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Andacht mit Herzen und Rosen

Die Liebe stand im Mittelpunkt der Valentinstags-Andacht am Donnerstagabend in der romantisch dekorierten Kirche der Aargemeinde. Paare allen Alters waren der Einladung des Pfarrerehepaars Esther Reininghaus-Cremers und Daniel Cremers zur "Andacht für Verliebte" gefolgt.
Seinem Partner etwas Liebes mitteilen, war eine der Aufgaben im Verliebten-Gottesdienst.	Fotos: Kahl Seinem Partner etwas Liebes mitteilen, war eine der Aufgaben im Verliebten-Gottesdienst. Fotos: Kahl
Flacht. 

Liedtexte wie "Nimm Gottes Liebe an. Du brauchst dich nicht allein zu müh’n, denn seine Liebe kann in deinem Leben Kreise zieh’n. Und füllt sie erst dein Leben, und setzt sie dich in Brand, gehst du hinaus, teilst Liebe aus, denn Gott füllt dir die Hand" oder "Die Liebe ist gütig, geduldig und freundlich" brachten das Thema des Gottesdienstes und die Gedanken der Liebenden auf den Punkt. Kerzenschein, Herzen und Rosen erzeugten eine verträumte Stimmung in der vollbesetzten Kirche.

Das Pfarrerehepaar hatte zu diesem außergewöhnlichen Gottesdienst alle eingeladen, die partnerschaftlich unterwegs sind, verheiratete wie unverheiratete Paare, aber auch in Freundschaft verbundene Männer und Frauen. Die beiden Seelsorger, die nach dem Motto "Liebe muss im Fluss des alltäglichen Geschehens gespürt, entdeckt und wahrgenommen werden" die Kirchentür weit aufgemacht hatten, hießen alle willkommen: Paare, die nach Gottes Schutz und Segen suchen, Ehepaare, die ihr Eheversprechen erneuern wollten, frisch Verliebte, die sich den Segen für die Zukunft erbaten, doch auch all die Menschen, die Unterstützung und Zuspruch brauchen. "Lasst uns gemeinsam die Liebe feiern und gebt ihr Vorrang vor gesellschaftlicher Ordnung" begannen Esther und Daniel die Andacht. Sie gaben zu verstehen, dass in der Liebe alles möglich sei, dass man immer wieder auf Liebe hoffen dürfe und dass die Liebe vielem standhalten könne.

Das Pfarrerehepaar ging auch auf die Wurzeln des Valentinstages ein. Der Tag sei nicht von Floristen erfunden worden, sondern er sei der Todestag von Bischoff Valentin, der junge Liebespaare, die nicht den Status oder die finanziellen Möglichkeiten zur Heirat hatten, traute.

Höhepunkt des Gottesdienstes war die Segnung der Paare. Doch es gab noch drei weitere Stationen in der Kirche. So konnten die Gottesdienstbesucher am Altar Kerzen entzünden und Steine ablegen, sich die Paare auf roten Kärtchen "etwas Liebes mitteilen" oder aus einem Körbchen "Liebessprüche und Liebeszitate" ziehen. Im Anschluss an den außergewöhnlichen Gottesdienst stießen die Paare mit Sekt oder Saft an. "Mit so einer vollen Kirche haben wir nicht gerechnet", freuten sich Esther und Daniel. Nicht nur aus Flacht sondern auch aus den umliegenden Gemeinden waren Familien, Eheleute sowie unverheiratete Paare zum Gottesdienst gekommen. Die Rückmeldungen der Gottesdienstbesucher waren durchweg positiv.

Valentinstag feiern Christen bereits seit dem 4. Jahrhundert. Der Name des Tages geht vermutlich auf einen Mönch namens Valentin zurück, der im 3. Jahrhundert Bischof der mittelitalienischen Stadt Terni geworden sein soll. Der Legende nach hat er trotz kaiserlichen Verbotes Verliebte getraut – vermutlich auch Soldaten und Sklaven sowie junge Menschen, die von ihren Eltern anderweitig verheiratet werden sollten. Außerdem soll er frisch vermählten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, sollen unter einem guten Stern gestanden haben. Laut Legende wurde er am 14. Februar 268 auf Befehl des römischen Kaisers hingerichtet, weil er nicht von seinem christlichen Glauben abzubringen war. rpk

(Rolf-Peter Kahl)
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