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Das Hospiz braucht Freunde

„Ein Hospiz braucht Freunde. Ich lade Sie ein, unsere Freunde zu sein“, sagte Lothar Lorenz, der Geschäftsführer der gemeinnützigen Hospizium GmbH am Samstag in Hadamar.
Dicht drängten sich die Besucher in der ehemaligen Krankenhaus-Station im Hadamarer Gesundheitszentrum St. Anna, die bald das neue Hospiz beherbergen soll.	Fotos: Thies Bilder > Dicht drängten sich die Besucher in der ehemaligen Krankenhaus-Station im Hadamarer Gesundheitszentrum St. Anna, die bald das neue Hospiz beherbergen soll. Fotos: Thies
Hadamar. 

In den Gängen im ersten Stockwerk des Gesundheitszentrums St. Anna drängten sich am vergangenen Samstag die Besucher. Das zukünftige Hospiz, das noch im Herbst in den Räumen einziehen soll (die NNP berichtete), hatte zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen.

„Wir sind begeistert und auch ein wenig überrascht über das große Interesse“, sagte Eva Frischmann, Sprecherin der Wiesbadener IFB-Stiftung, zu der die Hospizium GmbH gehört.

Viele Besucher wollten sich die Räume anschauen, in denen bald unheilbar kranke Menschen die letzte Phase ihres Lebens bis zum Tod verbringen sollten. Zahlreiche Pflege-, Palliativ- und mobile Hospizdienste waren vertreten und stellten ihre Arbeit an Ständen vor. Vor allem zeigte das Hospizium-Team um Lothar Lorenz und die zukünftige Hospizleiterin Lucia Goll in den derzeit im Umbau befindlichen ehemaligen Krankenhausräumen, wie das Unternehmen die letzte Lebensphase seiner Patienten würdevoll gestalten will.

Der Hadamarer Bürgermeister Michael Ruoff (CDU) hob hervor, dass das Hospiz nicht nur für seine Stadt eine Lücke in der medizinischen Versorgung schließe, sondern auch für die gesamte Region. Zuvor habe es ausführliche und auch kontroverse Diskussionen über den Standort in den zuständigen Gremien gegeben. Seiner Meinung nach ist die Entscheidung für Hadamar die richtige gewesen. Es gebe genügend Parkplätze, grüne Flächen zum Verweilen, den Rosengarten und Cafés in fußläufiger Entfernung und nicht zuletzt die Kapelle im Haus. „Das St.-Anna-Haus ist auch ein spiritueller Ort. Das ist für Schwerkranke und deren Angehörige in einer schwierigen Lebensphase wichtig“, sagte Ruoff.

Auch Ruoff unterstrich die Wichtigkeit von ehrenamtlichem Engagement rund um das Hospiz. Das habe sich bereits in der Ideenfindungs-Phase gezeigt, als der örtliche Lions-Club wichtige Kontakte hergestellt habe. Aber auch weiterhin würden ehrenamtliche Helfer und Spender benötigt. Schließlich trägt die Pflegekasse nur 90 Prozent der Kosten.

Spürbarer Idealismus

Guido Wernert, der Geschäftsführer der St.-Vincenz-Gesellschaft, blickte auf die vergangenen zwei Jahre mit vielen diskutierten Modellen für die Hospizversorgung zurück. Die nun gefundene Lösung beruhe nicht zuletzt auf dem spürbaren Idealismus aller Beteiligter bei Hospizium.

Der für die kommenden Wochen vorgesehene Umbau sei ein ambitioniertes Ziel, aber wenn er erst einmal geschafft sei, schließe sich auch aus Sicht der Vincenz-Gesellschaft eine Lücke.

„Dann ist es gelungen, im St.-Anna-Haus innerhalb von gerade sieben Jahren eine umfassende medizinische Versorgung zu installieren.“ vt

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