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Wilma Rücker hat ein weiteres Buch über ihre Heimat veröffentlicht: Das Vergangene bewahren

Erinnerungen vom Gartenzaun: Nach dem schnell vergriffenen Erstlingswerk über die Koblenzer Straße widmet Wilma Rücker der Geschichte Staffels ein zweites Büchlein: Diesmal geht es um den Schulplatz und seine Umgebung.
Der Hof Unkelbach in der Schulstraße 15 in Staffel um das Jahr 1930. Dort wurde auch ein Lebensmittelgeschäft betrieben. Der Hof Unkelbach in der Schulstraße 15 in Staffel um das Jahr 1930. Dort wurde auch ein Lebensmittelgeschäft betrieben.
Staffel. 

Auf dem Titel das Automobil von Willy Heinz, zum Abschluss eine ausklappbare Abbildung des Ortsmittelpunktes um das Jahr 1930 – dazwischen 58 Seiten und 71 Fotos über das Zentrum Staffels vor etwa 60 Jahren. Was Autorin Wilma Rücker besonders hervorhebt: Die meist dem eigenen Archiv entliehenen Aufnahmen bilden 391 Personen ab. Für viele Interessierte nicht selten ein Wiedersehen mit Weggefährten und Bekannten.

Nachdem sie zuletzt die Koblenzer Straße ausgiebig begangen, besprochen und beschrieben hat, konzentriert Wilma Rücker in den der Oma Anna Wolf gewidmeten Erinnerungen ihre Aufmerksamkeit in ihrem neuen Buch auf die Ortsmitte von Staffel. Und wieder ist es eine ganz persönliche Sicht mit dem erklärten Ziel, „das Vergangene vor dem Vergessen zu bewahren“. Schließlich, so beschreibt es die 70-Jährige in stets durchschimmernder Herzensangelegenheit, war der früher auch Marktplatz genannte Ortsmittelpunkt von großer Bedeutung für das einstige Berufs-, Familien- und Handelsleben im Dorf.

Da sind die zehn sternförmig auf den Platz zulaufenden Wege mit den drei Seitenstraßen und sieben Stichgassen, die alle zur 334 Jahre alten evangelischen Kirche, zu Pfarrhaus, Schulplatz und ehemaligem Rathaus führen. „Die leichte Erhebung der Ortsmitte gibt Staffel, aus südwestlicher Richtung betrachtet, das bekannte Ortsprofil“, schreibt die heimatverbundene Autorin gleich in der Einleitung.

Hier, mitten im Ort, sorgten 14 Bauernhöfe, zwei Lebensmittelläden, ein Blumenladen, ein Getränkeladen, ein Viehhändler und eine Schmiede für rege Betriebsamkeit. Und hier, rund um die Kirche, lebten einst viele Originale, offenbart Wilma Rücker ihr Gedenken an „bemerkenswert gestandene Persönlichkeiten“. Es herrschten vorwiegend ländliche Sitten, Gebräuche und Umgangsformen.

Akribisch nachgezeichnet

Kriegerdenkmal, Kirchenchor, Erweiterung der Kirche 1952 – in Wort und Bild zeichnet die in Limburg lebende Autorin akribisch die erlebte Vergangenheit nach, holt die Historie mit „Hoajer Willem“ bei der Feldarbeit mit Kuhgespann (1965) oder die Schuljahrgänge vier und fünf von 1948 in die Gegenwart. Das alte Rathaus mit Apotheke ist zu sehen, das Fest der Feuerwehr zum 50-Jährigen, der Fasanenhof, der Steinbruch.

Am Ende ihrer „fast ausschließlich persönlichen Erinnerung“ kommt die Hobby-Historikerin zu einer bewegenden Bemerkung: „Hier, am einst bewegten Mittelpunkt Staffels, wagten Kinder den ersten Schritt hinaus ins richtige Leben, in den Kindergarten und zur Schule, wurden mit den ersten Buchstaben und Zahlen vertraut. In der alten Kirche wurde gepredigt, getauft, konfirmiert, vermählt und auch das letzte Amen gesprochen. Und zwischendurch pulsierte das dörfliche Leben wie in einem lehrreichen Bilderbuch über die vier Jahreszeiten hinweg. Viele Anwohner sind noch lebhaft im Gedächtnis, vieles hat sich inzwischen verändert, nicht immer zum Besseren. Und doch erinnere ich mich sehr gerne an jene Zeit.“

Hier gibt es das Buch

Erhältlich ist das von Ullrich Dahinden und Manfred Schäfer gestaltete Werk am Gartenzaun an der Friedrich-Ebert-Straße 2 und bei Herbert Wittgen nebenan.

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