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Bischof: Betroffen auf Kinderpornografie-Vorwürfe: Bistum Limburg steht unter Schock

Von Bischof Bätzing reagierte gestern sehr betroffen auf die Kinderpornografie-Vorwürfe gegen seinen Büroleiter. Das Bistum hat Fotos von einem Gutachter prüfen lassen und die Führungskraft danach freigestellt. Die Auswertung der Datenträger wird mehrere Wochen dauern.
Foto: Thomas Frey
Limburg. 

Die Katholiken in der Region stehen unter Schock. Und viele andere sind ebenso fassungslos. Die Menschen können nicht glauben, dass der Büroleiter von Bischof Georg Bätzing Kinderpornos auf seinem Dienst-PC im Bischofshaus und auf anderen Datenträgern gespeichert haben soll.

Bis sie ausgewertet sind, laufen die Ermittlungen der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) wegen eines Anfangsverdachts. Die Untersuchungen der Sondereinheit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt werden wohl mehrere Wochen in Anspruch nehmen. ZIT-Pressesprecher Georg Ungefuk ließ gestern Abend offen, wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist. „Eine sichere Auskunft zur Dauer der Datenträgerauswertung lässt sich derzeit nicht treffen. Diese ist in jedem Einzelfall unterschiedlich und hängt von dem Datenvolumen, dem Zustand der Datenträger sowie von dem Erfordernis etwaiger Entschlüsselungsmaßnahmen ab“, sagte der Oberstaatsanwalt. Er bestätigte, dass bei Hausdurchsuchungen in Limburg ein PC, zwei Laptops, ein Tablet und diverse Speichermedien (CDs und USB-Sticks) sichergestellt worden sind. Über Menge und Inhalt wollte sich Ungefuk ebenso wenig äußern wie über die Einsätze und Details der Ermittlungen. Nur so viel: „Wir sind im Zusammenhang mit einem anderen Verfahren einem Hinweis aus dem Datennetz nachgegangen. Die IP-Adresse mussten wir dann einem Tatverdächtigen zuordnen; dabei hat uns das Bistum sehr unterstützt.“ Der Betroffene habe keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht.

Der Innenhof der Bischofsresidenz auf dem Domberg.
Büroleiter freigestellt Kinderporno-Skandal im Bistum Limburg

Das Bistum Limburg wird von einem neuen Skandal erschüttert: Der Büroleiter von Bischof Georg Bätzing ist freigestellt worden, weil er auf seinem Dienst-PC im Bischofshaus und auf elektronischen Medien Kinderpornos gespeichert hat. Die Zentralstelle für Internetkriminalität ermittelt.

clearing

Die Spezialisten haben wochenlang verdeckt ermittelt, bis sie den Beschuldigten am Mittwoch überraschten. Die Strafverfolger durchsuchten zeitgleich die Büros des 55-Jährigen im Bischofshaus und im Priesterseminar sowie seine Wohnung in einem Limburger Stadtteil. Verantwortliche im Bischöflichen Ordinariat (BO), so unsere Recherchen, haben einen Teil der Fotos von einem Gutachter prüfen lassen, anschließend sofort reagiert und die Führungskraft freigestellt.

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