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Neugestaltung Grabenstraße: Amtsapotheke wird Hotel

Die Grabenstraße macht vor der Neugestaltung wenig positive Schlagzeilen. Viele Geschäfte stehen leer. Um so besser, dass ein Anwohner endlich wieder einmal ein positives Zeichen setzt...
Ein Schmuckstück in der Grabenstraße: So sollen sich die Fassaden in spätestens einem Jahr präsentieren. Bilder > Ein Schmuckstück in der Grabenstraße: So sollen sich die Fassaden in spätestens einem Jahr präsentieren.
Limburg. 

Viele Schaufenster in der Grabenstraße sind zugeklebt, auf mehreren steht „Räumungsverkauf“, andere geben den Blick in leere Geschäfte frei. Und seit dieser Woche ist im unteren Teil auch noch eine etwa 50 Meter lange Häuserfront mit grünen Netzen zugehängt. Doch das ist nach langer Zeit wieder einmal ein gutes Signal: Dahinter wird in den nächsten Monaten ein Schmuckstück geschaffen, das die Grabenstraße nicht nur optisch aufwerten wird.

Mehmet Altun verbindet das Gebäude, in dem er das „La Strada“ führt, mit dem Nachbarhaus, in dem die „Alte Amtsapotheke“ untergebracht war. Der Gastronom und seine Familie investieren eine siebenstellige Summe. Das häufig voll besetzte Restaurant wird über das gesamte Erdgeschoss erweitert und komplett neu gestaltet. In den beiden oberen Stockwerken entsteht ein Hotel mit 16 geräumigen und komfortablen Zimmern.

 

25 Arbeitsplätze

 

Wenn es optimal läuft, soll das Projekt bereits Anfang November fertig sein; sonst nach einer Baupause im Weihnachtsgeschäft im Frühjahr 2016. Der Betreiber rechnet mit rund 25 Arbeitsplätzen.

„Limburg wird von beiden Einrichtungen profitieren“, sagt Altun. Und er hoffentlich auch . . ., denn das optimistische Vorhaben verlangt neben viel Geld auch ebenso viel Mut und Fleiß.

Zuversicht schöpft der 56-Jährige aus dem großen Zuspruch des „La Strada“, das sich seit 2002 dank guter Qualität und freundlichem Service wachsender Beliebtheit erfreut. Die Fläche für das Lokal wird verdoppelt. In vier unterschiedlich gestalteten Bereichen soll es künftig mehr als 200 Sitzplätze geben. Der Eingang wird nach rechts (zwischen die beiden Häuser) verlegt. Die Gäste stoßen von dort auf eine offene Show-Küche, einen Pizza-Ofen und eine Ecke, in der Frauen „Piadinas“ (gefüllte Teigtaschen) zubereiten. „Wenn man das sieht und riecht, hat man gleich Appetit“, sagt Altun.

Die vier Räume sollen unterschiedlich ausgestattet werden, aber alle gemütlich-rustikal sein. Sie können miteinander verbunden und einzeln genutzt werden, so dass sich auch für Feiern und Veranstaltungen vielfältige Möglichkeiten ergeben. Eine neue Attraktion wird im Gewölbekeller entstehen: Ein Weinkeller für rund 80 bis 90 Gäste. Die bei schönem Wetter bewirtschaftete Terrasse um den 100 Jahre alten Ginkgo-Baum herum bleibt wie sie ist.

 

400 Jahre alt

 

Das „La Strada“-Objekt, früher Domizil der Metzgerei Fischer, danach von „Nudelbrett“ und „Bella Vista“, hat Mehmet Altun 2002 gekauft; das vor genau 400 Jahren errichtete Gebäude nebenan 2005. Es hat ruhmreiche Zeiten erlebt, vor allem als Standort der ersten Limburger Apotheke mit dem in der Stadt legendären Professor Krippen. Das Erdgeschoss, zuletzt von einem Herrenausstatter und einem Friseur gemietet, steht schon länger leer. Zum Jahresende 2014 ist ein Frauenarzt aus der ersten Etage ausgezogen. Mehmet Altun kann nun die seit zwei Jahren in seinem Kopf existierenden Pläne umsetzen.

Bei einem Rundgang zeigt der Türke voller Vorfreude die über vier Meter hohen Räume mit schönen Stuckarbeiten. Die 16 bis zu 46 Quadratmeter großen Zimmer sollen individuell eingerichtet werden und über modernste Technik verfügen.

Weil beide Gebäude unter Denkmalschutz stehen, hat Mehmet Altun das Vorhaben eng mit den zuständigen Behörden abgestimmt.

(hei)
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