Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Limburg an der Lahn 8°C

CDU-Kandidat Andreas Nick: Adenauer ist sein großes Vorbild

Von Fünf Parteien haben im Wahlkreis 204 (Montabaur) einen Direktkandidaten für den Bundestag aufgestellt. Für die CDU tritt Andreas Nick an. Er sagt: „Ich setze auf Sieg, nicht auf Platz.“
<span></span>
Montabaur. 

Die Biografie von Andreas Nick hat einen besonderen Auftakt, oder anders gesagt: Dass das Leben von Andreas Nick nicht politisch geprägt sein soll, ist kaum vorstellbar. Denn der Mann, der in diesem Jahr zum zweiten Mal in den Bundestag gewählt werden will, wurde am 26. April 1967 geboren. Einen Tag nach der feierlichen Beisetzung von Deutschlands erstem Bundeskanzler Konrad Adenauer. In seinem Wahlkreisbüro in Montabaur hängt ein Bild von Adenauer. Im nahe gelegenen Hachenburg gibt es eine Adenauer-Gedenkstätte. Dort, in der Nistermühle, einer ehemaligen Wassermühle, hatte sich die Familie des Politikers 1944 vor der Gestapo versteckt.

Im Finanzsektor gearbeitet

Sein Interesse an Politik war früh geweckt, sagt Andreas Nick. Mit 17 Jahren trat er in die Junge Union ein. Von 1986 bis 1990 war er Stipendiat des Instituts für Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Dann Kreisvorsitzender der Jungen Union Westerwald und von 1992 bis 2000 Mitglied im Landesvorstand der Jungen Union Rheinland-Pfalz. Dem Vorstand des CDU-Bezirksverbands Koblenz-Montabaur gehört der heute 50-Jährige seit 1991, dem Bundestag seit Herbst 2013 an. Bis vor vier Jahren, als er erstmals in den Bundestag gewählt wurde, hat der promovierte Betriebswirt im Finanzsektor gearbeitet. Er habe sich „beruflich anderswo umgeschaut“, sagt Nick, um neue Facetten vertrauter Zusammenhänge kennenzulernen. Davon profitiere er auch bei seiner politischen Arbeit. Eine Karriere „Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal“ sei für ihn nie in Betracht gekommen.

Als er dann schließlich doch im Plenarsaal, in Arbeitskreisen und Ausschüssen landete, stellte er fest, dass Vorstellung und Realität von politischer Arbeit nicht immer deckungsgleich sind. Dass „die Taktung im politischen Geschäft anders ist als in einem Unternehmen“ und dass bisweilen „ein langer Atem nötig“ ist. Das habe ihn „phasenweise ernüchtert“, räumt er ein. Auch Entscheidungen in der Metropole für seinen ländlichen Wahlkreis zu treffen, sei eine Herausforderung, weil man die Konsequenzen eben nicht simulieren kann. Aber der Reiz der politischen Aufgaben überwog stets – auch, betont er, weil er sich in seiner Westerwälder Heimat fest verankert fühlt. Der tägliche Hype in der Hauptstadt berühre ihn nicht: „Ich bin in Berlin angekommen, aber im Westerwald bin ich zu Hause.“

Daran wird sich nichts ändern, sagt der Vater einer kleinen Tochter. Wenn er bei seiner Familie in Montabaur ist, dreht sich sein Leben um Frau und Kind, um gemeinsame Unternehmungen, darum, zu erleben, wie sich seine Tochter entwickelt. Jetzt, in der heißen Phase des Wahlkampfs etwa, staune die knapp Zweijährige, dass in einigen Straßen an beinahe jeder Laterne ein Foto ihres Papas hängt. Auch das CDU-Wahlkampfauto ist mit dem Konterfei des Vaters beklebt. „Der Kleinen gefällt das“, sagt Nick. Er selbst habe sich mit den vielen Kopf-Plakaten arrangiert. Vor vier Jahren sei ihm das merkwürdig vorgekommen. Aber inzwischen ist er ohnehin bekannt.

Kurz vor der Wahl gehe es auch nicht mehr darum, seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Vielmehr müssten die Wähler mobilisiert werden. Deshalb geht er stundenlang von Haustür zu Haustür, stellt sich vor und spricht mit Wählern über ihre Anliegen, Sorgen und Erwartungen. Dass die Männer und Frauen den Wahlkampf langweilig finden oder sich von der Politik abwenden, glaubt er nicht. Beständigkeit und Verlässlichkeit haben nichts mit Langeweile zu tun, ist er überzeugt. Die Ereignisse sind spannend – in Deutschland, der Welt und im Westerwald.

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse