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3000 Plätze und mehr für Flüchtlinge

Landrat Michel sucht Wohnungen für Flüchtlinge. Landrat Michel sucht Wohnungen für Flüchtlinge.
Limburg-Weilburg. 

Von derzeit 2570 Plätzen, die zur Unterbringung von Flüchtlingen im Kreis Limburg-Weilburg zur Verfügung stehen, sind 2185 belegt. Das sagte Landrat Manfred Michel (CDU) in der Sitzung des Kreistages im Bürgerhaus in Beselich-Schupbach.

Wie Michel weiter ausführte, benötige der Kreis aber eine noch höhere Aufnahmekapazität. Er gehe von 3000 bis 4000 Plätzen aus. Auf die Frage des Kreistagsabgeordneten und Runkeler Bürgermeisters Friedhelm Bender (SPD), weshalb die Plätze in Notunterkünften in Dehrn und Schadeck noch nicht belegt seien, verwies der Landrat auf kurzfristige Aufschübe bei ankommenden Flüchtlingen. Im Dezember habe der Kreis auf Anordnung des Landes schnell Unterkünfte bereitstellen müssen. Doch dann sei im Januar die Mitteilung erfolgt, alle zur Verfügung gestellten Plätze seien vorläufig nicht notwendig. Was jetzt mit den freien Plätzen geschehe, werde noch vom Land geprüft. Es bestünden mittlerweile ja auch Mietverträge. Noch nicht belegt sind auch Unterkünfte in drei Hallen in Leichtmetallbauweise an der Goetheschule in Limburg.

Michel sprach auch den Bedarf an Sozialwohnungen an. Denn nach der Unterbringung in Notunterkünften müssten Asylsuchende in Wohnungen untergebracht werden. Hier müsse der Kreis zusammen mit den Bürgermeistern gemeinsam nach Wegen suchen. Dabei gehe es auch um den Ankauf von Grundstücken. Das Amt für Gebäudewirtschaft des Kreises habe bereits den Auftrag, in dieser Angelegenheit tätig zu werden. Kreistagsabgeordneter Dieter Oelke von den Grünen fragte den Landrat, wie viele Wohnungen im Kreis benötigt werden. Darauf, so Michel, könne er heute keine genaue Antwort geben.

In der Sitzung des Kreistages informierte der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung (SPD) das Gremium auch über Zahlen, die mit einem steigenden Sicherheitsbedürfnis in Verbindunggebracht werden. Nach den Worten von Jung erlebt die Kreisverwaltung derzeit eine verstärkte Nachfrage nach dem „kleinen Waffenschein“. Im Jahr 2015 seien 111 Anträge gestellt worden, aber in diesem Jahr seien es nach nur wenigen Wochen schon 204 Anträge. Den „kleinen Waffenschein“ können Bürgerinnen und Bürger über 18 Jahre beantragen, um zum Beispiel eine Gaspistole, Reizstoff- oder Schreckschausswaffe mit sich zu führen, allerdings gibt es dabei noch erhebliche Einschränkungen. bl

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