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Hünfelder Wald: Bürger können mit Windkraft auch Geld verdienen

Von Viele Entscheidungen ums liebe Geld standen in der Sitzung der Gemeindevertretung an. Manches wird teurer, anderes billiger.
In der Kirberger Ortseinfahrt gibt es bereits eine Blitzersäule. Hünfelden denkt über weitere Messanlagen nach. In der Kirberger Ortseinfahrt gibt es bereits eine Blitzersäule. Hünfelden denkt über weitere Messanlagen nach.
Hünfelden. 

Im Windpark Hünfeldener Wald sollen 2019 drei neue Windkraftanlagen stehen. Wie Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer (parteilos) erklärte, können sich Hünfeldener Bürger an dem Projekt mit von 500 bis zu 10 000 Euro beteiligen. Falls nicht genügend Bürger mitmachen, gehen in einem zweiten Schritt auch Beteiligungen bis zu 15 000 Euro und in einem dritten Schritt dann auch für Auswärtige. Im November möchte die Gemeinde hierzu noch zu einer Bürgerversammlung einladen.

Die Bürger werden insgesamt ebenso wie die Gemeinde und Naturstrom jeweils 30 Prozent Anteile an der Windpark-Betreibergesellschaft halten, der weitere Partner Land und Forst 10 Prozent. Der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses (HFA), Stefan Doogs (SPD), meinte, elementar sei, dass die Hünfeldener Akteure die Mehrheit in der Windkraft-Betreibergesellschaft hätten. Christian Dutschun (SPD), stellvertretender Vorsitzender des Bauauschusses, sagte dass das dem Ausschuss die Bürgerbeteiligung ein wichtiges Anliegen sei. Astrid Stähler-Becker (CDU), Vorsitzende des Ausschusses für Sport, Kultur und Soziales, erklärte, dass jahrelang die Befürchtung in Hünfelden geherrscht habe, die Gemeinde lege bei dem Projekt drauf. Nun erhalte sie eine Vergütung – und auch die Wirtschaftlichkeitsprognose für die Bürger sehe gut aus.

Landesgeld für Kita

Im Kindergartenbereich sind ab dem laufenden Kindergartenjahr die Beiträge für die erste bis sechste Stunde pro Tag wie durch einen Landeszuschuss ermöglicht nun auch in Hünfelden frei. Der Preis für jede zusätzliche Tagesstunde pro Monat wird mit 20 Euro berechnet. Laut Scheu-Menzer ist das Betreuungsangebot in Hünfelden ab dem laufenden Kindergartenjahr viel differenzierter. Das heißt, künftig werden die Eltern einmal im Jahr nach ihren Betreuungswünschen gefragt. In den kleinen Einrichtungen kann ab dem sechsten Kind und in den größeren ab dem zehnten Nachmittagsbetreuung angeboten werden. Öffnungszeiten wurden von 7.30 auf 7 Uhr nach vorne verlegt, am Nachmittag um eine halbe Stunde auf 16.30 oder 17 Uhr. Ebenfalls ist bei ausreichend Bedarf an den Freitagnachmittagen Betreuung möglich.

Wie die Bürgermeisterin in der Gemeindevertretersitzung in der Dauborner Mehrzweckhalle mitteilte, stehe auch die Sanierung des Kirberger Schwimmbades an. Dieses Jahr müsse darüber noch eine Grundsatzentscheidung her, denn beim Land und Bund gebe es aktuell Förderprogramme. Die Bürgermeisterin berichtete auch, dass Hünfelden an der P & R-Anlage in Kirberg seine erste E-Ladestation bekommen. Mitte bis Ende November will die Gemeinde auch die Hünfeldener Jugendlichen und Fachleute zu einem Austausch einladen, ob das aktuelle Angebot an Jugendräume in der Gemeinde in Ordnung sei oder aus Sicht der Betroffenen verbesserungswürdig. Die Gemeindevertretung beschloss, die Hundesteuer für den ersten Hund von bisher 50 Euro im Jahr um 5 Euro zu erhöhen, die für den zweiten von bisher 85 Euro ebenfalls um 5 Euro sowie die für den dritten und jeden weiteren Hund um 10 Euro auf 130 Euro.

Gebühr für Erschließung

Angehoben wurden zudem die Erschließungsgebühren für Baugrundstücke von 45 auf 50 Euro pro Quadratmeter sowie in den Unterzentren Dauborn und Kirberg von 55 auf 60 Euro. Die Preise waren seit 2009 nicht mehr erhöht worden. Die Erhöhung der Preise sei längst überfällig gewesen, erklärte FBH-Fraktionsvorsitzende Sabine Winterwerber. Sie findet, die neuen Preise müssten für alle gelten, die ihr Bauland bisher noch nicht bei der Gemeinde gekauft hätten. Da CDU und SPD dies anders sahen, setzten sich die Freien Wähler aber nicht mit ihrer Meinung durch. In den Haushalt 2019 sollen auf einstimmigen Beschluss der Gemeindevertreter 55 000 Euro für den Ankauf einer neuen mobilen Radaranlage eingestellt werden, da es für die alte keine Ersatzteile mehr gebe. Doogs regte im Namen des HFA zusätzliche Standorte im Gemeindegebiet für stationäre Blitzanlagen an.

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