zum zweiten Mal. Der Jury gehörten Ingrid Bickmann, Gene Hagelstein, Michéle Küchemann, Helga Gräber, Heinrich Lang, der Vorsitzende des Ausländerbeirates Sarantis Biscas und Bürgermeister Herbert Hunkel an. Ihre Entscheidung fiel auf den Verein „Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg“, der 1984 gegründet wurde.

Angesichts der vermehrten Flüchtlingsnot Ende 2013 hat sich der Verein neu belebt. Viele Menschen aller Altersgruppen, Kulturen, konfessionellen oder politischen Richtungen schlossen sich an. „Durch ihr Engagement heißen sie diejenigen, die hier in unserer Stadt Zuflucht suchen, willkommen und unterstützen sie in allen Belangen des täglichen Lebens. Der Preis soll sowohl das herausragende Engagement der bei der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich tätigen Personen honorieren, als auch die Willkommenskultur in der Stadt unterstreichen“, so Bürgermeister Herbert Hunkel.

Die Festrede hielt Klaus-Peter Decker: „Es mag wohl ein genau so heißer Tag wie heute gewesen sein, als 30 Haushaltsvorstände der neuen Siedlung Neu-Isenburg im Westen der Gemarkung des Grafen Johann Phillip zu Ysenburg und das gräfliche Schloss nach Offenbach gingen, um dort die Huldigung, also den Treueid abzulegen“, schilderte Decker am Freitagabend den Gästen im Rathaus. Der Festredner schilderte die Gründe und Begleitumstände der Ansiedlung von Glaubensflüchtlingen aus dem Süden von Frankreich.

Unter großem Applaus und unter Anwesenheit vieler neu angekommener Flüchtlinge, überreichten Hunkel und die Stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Ingrid Bickmann, den 2. Integrationspreis an die Sprecher der Flüchtlingshilfe Neu-Isenburg, an Ute Marschalk, Michael Kaul und Pfarrer Matthias Loesch. Als Zugabe überreichte Hunkel noch den Erlös aus der Aktion des Dienstleistungsbetriebs von 1350 Euro. Ulla Schaich, Einrichtungsleiterin der Seniorenpflegeheim Domicil in Neu-Isenburg, überbrachte einen weiteren Scheck über 1200 Euro, dieser Betrag stammt aus dem Erlös eine Tombola anlässlich des Tages der offenen Tür ebenfalls.

Die Preisverleihung wurde den Sinti Philharmonikern Robert Majoros (Bratsche) und Sergio Katz (Geige) musikaliosch umrahmt.

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