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Otmar Heftrich ist nun auch Märchenerzähler: Das Glück der guten Tat

Otmar Heftrich hat wieder ein Buch veröffentlicht: Mit seinem Märchen „Der Schatz am Himmelstor“ möchte er seine Leser zu guten Taten ermutigen und nimmt dabei auch Themen wie Globalisierung, Umweltschutz und Flüchtlinge in den Blick.
Inspirationsquelle Hund: Immer beim Gassigehen kamen Otmar Heftrich die nächsten Episoden seiner Geschichte in den Sinn. Foto: Kerstin Kaminsky Inspirationsquelle Hund: Immer beim Gassigehen kamen Otmar Heftrich die nächsten Episoden seiner Geschichte in den Sinn.
Elbtal. 

„Opa, was schreibst Du da?“, habe ihn seine Enkelin einmal gefragt. Und auf seine Antwort, dass es ein Text über Männer und ihre Gedankenwelt sei, habe die Elfjährige so reagiert: „Ach wie langweilig! Warum schreibst Du nicht mal ein Märchen?“. Diese Anregung ließ den Elbtaler Schriftsteller Otmar Heftrich nicht mehr los, auch wenn ein Märchen so ganz anders ist, als seine bisherigen spirituellen Werke oder das von ihm verfasste Sachbuch zur Sterbebegleitung.

Aber das Genre ist ihm offenbar näher als gedacht: Bald habe er in sich einen ungeahnten Reichtum an Phantasie entdeckt, berichtet er. Bald habe er sich mit großem Enthusiasmus der Aufgabe seiner Enkeltochter gewidmet. Immer wenn er mit seiner Hündin Jule spazieren ging, seien ihm neue Episoden für den Fortgang der Geschichte in den Sinn gekommen. Binnen drei Monaten hatte Otmar Heftrich das Manuskript fertig, und er habe auch keine Mühe gehabt, einen Verlag für den „Schatz am Himmelstor“ zu finden.

Denn das Buch soll viele Leser ansprechen. Die Geschichte sei nicht einfach nur ein kindgerechtes Abenteuer – Heftrich wollte Geschehnisse und Probleme unserer Zeit in die Handlung einfließen lassen. So sehen sich seine Helden, eine Clique von zwei Mädchen und drei Jungs, mit Umweltverschmutzung und Digitalisierung, mit Flucht und Vereinsamung im Alter oder mit Alkoholismus und ehelicher Gewalt konfrontiert.

„Sicher, manche Szenen gehen unter die Haut“, sagt Heftrich. Aber Grimms Märchen seien ja auch nicht gewaltfrei. „Mir ging es vor allem darum, dass meine Protagonisten Empathie und emotionale Kompetenz beweisen, dass sie in Freundschaft fest zusammenhalten und gemeinsam das Glück der guten Tat erleben.“

Natürlich laufen alle Abenteuer, die die Clique erlebt, auf ein großes Ziel hinaus: Die Kinder wollen einen Schatz finden. Doch als sie ihn schließlich entdecken, stellt er sich als immateriell heraus. Statt reich zu werden, haben sich die Freunde zu Kämpfern für Gerechtigkeit, Frieden und Menschlichkeit entwickelt.

Die großen Fragen

Otmar Heftrich hat sich als ehrenamtlicher Hospizhelfer viel mit den großen Fragen von Leben und Sterben, vom Lieben, Leiden und Versöhnen befasst. „Ich spreche diese wesentlichen Dinge in meinem Buch an, um den Kindern auch ein Stück Angst zu nehmen und ihr Vertrauen in eine höhere Macht zu stärken“, erklärt der Schriftsteller. Auf die Frage, ob das nicht Themen seien, die für Kinder ab sechs Jahren zu schwer sind, meint Heftrich: „Ich habe mich bemüht, nie ins Banale abzurutschen und das Buch auch für Erwachsene interessant zu gestalten.“ Er fände es schön, wenn die Lektüre zu generationsübergreifenden Gesprächen führe – „über die Schnelllebigkeit unserer Zeit, Werte, Mitgefühl, Herzensbildung oder die zerstörerische Kraft von Hassparolen“.

Heftrichs Enkelin kennt bislang nur einen kurzen Auszug der Geschichte, und den habe sie richtig spannend gefunden, berichtet der Großvater stolz. Nun fiebert er ihrem Urteil entgegen. Denn seit das Buch im Handel ist, kann sie es endlich ganz lesen.

Das Märchen „Der Schatz am Himmelstor“ ist für Kinder ab 6 Jahren empfohlen. Es ist unter der ISBN 978-3-943133-07-3 im Verlag Liberales Altenstadt erschienen und zum Preis von 6,95 Euro erhältlich.

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