Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Limburg an der Lahn 19°C

Diezer Stadtlauf: Auf flotten Sohlen durch die Stadt

Von Die Diezer Innenstadt wurde am Sonntag bei der vierten Auflage des Diezer Stadtlaufes zur Läuferzone. Und die Besucher kamen in Massen zum Anfeuern. Heimliche Stars der Veranstaltung: die Bambini.
Bis zum Zehn-Kilometer-Hauptlauf um die Mittagszeit hatten sich viele Zuschauer an der Strecke eingefunden, die die Läufer lautstark unterstützten. Viele Teilnehmer waren angetan von der guten Atmosphäre. Bilder > Foto: Rolf Kahl Bis zum Zehn-Kilometer-Hauptlauf um die Mittagszeit hatten sich viele Zuschauer an der Strecke eingefunden, die die Läufer lautstark unterstützten. Viele Teilnehmer waren angetan von der guten Atmosphäre.
Diez. 

Etwas mehr als 400 große und kleine Teilnehmer sind bei idealem Läuferwetter beim vierten Diezer Stadtlauf an den Start gegangen – fast die Hälfte weniger als bei der Premierenveranstaltung vor vier Jahren. Doch die, die dabei waren, genossen die Atmosphäre sichtlich, besonders beim Zieleinlauf auf dem neuen Diezer Marktplatz. Im Vordergrund stand auch diesmal nicht nur der sportliche Ehrgeiz, sondern auch der Spaß. Jedenfalls sah man am Ende eines emotionalen Tages in viele zufriedene Gesichter beim Organisations-Team. Die Helfer rund um den Leichtathletik-Vorsitzenden des Rhein-Lahn-Kreises, Klaus-Dieter Welker, sowie den Vorsitzenden des SV Diez-Freiendiez, Axel Fickeis, strahlten mit der Sonne, die immer wieder den Weg durch die Wolken fand, um die Wette.

Ideales Läuferwetter

Apropos Sonne: Wolkenlos war der Himmel über der Laufstrecke nicht. Aber es regnete nicht, und das ist das Wichtigste, weiß Lutz Preußner, langjähriger erfolgreicher Leichtathletiktrainer und Coach vieler heimischer Läufer. „Das ist das ideale Laufwetter“, klärte am Streckenrand auf. „Trocken, kein Wind, nicht zu kühl – bestens.“ Preußner, selbst derzeit wegen einer Fußverletzung auf eine Gehhilfe angewiesen, reihte sich am Absperrgitter unter die Zuschauer, um die Läufer und Walker lautstark zu unterstützen. Denn das Schwierigste für eine große Zahl der Teilnehmer war es wohl, den inneren Schweinehund zu überwinden und durchzuhalten.

Älteste Teilnehmerin

Als Erste kamen die Walking-Teilnehmer in den Genuss der Anfeuerungen. Unter ihnen fast 20 Starter der Lebenshilfe Limburg-Diez und der Heime Scheuern – mitten drin Lore Arnold (82) als älteste weibliche Teilnehmerin.

Als es dann später für die Fünf-Kilometer-Läufer im Jedermann-Lauf soweit war, sich auf den Startschuss zu konzentrieren, störte es niemanden, dass sich das dicht gedrängte Feld weiter hinten nur recht langsam in Bewegung setzen konnte. Den Jedermännern und -frauen ging es ganz offensichtlich nicht so sehr um Bestzeiten, als vielmehr um die Freude an der Bewegung das Gemeinschaftserlebnis.

Bilderstrecke Diezer Stadtlauf: Sören Kah gewinnt den Hauptlauf
So hatten es die meisten Zuschauer erwartet: der aus Fachingen stammende und für den TSV Schott Mainz startende Sören Kah gewinnt den 10-Kilometer Hauptlauf des Diezer Stadtlaufs.Die erste Gratulantin hinter der Ziellinie war seine frühere Erzieherin im Kindergarten Thea Schuhen aus Limburg.Beim Hauptlauf hatten sich viele Zuschauer an der Strecke eingefunden - hier in der Rosenstraße.

Dass dem Publikum am Marktplatz nichts entging, dafür sorgten der Präsident des Leichtathletikverbandes Rheinland, Klaus Lotz, und dessen Vize Klaus-Dieter Welker. Sie informierten als Moderatoren über die teilnehmenden Sportler.

Ein tolles Bild gaben die jüngsten Sportler ab: Die Bambini sausten unter dem Jubel von Eltern, Großeltern und Freunden über die 400 Meter lange Strecke. Und als die Kleinsten der Ziellinie mit der großen Uhr entgegen sprinteten, waren sie für ihre Angehörigen die Größten. Auch beim 1000-Meter-Schüler-Lauf (bis 14 Jahre) gab es eigentlich nur Gewinner, denn keiner wollte sich vor dieser phantastischen Zuschauerkulisse die Blöße geben, die Ziellinie nicht zu überqueren. Gehen? Nein, Miko Dan Fries (TV Bad Ems) und Elias Sandmann (LG Lahn-Aar-Esterau) schüttelten den Kopf. Das kam für die beiden männlichen Nachwuchssportler, die die ersten beiden Plätze belegten, nicht infrage. Und auch bei den Mädchen passte vor der Ziellinie keine. Sinje Fallen (TV Bad Ems) und Sarah Schmidt (LG Lahn-Aar-Esterau) liefen als Erste und Zweite über die Linie. Um halb zwölf war es dann auch für die Hauptläufer soweit, von denen viele wie nervöse Rennpferde hinter der Startlinie tänzelten und die sich trotz der bevorstehenden zehn Kilometer schon minutenlang warmgelaufen hatten.

Es war ein großartiges Bild, als sich die Läuferschar, darunter auch der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Frank Puchtler, hinter der Startlinie in Höhe des Rathauses positionierte. An vorderster Front: Sören Kah. „Super-gut hier“ lautete sein Kommentar über den Lauf in seiner Heimatstadt.

Das waren die Schnellsten

  Walking männlich: 1. Josef Weber (Sternberg-Linz); 2.Jörg Stolze; 3. Klaus-Dieter Scharb (Heime Scheuern).

clearing

Dass er als Erster über die Ziellinie lief – in 31,14 Minuten – war keine Überraschung.

Weniger Meldungen

„Wir hatten wie bei den bisherigen Stadtläufen wieder viele Nachmeldungen“, berichteten die Mitglieder des Organisationsteams.

Dennoch mussten sie einräumen: „Wir sind an den bisherigen Teilnehmerrekord nicht heran gekommen.“ Die Veranstaltung sei aber insgesamt erfolgreich gewesen und soll, so der Wunsch der Organisatoren, auf jeden Fall wiederholt werden.

 

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse