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Flüchtlinge in Hessen: 600 Flüchtlinge in Weilburg

Foto: Nake Batev
Weilburg. 

Mit der Ertüchtigung einer Industriehalle in dem Weilburger Stadtteil Waldhausen schafft die Hessische Landesregierung weitere feste Unterkünfte für Flüchtlinge. Stefan Grüttner (CDU), Minister für Soziales und Integration, informierte gestern darüber, dass in der dortigen Halle bis zu 600 Flüchtlinge untergebracht werden können.

Die Liegenschaft sei in einem hohen Maße geeignet, da eine getrennte Unterbringung von Frauen und Kindern sowie alleinreisenden Männern möglich sei. Zudem verfüge der Standort über ein eigenes Gebäude für Verwaltung und die ärztliche Betreuung; zudem gäbe es die Möglichkeit, einen Speisesaal einzurichten. Die ersten Flüchtlinge, so Grüttner, werden am kommenden Wochenende erwartet. Eine Bürgerinformation ist für den nächsten Montag geplant, 14. September, um 19 Uhr im Bürgerhaus Waldhausen.

Landrat Manfred Michel (CDU) und Weilburgs Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) unterstrichen ihre Bereitschaft, dem Land Hessen bei der Unterbringung zu helfen, heißt es in einer Mitteilung aus Wiesbaden. „Die Hilfe für Menschen auf der Flucht vor Krieg, Terror und Gewalt ist unverzichtbar notwendig, entspricht unseren Überzeugungen von Menschenwürde und unserer christlich-humanitären Grundeinstellung. Mit dieser Arbeit ist uns in Weilburg nunmehr aktuell eine weitere lebenswichtige Aufgabe zugewachsen, der wir uns gemeinsam stellen müssen“, so Bürgermeister Hans-Peter Schick.

Landrat Manfred Michel ergänzte: „Diese ungewöhnliche Situation in Europa verlangt ungewöhnliche Maßnahmen – auch im Landkreis Limburg-Weilburg, auch in der Stadt Weilburg. Die heimische Bevölkerung zeigt mit sehr vielen guten Hilfeleistungen, dass Flüchtlinge bei uns willkommen sind.“

Viel Engagement

Seit Ende Juli gibt es in dem Limburger Stadtteil Staffel ein Zeltcamp, das bis zu 650 Flüchtlingen Platz bietet. In der Freiherr-vom-Stein-Kaserne, die sich auf Diezer Gelände befindet und damit in Rheinland-Pfalz liegt, sollen bis Ende des Jahres rund 700 Flüchtlinge aufgenommen werden.

In Staffel gibt es sehr viel ehrenamtliches Engament für die Flüchtlinge, die Stadt hat dazu ein eigenes Zelt direkt neben dem Camp aufgestellt. In der „Oase“ wird Kleidung verteilt, Spiele angeboten, gibt es Deutschunterricht und vieles mehr. Zunächst sollte das Camp bis Oktober belegt werden.

„Von Januar bis August 2015 haben wir in Hessen 30 382 Zugänge zu verzeichnen“, so Grüttner. Die Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen sei schon mit rund 5500 Menschen und die restlichen Standorte mit weiteren rund 8000 Menschen belegt. Gießen müsse entlastet werden, dazu seien weitere Unterkünfte wie nun in Weilburg notwendig.

Aufgrund der aktuell aus Ungarn in Hessen ankommenden Flüchtlinge und den weiter ansteigenden Flüchtlingszahlen sowie den massiven Korrekturen an den Prognosen durch den Bund stehe Hessen ebenso wie alle anderen Bundesländer vor der Herausforderung, Unterkünfte zu schaffen, um die Frauen, Männer und Kinder unterbringen zu können, macht Grüttner deutlich. jl

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