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Konzert: Beim Konzert der Big Band der Bundeswehr in der Freiherr-vom-Stein-Halle werden Erinnerungen wach

Von Das Publikum in der ausverkauften Freiherr-vom-Stein-Halle war begeistert, als am Dienstagabend die Big Band der Bundeswehr spielte.
Jemma Endersby und Marco Matias übernahmen den gesanglichen Part des Abends. Foto: Klaus-Dieter Häring Jemma Endersby und Marco Matias übernahmen den gesanglichen Part des Abends.
Nentershausen. 

Kann man abends, an einem normalen Werktag, die Freiherr-vom-Stein-Halle in Nentershausen mit einem Konzert voll bekommen? Normalerweise ein unmögliches Ansinnen, fällt es selbst an einem normalen Wochenende immer schwerer, die Halle mit ihren über 500 Sitzplätzen entsprechend zu füllen. Geht man aber hin und lädt sich die Big Band der Bundeswehr zu einem Konzert am Dienstagabend ein, dann gehen die Karten weg wie warme Semmeln. Selbst im Vorverkauf war die Halle schon so gut wie voll und der Rest ging dann über die Abendkasse. Und gaben den „Musikalischen Löwen“, die das Konzert ausrichteten, recht, die Big Band in den Westerwald zu holen.

Helfer im Hintergrund

Bevor jedoch die Band mit ihrem Bandleader Timor Oliver Chadik musikalisch die Bühne und den ganzen Saal beherrschten und in einen musikalischen Zauber versetzten, galt es noch Dank zu sagen. Der Vorsitzende der „Musikalischen Löwen“, Bernd Reifenscheidt, sprach seinen Dank in Richtung der vielen freiwilligen Helfer aus, die im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Er sprach weiter seinen Dank an die Musiker der Big-Band aus, die für dieses Benefizkonzert spontan ihre Zusage machten. Der Erlös des Abends geht in die Jugendarbeit des Vereins. „Wir investieren in die Musikausbildung der Jugend, in die Zukunft Europas“, so Bernd Reifenscheidt. Und im Jubiläumsjahr der „Musikalischen Löwen“ war es für den Schirmherrn des Jahres, Verbandsbürgermeister Ulrich Richter-Hopprich, selbstverständlich, ebenfalls seine Grußworte an die vielen Gästen zu richten.

Gänsehaut pur

Dann kamen sie in die Halle, unter sphärischen Klängen und in schneeweißen Uniformen legten die Musiker mit phantastischem Swing los. Und was dann folgte war Gänsehaut pur, und Erinnerungen wurden wach, als es im Schwarz-Weiß-Fernsehen noch Sendungen mit Max Greger oder James Last gab und große Orchester oder Big Bands zum Standard einer jeden guten Sendung gehörten.

Und da durfte dann auch einer nicht fehlen, der als Deutscher in den USA eine Weltkarriere als Bandleader und Komponist machte. Ein Medley des unvergessenen Bert Kaempfert sollte gleich nach James Last die Gänsehaut wieder anwachsen lassen. „Strangers In The Night“ oder auch „Spanish Eyes“ ließen die Füße im Takt mitwippen.

Traumwandlerisch verstanden es die Musiker, sich danach aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu begeben. Jazzig ging es weiter. Bei Stücken des verstorbenen Roger Cicero kamen erstmals die englische Sängerin Jemma Endersby und der Portugiese Marco Matias auf die Bühne, die sich mit ihren Stimmen nahtlos in den hervorragenden Abend einfügten. „Zieh die Schuh aus“ oder „Schieß mich doch zum Mond“ sorgten für lautstarken Applaus des dankbaren Publikums.

Besteht das Orchester ausnahmslos aus Profimusikern, die allesamt das Metier des Solisten beherrschen und bei zahlreichen Stücken mit ihren Instrumenten auch zeigten, gibt es unter den Musikern aber auch Komponisten. So wie Adi Becker, der mit seiner Posaune seine Eigenproduktion „Waltz for Luis“ spielte. Nach einer mehr als verdienten Pause ging es dann mit den „Flintstones“ weiter, die einen prasselnden Applaus geradezu herausforderten. Und Bandleader Timor Oliver Chadik verstand es, nicht nur die Musiker zu einer hervorragenden Einheit zu formen. Er verstand es auch mit lockeren Anekdoten auf die nächsten Stücke überzuleiten. So wie bei Louis Armstrong, aus dessen unerschöpflichem Repertoire am Ende das „Wonderful World“ nicht fehlen durfte. Das Orchester ließ sich über den ganzen Abend sicher führen, verstand es aber auch immer wieder, viele Stücke frei zu interpretieren und so den Werken einen eigenen Touch zu geben.

Medley aus „Rocky“

Bestes Beispiel hier ein Medley aus dem Film „Rocky“, in das ein minutenlanges Schlagzeugsolo gebaut wurde. Mit „Step By Step“ und „One Moment In Time“ von Whitney Houston verdienten sich dann auch noch Jemma Endersby und Marco Matias ihren zweiten und wohlverdienten Applaus. Stehende Ovationen und die lautstarke Aufforderung nach Zugaben wurden dann vom Orchester und Bandleader Timor Oliver Chadik gerne erfüllt und rundeten so einen phantastischen, musikalischen Abend ab.

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