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Fontänen laufen wieder: Wasser marsch auf dem Spielplatz Tannenwald

Das Wasser sprudelt wieder am Waldspielpark Tannenwald. Die Anlage im Frankfurter Stadtwald, direkt am Neu-Isenburger Stadtrand gelegen, wurde mit Geld von den beiden Kommunen aufwendig saniert.
Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel haben es sich auf den Steinen gemütlich gemacht, während hinter ihnen das Wasser sprudelt. Foto: Leo F. Postl Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel haben es sich auf den Steinen gemütlich gemacht, während hinter ihnen das Wasser sprudelt.
Neu-Isenburg. 

Drei große Fontänen und viele kleine sprühen Wasser in hohen Bögen auf das neue Pflaster des Waldspielplatzes. Der Probelauf für die Einweihung gestern Nachmittag hat funktioniert. „Ein toller Tag“, freute sich die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne). Und Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) lobte „die gute Zusammenarbeit im Geiste des Nachbarschaftsvertrags von 1958“. Noch sind die Arbeiten am Spielplatz nicht ganz abgeschlossen. Vom 20. Juli an soll er wieder für Familien geöffnet sein – vorausgesetzt, das Gesundheitsamt gibt grünes Licht.

Zuschuss beantragt

Vier Jahre sind seit der Sperrung der Anlage vergangen, „die uns wie ein Schlag mit der Keule traf“, erinnert sich Herbert Hunkel. Umso schneller ging es, nachdem ein Jahr später die gemeinsame Finanzierung beschlossen wurde. „Wegen der hohen Kosten können leider nicht alle defekten Wasserspielplätze gleichzeitig saniert werden“, sagte Heilig. Der Tannenwald stand nicht ganz oben auf der Frankfurter Prioritätenliste, konnte aber vorgezogen werden, weil die Stadt Neu-Isenburg sich finanziell einbrachte.

Insgesamt kostete die Sanierung rund 1,3 Millionen Euro. Die neue Wasserspielanlage schlug mit 870 000 Euro zu Buche – 300 000 Euro davon kamen vom Land Hessen, aus dem Fördertopf „Soziale Stadt“. Das Geld hatte Neu-Isenburg beantragt. Die Hugenottenstadt gab noch mal 200 000 Euro dazu, Frankfurt zahlte 370 000 Euro.

Fernüberwachung

Das Herzstück der neuen Anlage ist das neue, 464 000 Euro teure Betriebsgebäude mit der Wasseraufbereitungsanlage sowie den neuen Toiletten inklusive einer Behinderten-Toilette. Darin steht mit vielen Rohren und Kabeln umbaut ein großer Wassertank. In dem werden dem Wasser chemische Zusätze beigemischt, um es keimfrei zu halten: Chlor, Salzsäure und ein Flockungsmittel.

Das Wasser – etwa 30 Kubikmeter – läuft durch einen Kreislauf, gelangt also vom Wasserspielplatz unterirdisch zurück in ein Filterbassin, von dort in den Tank und zurück zu den Fontänen. Zusätzlich sorgt UV-Bestrahlung für Keimfreiheit. Der Clou der neuen Anlage ist, dass die Überprüfung der Wasserqualität automatisch läuft. Wenn der Chlorgehalt oder der PH-Wert des Wassers sich verändern, dosiert die Anlage selbstständig nach. Mitarbeiter des Grünflächenamts haben per Fernüberwachung alles genau im Blick. Früher musste ständig jemand an Ort und Stelle sein, um nachzudosieren.

Das Gesundheitsamt wird künftig nur noch einmal pro Woche das Wasser auf Keime, vor allem Coli-Bakterien, untersuchen. Die vom Gesundheitsamt und diversen EU-Normen vorgeschriebene Wasserqualität zu halten, ist die Crux aller Wasserspielplätze.

Ältere Anlagen mussten andauernd abgeschaltet werden, wenn zu viele Kinder ins Wasser pullerten oder Keime aus dem Boden in den Wasserkreislauf gelangten.

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