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Lahntalbrücke – NNP-Forum am 13. Oktober: A3-Brücke: Bürger reden mit

Albert Egenolf geht in die Offensive: Der Unternehmer will die Bürger bei der Planung der in Limburg heftig umstrittenen und bundesweit leidenschaftlich diskutierten „Brücke der Zukunft“ einbeziehen.
Diese neue Perspektive lässt das Projekt im Lahntal viel freundlicher erscheinen. Aber auch dieser Vorschlag ist nur eine Idee, betont der Planer. Die Bürger sollen sagen, wie die »Brücke der Zukunft« aussehen soll. In diesem überarbeiteten Entwurf soll die Untergliederung der Wohntürme durch das mittig gelegene Band aus farbigem Glas in abstrakter, moderner Interpretation die Fenster des Doms aufnehmen. Diese neue Perspektive lässt das Projekt im Lahntal viel freundlicher erscheinen. Aber auch dieser Vorschlag ist nur eine Idee, betont der Planer. Die Bürger sollen sagen, wie die »Brücke der Zukunft« aussehen soll. In diesem überarbeiteten Entwurf soll die Untergliederung der Wohntürme durch das mittig gelegene Band aus farbigem Glas in abstrakter, moderner Interpretation die Fenster des Doms aufnehmen.
Limburg. 

Seit einem Jahr spaltet das Projekt Befürworter und Gegner: Die einen sind fasziniert von der Idee, eine alte Autobahnbrücke zu bebauen statt abzureißen, die anderen befürchten ein Desaster für das Stadtbild und die Umwelt. Beide Seiten schimpfen aufeinander und sprechen übereinander – nur nicht miteinander. Das soll sich ändern. Die NNP lädt die Bevölkerung für den 13. Oktober zu einem Bürgerforum in die Stadthalle ein. Die Uhrzeit steht noch nicht fest.

Auf dem Podium werden Projektplaner Albert Egenolf, Bürgermeister Martin Richard und ein Vertreter der kritischen Initiativen sitzen.

Egenolf will die Bürger aber schon vorher einbeziehen. Er bittet jetzt um Vorschläge für die Fassadengestaltung der Wohntürme und lobt einen Wettbewerb aus. Die ersten drei Preisträger sollen mit 3000, 2000 und 1000 Euro belohnt werden – unabhängig davon, ob das spektakuläre Vorhaben überhaupt genehmigt werden wird.

Den Anstoß gab auch in diesem Fall ein Artikel in der NNP. Die Nachricht vom Abriss der Lahntalbrücke hatte den Dehrner vor drei Jahren „wachgerüttelt“, wie er sagt. Nun war es der Bericht zum „Tag des Denkmals“ über den Dom. Die Limburger hatten demnach so lange gedrängt, bis die Kirche die Farben veränderte. „Wenn es gute Vorschläge gibt, werden wir sie auch umsetzen“, sagte Egenolf der NNP.

Ortsbeiräte kündigen Widerstand an

Der Ortsbeirat von Lindenholzhausen will in einer Allianz mit den anderen Ortsbeiräten der Stadt die Bebauung der Autobahnbrücke verhindern.

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Positive Signale

Der 65-Jährige betonte, dass es bislang nur „Entwurfsgedanken“ gibt. „Wir brauchten ein Gerippe, um die Statik zu berechnen“, erläuterte er. „Das Design kommt später dran.“ Die vorliegenden Gutachten bestätigen nach seinen Angaben, dass die „Brücke der Zukunft“ technisch machbar ist. Ein renommiertes Institut habe außerdem festgestellt, dass die 40 Meter über der Lahn positionierten Wohntürme keine Auswirkungen auf die Frischluftzufuhr hätten. Die Zirkulation finde in zehn Meter Höhe statt.

Der Vertrag mit dem Bund für die Übernahme der Brücke ist auch laut Egenolf noch nicht unterschriftsreif (siehe Bericht unten). Die Juristen seien dabei, Details zu klären und Formulierungen abzustimmen.

Klar ist dagegen Egenolf, dass er die Vorgaben der Stadt nicht, wie im Beschluss des Parlaments gefordert, bis Ende September erfüllen kann. Weil die zuständige Koordinatorin von Hessen Mobil krank gewesen sei, werde es vom Verkehrsministerium einen Aufschub geben. Für die Stadt besteht laut Egenolf so oder so kein finanzielles Risiko. So lange das Verfahren laufe, verpflichte sich der Bund, die Brücke gegebenenfalls zurückzunehmen und abzureißen.

Er werde sich mit einer Versicherung gegen finanzielle Unwägbarkeiten schützen, aber als erfahrener Unternehmer auf Nummer sicher gehen. „Wir fangen nicht an, bevor mindestens 50 Prozent der Flächen vermietet sind“, sagte Egenolf. „Ich bin doch kein Hasardeur! Wenn es sich nicht rechnet, lasse ich die Finger davon.“

Der Projektplaner ist jedoch fest davon überzeugt, genügend Investoren zu finden. Die Gespräche verliefen sehr positiv. Weiteres Interesse will er vom 6. bis 8. Oktober auf der weltgrößten Immobilienmesse, der Expo Real in München, wecken.

 

Vorschläge für die Fassadengestaltung der Brücke können direkt an Albert Egenolf geschickt werden. Per Post (Schlossstraße 24, 65594 Runkel-Dehrn) oder E-Mail: egenolf.sen@egenolf-dehrn.de

 

(hei)
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