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Die Losung lautet: Packen wir es gemeinsam an!: Bischöfe eröffnen Kreuzwoche

Das Bistum hat die 59. Limburger Kreuzwoche eröffnet. Tatkräftig wollen sie Altes zurücklassen und mit dem Wort Gottes in die Zukunft preschen.
Die Kreuzreliquie ist der wertvollste Schatz im Bistum Limburg. Von ihr haben Kreuzwoche und Kreuzfest ihren Namen. Die Kreuzreliquie ist der wertvollste Schatz im Bistum Limburg. Von ihr haben Kreuzwoche und Kreuzfest ihren Namen.
Limburg. 

„Packen wir’s gemeinsam an.“ Mit einem Plädoyer, neue Wege in der Pastoral einzuschlagen, ist im Bistum am Sonntag die 59. Kreuzwoche von Weihbischof Thomas Löhr im Dom eröffnet worden. „Es ist an der Zeit, sich nüchtern einer veränderten Realität zu stellen und zu fragen, was davon ist zukunftsfähig, was nur noch Nostalgie und religiöse Folklore“, machte Prälat Günther Geis, Bischofsvikar für den synodalen Bereich, in seiner Predigt deutlich. Viel zu oft seien Haupt- und Ehrenamtliche damit beschäftigt, vertraute Formen zu retten, als zu fragen, wie Menschen neu mit der Botschaft des Evangeliums von Jesus Christus in Berührung gebracht werden können.

Leichtes Gepäck

Wenn es wirklich darum gehe, der Kirche ein neues Gesicht zu geben, sei die entscheidende Frage, wie sie am ehesten „Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit“ sein kann. „Es gibt für alle genug zu tun: Packen wir’s gemeinsam an, gerade jetzt mit einem neuen Bischof.“

Neues, so Günther Geis, könne nur werden, wenn Altes zurückgelassen werde und „wir den Aufbruch mit leichtem Gepäck wagen“. Dieser Weg sei in der Regel mühsam. „Es braucht Mut zum Wagnis.“ Falsche Wege seien nicht von vornherein auszuschließen. Ein Kompass auf diesem Weg könne das Wort Gottes und die Zusage sein, dass er den Weg immer mit dem Menschen gehe. „Im Aufbruch und auf dem Weg sind wir nie allein. Der Herr geht mit, wenn wir in Gemeinschaft bleiben und dem Herrn gemeinsam unsere Bitten sagen.“

Jesus habe seiner Kirche nicht die passenden Lösungen an die Hand gegeben. Aber er habe den Menschen sein Wort geschenkt. Und dieses Wort Gottes gelte es, neu in die Mitte aller Arbeit und allen Bemühens in der Pastoral zu stellen. „Was wir miteinander lesen und bedenken (. . .), sollen wir teilen und daraus die notwendigen Konsequenzen für unser Handeln ziehen“, sagte der Bischofsvikar. Er ist überzeugt, dass die künftige Gestalt der Kirche anders sein wird als noch in seiner Kindheit und Jugend, sagte der 69-Jährige.

Nöte ernst nehmen

Was dies konkret an Herausforderungen für die Pfarreien neuen Typs bedeutet, ließe sich derzeit nicht abschätzen. Wichtig sei, dass Menschen in der Kirche Orte finden, wo sie Fragen und Zweifel ehrlich nennen und gemeinsam nach Antworten suchen können. Es sei wichtig, jeden Einzelnen mit seinen Nöten ernst zu nehmen, auch dann, wenn er sich in Schuld verstrickt habe. Deshalb sei die Feier der Sakramente von großer Bedeutung, besonders die Feier der Eucharistie, „das Herzstück des Glaubens“. Die Kreuzwoche hat im Bistum eine lange Tradition. An sechs Tagen stellen sich die Teilnehmer kirchlichen und gesellschaftspolitischen Fragen. Höhepunkt ist das Kreuzfest, Sonntag, 17. September, in Eibingen. Infos: www.kreuzfest.bistumlimburg.de.

(red)
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