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Projekt kostet 1,225 Millionen Euro: Das ist die neue Baustelle für den Hochdruckbehälter in Elbtal

Von Für kurze Zeit steht die Westerwaldgemeinde im Rampenlicht: Die Großbaustelle für den neuen Hochbehälter ist beeindruckend – und lockt zahlreiche Zaungäste nach Elbtal.
Mit Spezialtransporten wurden und werden diese riesige Röhren auf die Baustelle nach Elbtal gebracht. Foto: Klaus-Dieter Häring Mit Spezialtransporten wurden und werden diese riesige Röhren auf die Baustelle nach Elbtal gebracht.
Elbtal. 

Die größte Baustelle in Elbtal ist eingerichtet. Die Arbeit ist in vollem Gange und kann auf zwei Superlative verweisen. Zum einen wird hier eine Investition in Höhe von 1,255 Millionen Euro getätigt, die in den neuen Hochbehältern oberhalb des alten Hochbehälters verbaut werden. Zum zweiten ist diese Anlage die größte dieser Art, die je von der Firma Frank aus Wölfersheim in Deutschland gebaut wurde.

Auch in den über vier Meter hohen Armaturenkammern wird gearbeitet. Bild-Zoom Foto: Klaus-Dieter Häring
Auch in den über vier Meter hohen Armaturenkammern wird gearbeitet.

Seit gestern ist einer der drei Spezialtransporte an Ort und Stelle, um zwei der großen Rohre abzuladen. Heute und morgen früh sind die nächsten Transporte angesagt. Wenn dann die 24 Meter langen Spezialtransporte, auf denen die 18,5 Meter langen Rohre liegen, wieder die Heimreise antreten, werden die mit einem Durchmesser von über drei Meter langen Rohre verschweißt. Der nächste Arbeitsschritt erfolgt in der nächsten Woche. Dann werden die gewaltigen Rohre mit der Armaturenkammer gekoppelt.

Arbeit in den Kammern

Die ganze Anlage auf dem freien Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft zum Modellflughafen mutet fast wie eine Weltraumstation an. Auch das Innere der Systeme ist beeindruckend. In den bereits vorhandenen Armaturenkammern wird seit vergangener Woche fleißig gearbeitet. Auch diese Kammern sind aus PE-Kunststoff (Polyethylen) und wurden, wie die großen Wasserbehälter, in Wölfersheim vorgefertigt. In den Armaturenkammern werden von den Mitarbeitern derzeit die Schieber, die Wasserzähler, die Elektrik und die Zugänge zu den Speichern eingebaut. Die Zugänge erfolgen über eine Drucktür und sollen, wie die anderen geplanten Arbeiten auch, bis Ende August fertig sein, erklärte ein Sprecher der Verwaltung gegenüber dieser Zeitung.

Desolater Zustand

Das System aus Polyethylen löst die beiden Hochbehälter in Dorchheim ab, die aus den Jahren 1959 und 1974 stammen. Diese Behälter haben zusammen ein Volumen von 600 Kubikmetern. Das Alter und der desolate Zustand der beiden Hochbehälter ließ die Verantwortlichen der Gemeinde handeln. Die beiden alten Hochbehälter wurden nach alter Bauart hergestellt. Sie wurden betoniert und verputzt. Auch sind die Behälter mit einem derzeit verbotenen und krebserregenden Anstrich aus PCB (Polychlorierte-Biphenyle) versehen, weshalb die Notwendigkeit der Erneuerung stieg.

Mehr als drei Meter misst der Durchmesser von jedem Anschlussstück. Bild-Zoom Foto: Klaus-Dieter Häring
Mehr als drei Meter misst der Durchmesser von jedem Anschlussstück.

Das neue System hat in den drei Röhrenhochbehältern nun ein Fassungsvermögen von je 270 Kubikmeter pro Röhreneinheit. Nach einer europaweiten Ausschreibung hat man auch auf Grund der schnellen Bauzeit auf dieses System zurückgegriffen. Würde man nach altem Standard wie im Beton-Tiefbau arbeiten, „würde die Bauzeit ein halbes Jahr länger dauern“, erklärte der Projektmanager der Röhrenspeicher, Rene Carbon.

Laut Plan werden in dieser Woche die Polyethylen-Röhren miteinander verschweißt und in der nächsten Woche mit zwei Spezialkränen an die Armaturenkammern eingehoben. Dann wird über die Röhren eine ein Meter dicke Erdschicht „zur Frostsicherheit“ aufgetragen und anschließend eine Desinfektion stattfinden, bevor dann das Trinkwasser aus den beiden Zuläufen, Brunnen „Schlichtheck“ und Schürfung „Saure Wiese“ die Röhren füllen kann.

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