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Christopher Reif will Pfarrer werden

Den Inhalt der Bibel kennt Vikar Christopher Reif nach seinem Theologiestudium bestens; seine Lehrpfarrer Daniel Cremers (links) und Esther Reininghaus-Cremers geben ihm Tipps für die Praxis. Den Inhalt der Bibel kennt Vikar Christopher Reif nach seinem Theologiestudium bestens; seine Lehrpfarrer Daniel Cremers (links) und Esther Reininghaus-Cremers geben ihm Tipps für die Praxis.
Flacht. 

In seiner Konfirmandenzeit lernte er den Beruf des Pfarrers erstmals bewusst kennen und dachte: „Das könnte mir auch Spaß machen“. Für Christopher Reif blieb es nicht beim Gedanken. Der 28-Jährige absolviert gerade sein Vikariat in der evangelischen Kirchengemeinde Flacht. Das ist nach dem Theologiestudium der praktische Ausbildungsschritt, um Gemeindepfarrer zu werden.

Ein Praktikum bei seiner damaligen Pfarrerin in einem Wiesbadener Stadtteil gab ihm die Sicherheit, dass das Theologiestudium genau das Richtige für ihn ist: „Mit Menschen Gespräche über den Glauben, Zweifel, Freuden und Trauer führen zu können, begeisterte mich“, erinnert sich der junge Theologe. In diesem Frühjahr legte er an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz sein Examen ab. Bis auf eine Vorstellung im Gottesdienst bekamen die Einwohner den Vikar bislang im Talar noch nicht in Aktion zu sehen, denn der Schwerpunkt seiner praktischen Ausbildung liegt derzeit in der Grundschule Niederneisen. Bis zu acht Unterrichtsstunden hat er dort jede Woche vorzubereiten und zu absolvieren.

Trotzdem kennen ihn die Flachter schon. „Das ist schon schön, auf der Straße von Menschen gegrüßt zu werden, weil sie wissen, dass ich der Vikar bin“, sagt der Wiesbadener; in einer Stadt komme das eher selten vor. Die meiste Zeit verbringt er derzeit noch am theologischen Seminar in Herborn. Dort werden die Gestaltung von Gottesdiensten, das Predigen und andere so genannte Kasualien wie Taufen, Trauungen und Beerdigungen einstudiert. „Aber es ist ein Unterschied, ob man Kommilitonen vor sich hat oder eine Gemeinde“, freut er sich auf seinen ersten „richtigen“ Einsatz auf der Kanzel.

Bald die erste Predigt

Am Sonntag, 16. November, um 10 Uhr wird Reif zum ersten Mal von der Kanzel in der evangelischen Kirche von Flacht vor der Gemeinde predigen. Mehr Zeit im Gemeindeleben wird der Vikar dann ab dem Frühjahr nächsten Jahres verbringen, worauf er sich ganz besonders freut. „So ein Vikariat ist schon eine aufregende und sehr facettenreiche Ausbildung.“

Berufspraxis

Viel Verständnis findet Reif in seinen Lehrpfarrern, deren eigenes Vikariat noch gar nicht so viele Jahre zurückliegt. Neben dem Gang auf die Kanzel kennt der junge Theologe das „normale“ Arbeitsleben aus eigener Erfahrung. Während des Studiums arbeitete er lange im Einzelhandel, in verschiedenen Supermärkten als Lagerarbeiter sowie in einem Tabakfachgeschäft als Berater. Zuletzt erfüllte sich ein Kindheitswunsch, als er die Möglichkeit bekam, im Management eines Lego-Ladens zu arbeiten. „Mit Menschen zusammen zu sein, macht mir einfach riesigen Spaß“, sagt Reif. Das gilt auch für seine Freizeit, in der er etwa seit zehn Jahren bei den Wiesbadener Taunusmusikanten Trompete spielt und im Vorstand mitarbeitet. Der Liebhaber von geselligen Brettspielen, von Filmen, Serien und Büchern interessiert sich auch für Illusions- und Trickzauberei, „wobei meine Fähigkeiten da in der Examensphase etwas eingerostet sind“. Heimatverbunden brachte er seine nun professionalisierte Kompetenz nebenbei viele Jahre noch als ehrenamtlicher Jugendbetreuer der Konfirmanden in Wiesbaden ein und unterstützte deren Unterricht sowie Zeltlager und Freizeiten. „Leider fehlt mir dazu jetzt einfach die Zeit“, so der Vikar.

Dafür freut er sich aber nun umso mehr darauf, Kinder, Jugendliche und Erwachsene an der Aar kennenzulernen und ihnen in ihren Fragen, Sorgen und Freuden ein lernfähiger und verständnisvoller Begleiter zu werden.

(nnp)
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