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"Stadtradeln": Aufsatteln zum Perspektivwechsel

Limburg sattelt auf: Die Domstadt macht mit beim „Stadtradeln“, einem Wettbewerb um die meisten Radfahrer, die meisten Kilometer, die meisten radfahrenden Parlamentarier und die größten CO2 -Einsparungen.
Der Umstieg vom Auto auf das Fahrrad führt auch zu einem Perspektivenwechsel: Ein Blick aus der Lenker-Perspektive in die Grabenstraße. Der Umstieg vom Auto auf das Fahrrad führt auch zu einem Perspektivenwechsel: Ein Blick aus der Lenker-Perspektive in die Grabenstraße.
Limburg. 

Ab dem morgigen Freitag zählt 21 Tage lang jeder Kilometer: Die Limburger sollten sich abstrampeln im Wettbewerb um Köpfe und eingesparte Tonnen Kohlendioxid (CO2). Die Stadt lädt ein, sich auf der Internetseite www.stadtradeln.de zu registrieren und dann penibel jede Strecke zu melden – online oder per App am Smartphone. Am Ende wird addiert und eine Sieger-Kommune gekürt. Aber es geht um mehr als Trophäe oder Titel.

Limburg kämpft bekanntlich mit einem Umweltproblem. Ein Masterplan Mobilität soll Möglichkeiten aufzeigen, die Luft zu verbessern. Und mehr Limburger denn je sollen aufs umweltfreundliche Fahrrad setzen. Das schafft Platz auf den Straßen und ist obendrein für jeden Beteiligten gesund.

Es können sich Teams bilden. Genauso ist die Teilnahme als Einzelradler möglich. Gewertet werden beim Stadtradeln nicht nur die Kilometer, die in Limburg zurückgelegt werden, sondern zum Beispiel auch die Strecken, um zum Arbeitsplatz oder Einkaufsort Limburg zu gelangen. Wer in seiner Freizeit mit der Familie eine Tour unternehmen möchte kann auch diese Kilometer eintragen, denn Klimaschutz hört an der Stadtgrenze nicht auf.

Neu ist in diesem Jahr, dass auch Ortsbeiräte als Mitglieder eines Kommunalparlaments mitradeln können. Damit wird der ursprünglichen Idee des Stadtradelns Rechnung getragen, kommunale Entscheider zum Radeln zu bringen. Stadt- und Gemeinderäte/innen, Stadtverordnete und Gemeindevertreter/innen stellen die Weichen für die Radverkehrsförderung und -planung in Kommunen und sind Vorbilder, wenn sie sich selbst in den Sattel schwingen.

Wer nicht alltäglich auf dem Rad unterwegs ist, dem bietet der Wettbewerb die Möglichkeit, Limburg und die Ortsteile einmal aus der Lenker-Perspektive zu erleben und die Vorteile des Radfahrens im Alltag zu erfahren. Und möglicherweise ist der Wechsel des Verkehrsmittels auch dazu geeignet, alte und langgehegte Vorurteile einmal abzubauen, quasi „wegzuradeln“.

Förderprogramm

Die Luft ist schlecht in Limburg, deshalb ist es wichtig, den Kfz-Verkehr zu reduzieren und andere Möglichkeiten der Fortbewegung zu stärken. Seit dem 1. Februar verfügt die Stadt über ein Förderprogramm, mit dem unter anderem Lastenfahrräder und Elektrofahrzeuge sowie die erforderliche Lade-Infrastruktur bezuschusst werden. Mehr Informationen auf www.limburg.de unter: „Förderprogramm Limburg elektrisiert!“

Des Weiteren wird am 26. Mai auch wieder der Fahrradaktionstag im Posthof vor der WerkStadt stattfinden mit Experten für Fahrräder, Fahrradcodierung, Fahrradparcours, Gewinnspielen und vielem mehr. Wer möchte, kann auch einen Beitrag für die Mobilitätskonzepte, die derzeit erstellt werden, leisten oder sich über den aktuellen Stand informieren.

Bürger sollen mitreden

Sowohl beim Masterplan Mobilität, als auch im Green City Plan der Stadt gibt es immer wieder Bürgerforen mit vielen Informationen und der Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen. Der Wettbewerb ist eine Kampagne des Klima-Bündnisses, in dem die Stadt seit 1992 Mitglied ist. Die Kosten für die Teilnahme werden bis zum Jahr 2020 vom Land Hessen übernommen. Selbstverständlich darf dabei auch das Schulradeln nicht fehlen, bei dem in den vergangenen Jahren viele Schüler aktiv mitgemacht und viele Kilometer zusammen geradelt haben (www.stadtradeln.de/schulradeln).

Aktuelle Termine für geführte Radtouren und die obligatorischen Feierabendtouren des ADFC finden sich auf der lokalen Limburg-Seite unter www.Stadtradeln.de. red

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