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Hessen Forst: 161 000 Euro Überschuss aus dem Wald für 2018 erwartet

Von Der milde Winter, Hitzewellen und Trockenperioden haben den Bad Camberger Wald gestresst. Dennoch ist die Situation stabil, berichtet Hessen Forst und rechnet im kommenden Jahr mit einem guten Ergebnis leicht unter Vorjahresniveau. Erwartete Einnahmen aus dem Wald: 161 000 Euro.
Der Wald ist eine wichtige Einnahmequelle für die Kommunen. Christian Mertens und Hund Loki sind beim Waldbegang mit Aufmerksamkeit bei der Sache. Foto: Petra Hackert Der Wald ist eine wichtige Einnahmequelle für die Kommunen. Christian Mertens und Hund Loki sind beim Waldbegang mit Aufmerksamkeit bei der Sache.
Bad Camberg. 

114 000 Euro – diesen Überschuss erwartet Hessen Forst in der Bewirtschaftung des Bad Camberger Waldes im kommenden Jahr, sogar 161 000 Euro, wenn die Jagdpacht mit eingerechnet ist. Der Wald ist jährlich eine feste Einnahmequelle für die Kommunen. Für das laufende Forstwirtschaftsjahr 2017 ist ein Überschuss von 124 000 Euro kalkuliert, mit Jagdpacht 170 000 Euro. So die nackten Zahlen. Dahinter verbergen sich witterungsbedingte Einflüsse, strategische Maßnahmen, Waldpflege. Im laufenden Jahr gab es gestresste Bäume – das geht aus dem Forstwirtschaftsplan hervor, den Amtsleiter Johannes Maassen näher erläuterte.

Nachfrage ist stabil

Wie das kommt? „2017 hatten wir wieder einen milden Winter und im Frühjahr und Frühsommer ausgedehnte Hitzewellen mit langen Trockenperioden. Dies stresst kleine und große Bäume, die anfällig werden für Sekundärschäden oder gar gänzlich vertrocknen“, so Maassen. Als wesentliche marktbedingte Störungen nennt er eine zu geringe Abnahme von Eichen-Industrieholz und eine teilweise recht lange Lagerung von Holz im Wald. „Vorausgesetzt, dass wir in 2017 keine größeren Zwangsausfälle mehr bekommen, gehen wir in der nächsten Saison von einer insgesamt stabilen Nachfrage aus, so dass die geplanten Durchforstungen durchgeführt werden können“, so der Forstamtsleiter. Bei den Holzerlösen rechnen die Fachleute im Durchschnitt mit stabilen, teilweise auch leicht ansteigenden Preisen.

Die Holzsorten:

  Eiche: Das Stammholz sei weiterhin sehr gut gefragt. Dies gelte für das Wertholz bis zum Parkett. Problematisch sei weiterhin ein größerer Absatz des Industrieholzes, sagt Maassen.

  Buche: Im Stammholzbereich sei die Nachfrage weiter recht stabil, es mangele aber nach wie vor an einer größeren Anzahl von Sägewerken. Entsprechend müsse auf manchen Käuferwunsch eingegangen werden. Die Lage beim Industrieholz habe sich im Vergleich zum Vorjahr entschärft. „Mussten wir 2016 den Einschlag noch stark regulieren, sind heute der Verkauf von Kronenresthölzern oder anfallenden Durchforstungsmengen wieder in gewünschter Höhe möglich“, so Maassen.

  Fichte: Parallel zur befriedigenden Situation im Baugeschäft sei der Absatz von Fichten-Langholz und -Abschnitten gesichert. Das gelte auch für Zwangsausfälle durch lokale Stürme oder Käferbefall. Da die Qualitätsansprüche im Baugewerbe in den letzten Jahren deutlich gestiegen seien, ließen sich Hölzer aus Zwangsnutzungsmaßnahmen wie Sturmfolgen aufgrund geringerer Qualität leider nur zu herabgesetzten Preisen verkaufen. Nach den Sommerstürmen 2015 seien die Preise wieder stabil bis leicht steigend. Das Industrieholz lasse sich ebenfalls absetzen. Problematisch seien längere Lagerzeiten des Holzes am festen Weg.

  Kiefer, Douglasie, Lärche: Die Marktlage für Douglasie und mit geringer Einschränkung auch für Lärche bleibe anhaltend gut. Auch der Kiefernmarkt habe sich wieder etwas stabilisiert. Zur Marktbelebung wäre eine Steigerung der Abnehmerzahl wünschenswert.

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