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Gesundheit: Aktionstag Gefäßgesundheit im St.-Vincenz-Krankenhaus

Initiator des Aktionstages Gefäßgesundheit am St. Vincenz: Dr. Reimund Prokein, Sektionsleiter Angiologie. Initiator des Aktionstages Gefäßgesundheit am St. Vincenz: Dr. Reimund Prokein, Sektionsleiter Angiologie.
Limburg. 

„Tiefe Beinvenenthrombose und Lungenembolie – eine unterschätzte Lebensgefahr“, so lautet das Thema eines Vortrags, den der Sektionsleiter Angiologie am St.-Vincenz-Krankenhaus, Dr. Reimund Prokein, am Samstag, 16. Juni, um 10 und 12 Uhr in der Kapelle der Klinik halten wird.

Rund 100 000 Menschen versterben jedes Jahr in Deutschland an den Folgen einer Lungenembolie, meistens infolge einer tiefen Venenthrombose. Dabei ließe sich diese relativ einfach verhindern.

Prokein spricht im Rahmen des 8. bundesweiten Aktionstages Gefäßgesundheit über den aktuellen Stand der verschiedenen Möglichkeiten der modernen Diagnostik und konservativen Therapien. Gefäßerkrankungen wie die Venenthrombose, die Lungenembolie oder PAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) sind Volkskrankheiten. Doch ihre Anzeichen, ihre Verbreitung und ihre zum Teil dramatischen Folgen sind in der Bevölkerung weitestgehend unbekannt. Ziel ist, die Bevölkerung über Gefäßkrankheiten sowie ihre Risikofaktoren aufzuklären.

„Risiko Thrombose“ – dies steht als Schwerpunktthema über dem Tag der Gefäßgesundheit, der in eine Aufklärungskampagne der Fachgesellschaften eingebettet ist. Der bundesweite Aktionstag wird von der DGA (Deutsche Gesellschaft für Angiologie) und der Deutschen Gefäßliga veranstaltet. An diesem Tag finden in mehreren Städten bundesweit Informationsveranstaltungen zu Thrombose, Lungenembolie und PAVK statt.

Die Anzahl der Thrombosen und der damit einhergehenden Komplikation, der Lungenembolie, hat zugenommen. Zusammen bezeichnet man diese Krankheitsbilder als venöse Thromboembolie (VTE). An VTE erkranken jedes Jahr etwa 1,5 pro 1000 Einwohner. Allein in Deutschland sterben jährlich rund 100 000 Menschen an einem Gefäßverschluss aufgrund von thrombotischen Erkrankungen. Europaweit sind es über 500 000 Menschen – das sind mehr als durch Verkehrsunfälle, AIDS, Brust- und Prostatakrebs zusammen. red

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