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Oranien-Campus: CDU-Bundestagsabgeordneter Andreas Nick erklärt Achtklässlern die Politik

Einer Diskussion mit Achtklässlern des Altendiezer Oranien-Campus zum Thema Europa stellte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Nick. Er musste sich Mühe geben - die Kinder wollten vieles wissen.
Diskutierte mit Schülern über Europa: Andreas Nick, CDU-Bundestagsabgeordneter. Neben ihm steht Schulleiter Jens Feld. Diskutierte mit Schülern über Europa: Andreas Nick, CDU-Bundestagsabgeordneter. Neben ihm steht Schulleiter Jens Feld.
Altendiez. 

Ganz so einfach ließ sich das Thema dann doch nicht abwickeln. Kurze Fragen, knappe Antworten – so leicht konnte es sich Bundestagsabgeordneter Andreas Nick (CDU) gestern bei einer Diskussion mit Achtklässlern des Altendiezer Oranien-Campus nicht machen. Um die lange vorbereiteten Anliegen der Jugendlichen zur Europäischen Union (EU), zu ihrer Erweiterung oder ihrem Umgang mit Flüchtlingen zufriedenstellend beantworten zu können, musste der Politiker mitunter weit ausholen. Vor allem hinsichtlich der Perspektiven für die nächsten 20, 30 Jahre blieb vieles der persönlichen Einschätzung des Abgeordneten vorbehalten.

Flüchtlingsproblematik

Nick ist Mitglied des Auswärtigen Ausschusses, sein Schwerpunkt ist die Außenpolitik, konkret in Bezug auf die Türkei, Ungarn und Südamerika. Auf europäischer Ebene ist der Westerwälder im Europarat engagiert. Die Schüler der Klassen 8a und 8b fragten nach der Entstehung der EU, der Erweiterung und nach der Flüchtlingsproblematik.

Die Jungen und Mädchen wollten wissen: Wer gehört bis 2050 dazu? Wer kann dazu gehören? Die Antwort leitete der promovierte Volkswirt aus der Historie ab. Die EU, in ihren Vorläufern einst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden, um die Völker wieder zusammen zu bringen, ihre Demokratien zu stabilisieren und wirtschaftliche Beziehungen herzustellen, müsse dort Präsenz zeigen, wo andere Mächte versuchten, ihren Einfluss auszubauen. Vor einer Erweiterung müssten aber Ziele, Strukturen und innere Regeln der Gemeinschaft neu definiert werden, sprach Nick von einem „langen Weg“, einer „schwierigen Situation“ und davon, dass die Ausdehnung unter den derzeit 28 Mitgliedsstaaten umstritten sei.

Rolle des Staatenbundes

Es sei wichtig, etwa den Ländern des westlichen Balkans Perspektiven aufzuzeigen. Aber, schränkte der Bundestagsabgeordnete unter Hinweis auf seine persönliche Meinung ein, sollte dafür eine andere Architektur des Staatenbundes nötig sein. Jedes Land müsse dann entscheiden, ob es sich unter den geltenden Bedingungen beteiligen will, und die EU müsse klären, wie viele Länder teilnehmen können. Die Aussage machte Nick an der gegenwärtigen Situation fest: Die wirtschaftliche Integration sei toll, alle profitierten vom gemeinsamen Markt und die Außen- und Sicherheitspolitik sei vorteilhaft. Mische sich die EU aber zu sehr in die Souveränität der Staaten ein, sei es um die Einigkeit schnell geschehen.

Zur Idee eines „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ kann sich Nick eine Kooperation in einem kleinen Kreis vorstellen, eine Kern-Union mit einem Verbund drumherum. Zu Fragen der Flüchtlingsproblematik, Asyl und Migration sagte er, eine der weltweit „offensten Asylrechtsregelung“ für politisch Verfolgte und Kriegsflüchtlinge sei zu erhalten. Doch seien in einem wirtschaftlich starken und durch seine Sozialsysteme attraktiven Deutschland andere Strukturen nötig, um Missbrauch zu verhindern.

(hbw)

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