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Flüchtlingsbetreuung: Stadt will Helfer besser vernetzen

Von Mitglieder des Sozialausschusses in Dreieich besichtigten die neue Unterkunft für Flüchtlinge in der Benzstraße. Das Camp dient auch als Puffer, denn die nächste Flüchtlingswelle wird schon diesen Sommer erwartet.
Karin Scholl (Mitte) führte mit Andrea Lindmüller (r.) Ulrike Walter (l.) am Dienstag durch die neue Flüchtlingsunterkunft am JUZ Benzsstraße. Karin Scholl (Mitte) führte mit Andrea Lindmüller (r.) Ulrike Walter (l.) am Dienstag durch die neue Flüchtlingsunterkunft am JUZ Benzsstraße.
Dreieich. 

An ungewohntem Ort und reichlich kuschelig tagte der erste Sozialausschuss der neuen Legislaturperiode. Die Stadt hatte die Mitglieder zur Besichtigung der fertiggestellten Flüchtlingseinrichtung, der Containeranlage auf dem Gelände des Jugendzentrums Benzstraße, eingeladen. In den doch recht wohnlich gestalteten Zimmern können ab sofort 44 Menschen unterkommen.

Flüchtlinge wollen kochen

„Wir haben aus den Erfahrungen in der Damaschkestraße gelernt und direkt komplette Küchen verbaut“, erklärte Karin Scholl vom Integrationsbüro der Stadt Dreieich. Dort hatte sich herausgestellt, dass auch in größeren Gemeinschaftsunterkünften Catering keine gute Lösung ist, weil die Menschen lieber selber kochen. Obwohl es sich um Container handele, sei die Einrichtung überaus gut gelungen, befand Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD).

Nachdem Max Schiemann (SPD) zum Ausschussvorsitzenden gewählt wurde und Ulrike Walter (CDU) und Christian Barufke (Grüne) zu seinen Stellvertretern bestimmt waren, berichtete Bürgermeister Zimmer dann ganz allgemein über die aktuelle Flüchtlingssituation in der Stadt.

„Der Druck hat deutlich nachgelassen, waren es manchmal 15 bis 20 Leute die montags aus dem Kreis zugewiesen wurden, sind es derzeit nur noch zwei bis drei Leute“, sagte das Stadtoberhaupt. Es ist nun an der Zeit, einmal kurz „durchzuschnaufen“, denn die Nerven hätten „manches Mal blank gelegen“, gestand der Rathaus-Chef ein.

Die neu geschaffene Unterkunft sei die größte, die Dreieich bisher habe. Die dezentrale Unterbringung – Dreieich hat in 80 Wohnungen, Häusern und Unterkünften Menschen auf die ganze Stadt verteilt – habe sich bewährt, allerdings sei die Betreuung der Menschen eine echte Herausforderung.

Neue Welle erwartet

„Ohne das Netzwerk Flüchtlingshilfe und die vielen ehrenamtlichen Helfer könnten wir einpacken“, erklärte Dreieichs Integrationsbeauftragte Karin Scholl den Mitgliedern des Sozialausschusses. Derzeit werde daran gearbeitet, die ehrenamtlichen Helfer noch besser miteinander zu vernetzen.

Auch wenn etwas Entspannung eingetreten sei, keiner könne derzeit sagen, wie die weitere Entwicklung laufe. „Aber wir gehen von einer neuen Welle im Sommer aus und sind froh, dass wir jetzt das Haus hier in der Benzstraße als Puffer haben“, so Scholl.

Die nächste große Aufgabe sei es nun, die bereits anerkannten Flüchtlinge in Wohnungen unterzubringen. Zwei städtische Objekte – ein Haus in Offenthal und eines in Sprendlingen – sollen bereits in den folgenden Monaten als Unterkunft für unbetreute und minderjährige Flüchtlinge in Betrieb gehen.

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