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Flüchtlinge lernen Verkehrsregeln und Rad fahren: Aller Anfang ist schwer

Für die Flüchtlinge ist in Deutschland vieles neu. Unter anderem gilt es, sich mit dem Straßenverkehr und seinen Regeln auseinander zu setzen.
Frank Zimmer half bei der technischen Überprüfung des Rades. Foto: Kerstin Kaminsky Frank Zimmer half bei der technischen Überprüfung des Rades.
Hadamar. 

Eine Stunde theoretische Verkehrserziehung und zwei praktische Übungseinheiten im Straßenverkehr bietet das Team der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit vom Magistrat Hadamar an. Von den 16 angemeldeten Teilnehmern kam aber nur ein Bruchteil zu den ersten beiden Terminen.

Vorfahrts- und Einbahnstraßen, verkehrsberuhigte Bereiche oder das Verhalten an Bahnübergängen, all das müssen die Rad fahrenden Verkehrsteilnehmer kennen. Viele der in Hadamar lebenden Flüchtlinge besitzen ein Fahrrad und haben auf ihren Touren die meisten der erklärten Verkehrsschilder schon gesehen, aber nicht unbedingt auch verstanden. Frank Zimmer von der Verkehrswacht hat nun den Verkehrsunterricht, wie er ihn sonst bei Schulkindern der vierten Klasse abhält, für Flüchtlinge abgewandelt. Eine besondere Herausforderung dabei ist, dass die Flüchtlinge nur wenig Deutsch verstehen. So erklärte der Polizist die Verkehrsregeln zweisprachig auf Englisch / Deutsch und mit viel Körpereinsatz. Noch komplizierter als die Wissensvermittlung zu Verkehrszeichen ist das Erklären der Vorfahrtsregelungen. Und so ist wenigstens zu hoffen, dass etwas davon bei den „Schülern“ hängen blieb.

Auch die Verkehrstüchtigkeit von Fahrrädern sprach Zimmer an. Er erläuterte, wie wichtig es ist, Bremsen und Licht zu überprüfen und dass der richtige Luftdruck in den Reifen nicht nur der Bequemlichkeit, sondern auch der Sicherheit dient.

Bei dem zweiten Termin ging es um das praktische Fahrtraining und das richtige Verhalten nach den Verkehrsregeln. Auch eine technische Überprüfung der Räder wurde angeboten. Leider nahm jedoch nur ein einziger Radfahrer dieses Angebot an.

Volker Soßdorf von der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe vermutet, dass sich der Termin für die Radfahrausbildung möglicherweise mit dem Deutschkurs für Flüchtlinge überschnitt. Vielleicht dachten die fehlenden Teilnehmer aber auch einfach nur, dass aufgrund des kalten Wetters die praktischen Übungen ausfallen.

(kka)
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