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Am Blasiusberg fing alles an

Das Ensemble „Amaryllis“ begeisterte bei seinem Jubiläumskonzert in der Blasiuskapelle.
Ein wunderschönes Konzert mit der Gruppe Amaryllis erlebten die Zuhörer in der Blasiuskapelle. Foto: Klaus-Dieter Häring Ein wunderschönes Konzert mit der Gruppe Amaryllis erlebten die Zuhörer in der Blasiuskapelle.
Dornburg-Frickhofen. 

Hildegard von Bingen wäre erfreut gewesen, hätte sie „O Frondens Virga“ vom Ensemble Amaryllis in der alten Kirche auf dem Blasiusberg gehört. Ein Stück, das schon nach den ersten Klängen der wunderschönen Stimmen von Dorothee Laux und Nadja Jamiro Gänsehaut pur erzeugte. Als nach den ersten Klängen dann auch noch das Ensemble dezent einsetzte, wurden die vielen Besucher gänzlich gefangen und in die Zeit von Hildegard von Bingen über 900 Jahre zurückversetzt.

Es war ein wunderschöner Spätnachmittag in dem dezent ausgeleuchteten Gotteshaus. Die vielen Besucher erfüllten mit ihrem spätherbstlichen Waldspaziergang zur Blasiuskapelle gleich den ersten Teil des Mottos an diesem Nachmittag „Wandern und Lauschen“. Nach dem Wandern stand dann der Genuss im Vordergrund, der mit Begrüßungsworten durch Martin Reuß seinen Anfang hatte. Hier erfuhren die Besucher ein wenig aus der Geschichte des Ensembles „Amaryllis“ das auf den Tag genau vor zehn Jahren in der Blasiuskapelle seinen ersten Auftritt hatte. Da war es für das Ensemble mit Dorothee Laux (Sopran), Nadja Jamiro (Mezzo Sopran), Ulrike Jordan (Oboe, Akkordeon) Karolina Bledowska (Geige), Marin Reuß (Gitarre), Joey Becker (Bassgitarre und Assen Haydutov (Percussion) nur naheliegend, dieses „Zehnjährige“ mit einem Konzert in der Blasiuskapelle zu begehen.

Alte und neue Stücke aus zehn Jahren „Armaryllis“ standen auf dem Programmzettel. Als Einleitung suchte man sich „O Frondens Virga“ aus, das allein schon das Publikum fesselte. Und die musikalische Wanderung ging weiter von traditionellen Stücken aus Deutschland („Du liegst mir im Herzen“), Bulgarien („Trög na la“), Irland („Sally Gardens“) oder Israel („El Haderech“) weiter über wunderschöne alte Werke wie von Johannes Brahms „Ach Englische Schäferin“ bis hin zum lyrischen „Okay“ von Sidsel Endresen und Bugge Wesseltof. Wurde hier die Anspannung von Stück zu Stück gesteigert, verstand es das Ensemble immer wieder Entspannung in Form von Anekdoten aus den vergangenen zehn Jahren „Amaryllis“ einzustreuen.

Dorothee Laux entpuppte sich als wahre Märchenerzählerin, so unter anderem die Geschichte der Hühnersuppe hinter dem Altar. Der Chor war zu CD-Aufnahmen in einem Ort bei Berndrod. Dies zu einer kalten Jahreszeit und in einer unbeheizten evangelischen Kirche. Da wurden die Aufnahmen nur durchgehalten durch eine dampfende Hühnersuppe an einem nicht alltäglichen Ort. Ein tosender Applaus der Zuhörer leitete am Ende des Konzertes über zur Zugabe die auch gleichzeitig das erste Stück des ersten Konzertes in der Blasiuskapelle vor zehn Jahren war. Mit „Stille laß mich finden Gott bei dir“ mit einem Text von Lothar Zenetti und der Melodie von Peter Reulein hätte dieser Spätnachmittag nicht schöner ausklingen können.

(kdh)
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