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Deutscher Meister und Vize-Meister: Bad Camberger Athleten sind ganz vorne mit dabei

Von Die Stadt Bad Camberg hat im Kurhaus wieder ihre erfolgreichen Sportler des Jahres geehrt, 68 Einzelsportler und 28 Teams konnten sich in der vergangenen Saison auszeichnen. Ein Sportler sorgte dabei für besonders großes Aufsehen.
Basketballmeister Marco Weiss (M.) mit seinen Teamkollegen Jesse Jelas (l.) und Leon Buhrke Bilder > Basketballmeister Marco Weiss (M.) mit seinen Teamkollegen Jesse Jelas (l.) und Leon Buhrke
Bad Camberg. 

Tom Maurer aus Bad Camberg surft auf einer Welle des Erfolges. Der 19-jährige Taunusschüler wurde gleich bei seiner ersten Serienteilnahme bei den Herren Deutscher Vizemeister im Kitesurfen. Aber wo surft man nahe der Kurstadt? „Die Seen der näheren Region wie im Westerwald haben nicht den passenden Wind“, verrät Maurer. Dort sei er nicht konstant genug und zu verwirbelt.

Tom hatte aber das Glück, dass seine Eltern ein Ferienhaus in den Niederlanden hatten, das eine der Hochburg für Kitesurfer ist. Vater Thomas ist begeisterter Windsurfer und hat Tom mit seiner Leidenschaft angesteckt. Folglich wurde in den Ferien stets fleißig geübt.

Mit drei Jahren stand der Bad Camberger schon auf dem Surfbrett, ein Jahr später schon fast eigenständig und halbwegs sicher. Mit neun Jahren lernte er Kitesurfen. Es gibt einen großen Drachen, der das Board übers Wasser trägt. Tom Maurer muss damit möglichst spektakuläre Sprünge hinlegen, um bei Wettkämpfen bei den Punktrichtern Eindruck zu hinterlassen.

6000-Euro-Sponsor

Was Tom an seinem Sport liebt? „Die Freiheit und die Natur“. Die fünf Wertungsläufe der Meisterschaftsserie führten ihn auf Sylt, nach St. Peter Ording oder Heiligenhafen. Zum Glück hat er einen Sponsor, durch den er das Equipment günstiger bekommt. Für einen Oberstufenschüler wie ihn würde es sonst heftige 6000 Euro kosten. „Das Material hält dann so drei bis vier Jahre“, weiß Maurer.

Er hat es nicht einfach, sich in der deutschen Spitze zu halten, denn die meisten Konkurrenten wohnen direkt am Meer. Maurer sieht darin aber auch einen Vorteil. Denn wer jeden Tag auf dem Wasser sei, der trainiere wahrscheinlich nicht jede Einheit so intensiv und leidenschaftlich wie er.

In der Heimat hält er sich sportlich durch Fußball bei der SG Selters sowie zwei Mal die Woche im Fitnessstudio in Form. Er versucht bei Wettkämpfen, einen Tag vor dem Start vor Ort zu sein, um sich noch einfahren und an die Bedingungen gewöhnen zu können. Über die Spitze in Deutschland hinauskommen ist aber für ein „Landei“ ohne direkten Meeranschluss seiner Meinung nach nicht machbar. Letztes Jahr wollte er die WM mitfahren, scheiterte aber an der Quali. In Südamerika, Spanien und in den Niederlanden sind die Besten einfach, wie er weiß, noch auf einem ganz anderen Level.

Spielen mit Gebärden

Sogar Deutsche Meister bei den Hörbehinderten wurden die beiden Basketball-Teams der Freiherr-vom-Schütz-Schule Bad Camberg. Über Lehrer Jan Roost kam auch Marco Weiss vor vier Jahren zum Basketball. Da er vom Mund seiner Mitspieler nicht jedes Wort ablesen kann, verständigen sich seine Kollegen mit ihm auch während der Partie mit Gebärdensprache. Da die Spieler sich untereinander mittlerweile gut kennen, funktioniert das Passspiel aber auch wortlos.

Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD) ehrte mit der Ehrenplakette der Stadt einen besonders verdienten Funktionär: Ralf Altena, den langjährigen Vorsitzenden des FSV Würges. Als Betriebsleiter der Metro verschlug es den Solinger in den 1980er Jahren nach Würges. Als alter Fußballer suchte er sich mit dem FSV Würges einen Verein, dessen Verantwortliche ihm sympathisch erschienen.

1993 übernahm der heute 58-Jährige das Amt des 1. Vorsitzenden. Es war harte Arbeit über Jahre, den Verein als zweiten Fußballclub im Dorf neben dem großen RSV zu etablieren und den dauerhaften Bestand der Sportanlage zu sichern. „Diese Herausforderung zu bewältigen, hat mir aber auch viel Spaß gemacht“, sagt Altena.

Auch wenn baulich nach der Schaffung eines Vereinsheimes, der Umzäunung und der Flutlichtanlage nun alles in trockenen Tüchern ist, hat Altena die nächsten Jahre noch viel zu tun, um den Verein auch im Jugendbereich sportlich im Rahmen der Möglichkeiten weiter voranzubringen.

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